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Kurzer Nachtrag zu Sibylle Berg

Heute wurde Sibylle Bergs Roman Der Mann schläft in einen Kontext gesetzt mit ihren Auslassungen im Portal von Spiegel Online. Eher gewollt statt tatsächlich pointiert, machte Berg dort die Never-Ending-Story des »Meine Gebärmutter gehört mir« auf.

Berg ist eine ambivalente Autorin, gar keine Frage. Kolumnen mit überaus persönlich gefärbter und bewußt polarisierender Note (Wie sonst will man in den Medien überhaupt noch wahrgenommen werden?) jedoch mit einem Kunstwerk ins Gleichnis zu setzen, geht nicht.

Der Mann schläft ist deshalb ein so bemerkenswerter Roman, weil er nichts will, außer eine Geschichte zu erzählen und das zu tun, was laut Milan Kunderas Betrachtungen zur Theorie des Modernen Romans nur von diesem selbst erbracht werden kann: Einen Teil menschlichen Seins zu beleuchten, der so noch nicht dargestellt wurde. Besagter Roman ist ebenfalls wichtig, weil dort die Aufmerksamkeitsgier des Mediengeschäfts einfach keine Rolle gespielt hat, meint: Der Roman wurde nicht fürs Publikum geschrieben. Vielmehr: Er mußte geschrieben werden. Ganz sicher verdiente Berg damit nicht das Geld, was sie zum Leben braucht. Dafür gibt es eben Spiegel Online.

Daß Bergs Thesen zur Abtreibung Quark sind, steht außer Frage, nur muß eben unterschieden werden zwischen der Autorin (die regelmäßig in Blogs persönlich Gefärbtes absondert) und den Kunstwerken, die sie schafft. Auch hier noch einmal Kundera: der edelste Romancier ist der, von dem man nur weiß, wann er geboren wurde. Mehr Informationen braucht der Leser nicht. Der Mann schläft jedenfalls ist unantastbar.

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39 Kommentare zu “Kurzer Nachtrag zu Sibylle Berg

  1. Bei Sibylle Berg frage ich mich immer, ob es einen Begriff für weibliche Dandys gibt.

  2. Natürlich. Dandy_Innen.

  3. Korrigiere: Dandy_innen oder DandyInnen.

  4. Was ist am Fräulein Berg so besonders interessant oder wertvoll?

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-fragen-sie-frau-sibylle-maenner-ich-habe-es-satt-a-764589.html

    In dem kurzen Pamphlet steht sechsmal »ich will«. Die kreischt doch nur so laut »Meine Gebärmutter gehört mir«, weil sie keinen Mann findet, der für ihre Gebärmutter sinnstiftend wäre.

  5. Letztendlich will auch Fr. Berg nur das, was alle Frauen wollen. Ordentlich ran genommen werden und irgendwann Mutti sein.

  6. Frau Maack

    Der Preis für den beknacktesten Kommentar geht zum wiederholten Male an: Tortuga! Herzlichen Glückwunsch! Sie gewinnen so viele Kühlschränke, wie sie selbst nachhause tragen können.

    Abgesehen davon: Gar nichts ist an Sibille Berg interessant. Deswegen sollte man ihr Gelaber auf Spiegel Online auch nicht weiter beachten. »Der Mann schläft« kann ich allerdings trotzdem wärmstens empfehlen. Da könnte der eine oder andere noch was lernen.

    Im übrigen ist die ewige »Eine Frau ist für das Recht zur Abtreibung, weil sie nicht durchgefickt wird und ihre Mutter-Bestimmung nicht ausleben kann«-Leier genauso einseitig und unreflektiert wie dieses ewige »Mein Bauch gehört mir«-Geschrei.

  7. Frau Maack

    … und widerlich ist es auch beides.

  8. Anja Schultes

    Ach, sehr geehrte Frau Maack, nehmen Sie es dem kleinen armen Tortugalein doch nicht so übel – er möchte doch auch so gerne endlich mal wieder ein Tor machen – interessant, dass sich hier des Öfteren über Frauenmangel in der Rechten beschwert wird….könnten Frauen evntl. Gründe haben, nicht mehr an entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen….?

    Oder um es endlich mal mit dem ebenso widerlichen Handke zu sagen: »Entweder Ihr seid sexy – oder Ihr seid genau! – Beides seid Ihr nicht!«

    Vor Zschocke, Menzel und allen, die hier konstruktiv und wahrheitlich sprechen, ziehe ich indes meinen Hut!

  9. Anja Schultes

    …und bitte, tortuga, verschonen Sie uns jetzt mit Joe-Cocker-Flachwitzen…

  10. Lieber Tortuga, ich hoffe Sie lassen sich von diesen weibischen Anfeindungen nicht entmutigen, und beglücken uns auch weiterhin mit Ihren kurzen, pointierten Beiträgen. Danke.

  11. Anja Schultes

    Wow, den Ball spielen wie er kommt, ist hier also schon weibische Anfeindung – und entmutigend…. – So, wer möchte jetzt noch alles bei Mutti aufn Arm, bevor es zu weiteren Eigentoren kommt?

  12. Anja Schultes

    …jawohl, Eigentore – hüben wie drüben! Das wird uns doch nun wirklich schon seit Jahrzehnten zersetzend vorgeturnt, sich gegenseitig möglichst radikal und aggressiv auf etwas zu »reduzieren«, das nichts anderes als das Schönste und Wichtigste ist: Fortpflanzung

  13. jedenfalls beweisen die damen maack und schultes, daß es eben auch anders geht.

    tortuga: sie sind satisfaktionsfähig, mein herr?

  14. Netter...

    …Er sucht Sie zum Kuscheln, Knuddeln, Küssen und Liebemachen zwecks Reproduktion für das Überleben von Volk und Vaterland.

  15. Wie drollig. Kaum kitzelt man ein wenig, schon kommen sie angerannt, hüpfen herum und versuchen auf sich aufmerksam zu machen. Ist im Netz wie im echten Leben.
    PS: Wer ist Joe Cocker?

    @Benjamin
    Ich bin jedenfalls kein Sasha Grey Fan.

  16. Frau Maack

    @ Turtuga: Meine Güte, Schopenhauers 38. eristischer Kunstgriff. Fühlst Du Dich etwa angegriffen? 🙂

  17. Anja Schultes

    @Netter…..Er – rechte Hippies wären wenigstens politisch positioniert.

    @eiskalter Stratege – äh – Tortugolein – Sie hingegen sind nicht politisch einzuordnen. Als ich vor Jahren auf Pauli ein Spiel gesehen habe, quatschte ein paar Meter weiter irgend so ein feister und irgendwie linker Typ genau so`n Zeug.

  18. herr tortuga: nicht nur, daß sie hier unzulässigerweise frauen beleidigen, sich hinter einem pseudonym verstecken und eine mailadresse angeben, die es nicht gibt, sie haben auch meine frage nach der satisfaktion nicht beantwortet. sie sind eine lächerlich ängstliche, großmäulige wurst! außerdem hat ihr hund mich fixiert!

  19. @ BJZ
    Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?
    Wo war die Beleidigung? Allenfalls war es eine unsachliche Feststellung, eines im Grunde aber ernstzunehmenden Topos mit einem »alle« zuviel.

    Sybille Bergs Kolumne bei SPON ist sowas von schwachsinnig und selbstgerecht, was sie ja den Abtereibungsgegnern vorwirft, dass einem die Spucke wegbleibt. Diese haben aber immerhin noch das Lebensrecht der Ungeborenen auf ihrer Seite.
    Dazu dann noch der Verweis auf das obligatorische »leben und leben lassen«, die liberale Lebenslüge par excellence.
    Dass das ganze dann noch von einer kinderlosen alternden intellektuellen Frau kommt, deren Lebenstil paradagmatisch für unsere Dekadenz steht, setzt dem Ganzen die Krone auf.
    Es mag Dir wie den fauchenden Damen nicht gefallen, aber der Tonfall der Darbietung Bergs spricht vehement für ein unterbewusstes Erkennen des »Jetzt-ist-es-zu-spät«. Es handelt sich eben nicht um einen souveränen Umgang mit dem eigenen Lebensentwurf. Es ist das ähnliche Verhalten wie bei Alice Schwarzer, Judith Butler und anderen Vorkämpfern für Emanzipation und alternative Lebensentwürfe: Aggression gegen die »Spießbürger«, weil sie – die KämpferInnen – unfähig sind ihre eigene Abnormität zu akzeptieren und Dankbarkeit für die angebotenen Nischen zu zeigen. Nein, stattdessen geht man offensiv vor und definiert die andern als unnormal, rückwärtsgewandt, etc.

    Du brauchst hier nicht den Weißritter zu spielen, der die armen geknechteten und gleichzeitig doch so starken Frauen gegen das Märchen vom bösen Mann verteidigt.

    Die Frau (nicht: alle Frauen) ist von Natur aus dazu bestimmt, drei Kinder zu gebären. Wer das ignoriert oder gegenläufige Lebensentwürfe als gleichwertig propagiert, beteiligt sich an der Zersetzung der kulturellen Basis, nämlich den nachwachsenden, kulturschaffenden Menschen. Und das hat auch nichts mit der Reduktion auf Fortpflanzung zu tun, sondern ist die logische Konsequenz aus der Akzeptanz der eigenen Natur. Als Individuum kann ich auch nicht enfach die Nahrungsaufnahme einstellen nur weil mir das nicht in meine Selbstentafaltungspläne passt.
    Hier noch ein Beispiel:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-kristina-schroeder-und-kinderwunsch-a-834815.html
    Die völlige Unfähigkeit auf rationale Weise legitime politische Zielsetzungen zu durchdenken, wird hier deutlich. Hier geht es eben nicht nur um mich, mich, mich und meine Gebärmutter. Man sieht eine vermeintlich kluge Frau, die ihre Unfähigkeit, mit langfristigen Trends und deren Auswirkungen auf bestehende Institutionen zu operieren, ohne Scham freilegt.

    Gerade die verkrampften Züge dieses Kampfes gegen die eigene Natur, verwandeln diese Emanzentopoi zusehends, d.h. insbesondere mit fortschreitendem Alter der Protagonistinnen, in eine lächerliche Seifenoper.
    Im übrigen, das sei erwähnt, gibt es heute keine größere poltische Korrektheit als bei dem Thema Frau und ihre Stellung in der Welt. Das wird gerne übersehen angesichts der um sich greifenden Korrektheiten in allen möglichen Lebensbereichen.

    PS: Von mir weißt du immerhin, dass ich mich für satisfaktionsfähig halten darf. Im Übrigen vertrete ich die Ansicht, dass Männer und Frauen (entelechetisch, zur Not gurgeln)) einander bedürfen und erst zusammen vollständig werden. Wer dabei aber welche Aufgabenbereiche am sinnvollsten ausfüllt, wäre eine eigene Abhandlung wert.

  20. Anja Schultes

    Lieber Driude,

    nun haben Sie aber echt ganz toll nochmal mit eigenen Worten zusammengefasst, was hier bereits gesagt wurde.

    Für mich nun die absolute Krone und Zeichen von wirklicher Degeneration:

    Ein Mann moniert an einem anderen Mann, dass er sich ritterlich in Herz und Verstand zeigt… – also wie immer alles Scheiße ist, was er überhaupt tut.

    Leute, ich fauche mich nun von dannen – es ist Wochenende, und es gibt ja so viel Schönes und Wichtiges zu tun.

    Miau!

  21. Frau Maack
    Immer noch nicht den Kommentar zu dem Negerlein aus Bella Italia verdaut? Nicht mein Problem. Meine Ex studierte übrigens Kulturanthropologie und wohnte mit anderen angehenden Sozialwissenschaftlern in einer WG. Ich kenne also das Geschwätz von Leuten, die kaum einen Nagel in die Wand hauen können, oder glauben ihr Drucker würde mit einem Laserstrahl die Buchstaben auf das Papier »brennen«. Es beeindruckt mich nur nicht.

    Anja Schultes
    Schon wieder so eine faszinierende Ferndiagnose. Eindrucksvoll wie Du mich aufgrund einiger dürrer Zeilen in einem Kommentarbereich, so brillant analysierst. Bemerkenswert auch die kleine Fußnote mit dem Pauli Spiel, um sich ganz nebenbei noch als coolen Hipster zu positionieren. Wie machst Du Schlingel das bloß? Also wenn es Dein Leben einfacher gestaltet, dann kannst Du dir mich auch gerne als verpickelten, 17 jährigen Hauptschüler vorstellen, der nie zum Schuß kommt. me ne frego! Da wir nie stundenlange, nächtliche Küchengespräche führen werden, wird das mit dem »nicht politisch einschätzen können« wohl so bleiben.

    Ach Bennie was soll ich auf diesen Quatsch bloß antworten? Der letzte, der mich im Netz nach meiner satisfaktionsfähig gefragt hat, war Christian Worch. Kein Wunder also, daß mich diese erneute Frage hier, ein wenig befremdet. Ist das so eine Art Spleen von komischen Menschen? Hast Du denn einen Revolver und kannst damit umgehen? Was willst Du mit meinem Namen und meiner Addy? Mir Liebesbriefe schreiben oder Drohungen? Mich auf eine Nase und einen Kurzen einladen oder einen Hausbesuch machen? Bin ich hier bei SchülerVz?
    Lies es noch einmal durch und Du siehst wie lächerlich das wirkt. Zu deinen Gunsten nehme ich an, du warst ironisch. Wenn man sich mal sieht, werde ich mich schon bemerkbar machen. Ansonsten gilt das gleiche wie für Anja, in deiner Phantasie bin ich das, was Du möchtest.

    Da die einfachen Kompetenzebenen offenbar ein Verständnisproblem haben:
    Ich lebe in einer Welt, in der Frauen guten Sex zu schätzen wissen (ordentlich ran genommen werden) und glücklich sind, wenn sie ihrer biologischen Aufgabe nachkommen können (Mutti werden). Wer das schon als frauenfeindlich/beleidigend ansieht, der sollte sich mal fragen, ob er/sie nicht schon völlig dressiert ist. Das ich das gerade hier erklären muß, erstaunt mich ein wenig!
    Der Druide hat natürlich völlig recht, ich habe den Sachverhalt überspitzt dargestellt. Seinen nüchternen Ausführungen habe ich nichts hinzuzufügen, die keifende Antwort ist schrecklich unsouverän und beweist lediglich das überhaupt nichts verstanden wurde.

    Ansonsten wünsche ich allen ein schönes Wochenende und überlasse gerne den Damen das letzte Wort. Ich weiß ja, wie wichtig euch das ist.
    Trotzdem noch ein kleiner Tip, geht mal wieder raus..spielen, grillen, an den See. Danach wirkt man auch nicht so verbiestert.

  22. Bitte weiter machen.

  23. Liebe Frau Schultes,

    »Weißritter« ist ein polemischer Begriff aus der Männerrechtsbewegung, der neben dem »lila Pudel« als Chiffre für einen bestimmten Typus des männlichen Helfersyndroms auftritt.

    Das hat selbstverständlich nichts mit echter Ritterlichkeit zu tun, die der Dame stets zu erweisen ist. Aber es gibt einfach keinen Grund den Schwarzers und ihren Abkömmlingen, die geforderte Gleichberechtigung zu verweigern, indem sie ihr Recht auf Vorzugsbehandlung behalten.
    Im Grunde müsste man zu diesem ganzen Themenkomplex mal ein Seminar veranstalten, indem dann auch mal aufgegriffen würde, dass es sich bei dem ganzen Lamentieren und Fordern von Frauenverbänden um Rosinenpickerei reinsten Wassers handelt.

    Quote für Chefetage? Ja sofort. Quote bei der Müllabfuhr? Stille. Wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Mann? Vater Staat zahlt im Zweifel. Die alleinerziehende Mutter als Hätschelkind des Sozialstaats. Die starke Frau, die gleichzeitig so schwach ist, dass sie Schutzorganisationen bedarf. Man könnte die Widersprüchlichkeiten noch unendlich erweitern.

    Dass im Gegenzug auf der männlichen Seite keineswegs das Heil ausgebrochen ist, gehört sicher zur Wahrheit dazu, und wurde übrigens auch nicht behauptet. Der Unterschied zum Frauenthema besteht nur darin, dass die normalen weißen/christlichen (Familien-)Männer medial in Permanenz als dumme und/oder aggressive Trottel dargestellt werden, die aber auch rein gar nichts verstehen, und sogar von ihren 12jährigen Gören ausgetrickst werden können. Diesem verzeichneten Bild des Mannes, der in Wahrheit ausnahmslos alle (!) Institutionen und Techniken der modernen Bequemlichkeit geschaffen oder ausgebildet hat, steht heute das Bild von der Frau gegenüber, die nicht nur ohne Fehl und Tadel das Leben ohne Mann und Kind meistert, sondern auch noch in politicis konfliktneutralisierend, mithin befriedend, die männlichen Fehler ausmerzt und uns schon längst in das 1000jährige Friedensreich befördert hätte, wenn nicht so ein paar böse Männercliquen (Patriarchat)dies bis dato erfolgreich hintertrieben hätten.

    Dass hier was nicht stimmt, ist doch offensichtlich. Und interessanterweise handeln die meisten Männer und Frauen auch tatsächlich anders, als sie ihre Anschauungen und Positionen in Diskussionen idealtypisch vertreten. Diese Diskrepanz ist ja Gerade das Bemerkenswerte. Aber wer dabei auf den feministischen Propagandanebel aufmerksam macht, setzt sich mindestens genauso in die Nesseln, wie jemand der auf andere Gleichheitslügen hinweist. Im übrigen auch bei Konservativen, was den Humorfaktor sehr steigert.

    Der Hauptunterschied zwischen Männern und Frauen ist der: Der Mann opfert im Ernstfall regelmäßig sein Leben für seine Frau und seine Kinder(i.e. die Gesellschaft, den Staat). Die Frau opfert sich selbst regelmäßig nur für ihre Kinder.
    Oder hat man schon Frauenbünde zum Schutz ihrer Männer erlebt?

    Der gegenteilige Einzelfall widerlegt diese Grundregel nicht, sondern bestätigt sie. Das müsste aber auch insofern Konsequenzen haben, als dass die Frau ihrem Mann in bestimmten Dingen eine maßgebliche Einschätzungsprärogative zubilligt. Aber davon sind wir theoretisch weiter entfernt denn je, während sich praktisch doch oft die Natur durchsetzt.

    Zum Schluss:
    Die konservative intellektuelle Frau sollte sich mit den Gedanken von Dr. Möbius vertraut machen.
    http://ngiyaw-ebooks.org/ngiyaw/moebius/schwachsinn/schwachsinn.pdf

    Gerade wer bei den sachlich vorgetragenen Einwänden gegen die modernen Vorurteile zu Schäumen anfängt, sollte es unbedingt zuende lesen.
    Eine Frau, die nach der Lektüre dieses frühen Versuchs (1903!), sich mit der umgreifenden Emanzipationshysterie auseinaderzusetzen, noch mit dem Schenker sprach, hatte den Charaktertest bestanden. Diese Probe muss hier leider aufgrund der Anonymität entfallen.

    Hier noch der Verweis auf zwei polemische antifeministische Blogs, deren Lektüre ebenfalls lohnen kann, wenn man die enthaltenen Argumente jedenfalls mal zur Kenntnis nehmen will:
    http://bloganddiscussion.com/frauenhaus/
    http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/

    PS: Ich putze zuhause bei uns die Toilette, was meiner Männlichkeit gewiss keinen Abbruch tut.

  24. Zunächst meinte ich auch, Tortugas kurzes Statement sei wohl etwas keck, aber nachdem ich das Berg’sche verkeifte Elaborat »Frau Dr. Gebärfreude« überflogen habe, wäre das wohl die passende Antwort auf der gleichen Niveauebene, ohne viel Zeit durch verschenkte Beachtung zu vergeuden. Freilich werden damit alle Frauen getroffen, auch solche, die von Witwe Frl. Berg angewidert sind.

    Druide hat eigentlich schon alles gesagt, ich verkürze gern und teile mit, daß der Sinn des Lebens das Leben selbst ist, also die Fortpflanzung und damit die Weiterentwicklung alles Lebendigen. Frigidität und Impotenz sind persönliches Unglück oder Degeneratentum, aber kein beglückender Lebensentwurf, als der er von gelangweilten und zukurzgekommen Spießbürger_innen verkauft wird. Das Mensch_in muß schon arm dran sein, wenn es sich seine Brötchen durch solch ein pseudoprovokantes Geschwurbel verdienen muß!

    Was soll ein Krüppel, der williger Spielball seiner Zeitumstände ist, die von Vergreisung und biologischem Schwund geprägt ist, aber auch anderes als Leichengift ausdünsten?

  25. Anja Schultes

    Lieber Druide,

    hinter mir liegt ein langes Wochenende – ich bin Mutter – hatte wieder mal viel Freude – bin aber nun sehr müde.

    Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen – eines schon mal vorab: Frauenhaus.net ist mir bekannt – ein Kleinod, das ich eines Nachts im Netz entdeckte. Absolut großartige Seite – schon allein diese Getty-Bilder samt politischer Absicherung…Herrlich!

    Ich werde versuchen, so bald als möglich zu antworten.

    Ihnen Allen Gute Nacht!

  26. Anja Schultes

    …eines möchte ich trotzdem noch bemerken – der erste Absatz macht`s jetzt für mich auch nicht besser – so im Sinne: Na, dann bin ich aber beruhigt… – nicht wirklich.

    Zu allem anderen antworte ich aber sicher noch. Bis dann!

  27. Anja Schultes

    Lieber Druide,

    nun bei munterer Betrachtung – im Gegensatz zu gestern Abend – muss ich Ihnen leider sagen, dass das alles zwar als Abhandlung schlüssg ist und mir natürlich auch alles bekannt und klar – aber doch nun den Bogen wirklich überspannt.

    Tortuga hat sich einfach ohne Klasse gezeigt – und dies fortlaufend. Tschocke hat als Moderator dieses Fadens versucht, einen Schlusspunkt zu setzen.

    Der Eine zeigte schlechte Manieren – der Andere eben nicht. So einfach kann das Leben sein.

    Und wenn Sie sich vielleicht erinnern – mein Aufhänger hier überhaupt etwas dazu zu sagen, war ein etwas anderer Beweggrund.

    Es kann zuweilen einen gewissen Charme haben, wenn Männer und Frauen sich auch als Diskutanten auf Mindestniveau begegnen. Dies täte unserem Anspruch, etwas Besseres und gleichfalls Originäres aus uns zu machen, wirklich keinen Abbruch. – Genauso wenig wie das Schreiben unter eigenem Namen.

    Glauben Sie mir, all diese Theorien und Ansätze, von denen Sie schreiben sind wichtig, um sich geistig die Identität zu schaffen, mit der man ein gesundes und selbstgewähltes Leben führen kann – aber wenn die Familie erstmal da ist, zählt nur noch reiner Handlungsbedarf – und diesen schreibt das Leben. Von Minute zu Minute Lage erkennen und handeln – immer wieder. Dies stärkt auch wieder ein schlichtes Unlogisch sein – einfach Selbst sein – meinethalben unsouverän sein.

    Gleichwohl frage ich mich, wie ein »Mir reicht´s!« jemals souverän sein kann – oder es dies überhaupt sein sollte.- Und da hat auch ein Tortuga mein Verständnis. – Auf Frauenhaus kommt es schließlich auch hin und wieder zu ähnlichen Äußerungen, und das ist auch richtig und wichtig so.

    Es ist einfach alles so verquer gelaufen – die einen wollten sich mal Luft machen – die anderen eine wissenschaftliche Abhandlung light. Das führt zu nichts anderem mehr als Anstrengung.

    Ihnen wohlgewogen – Anja Schultes

  28. Anja Schultes

    ….im Übrigen: Frauen sind nicht stark – sondern einfach nur spontan. Insofern sind Männer, die ihnen zur Seite springen, eine wichtige Nivellierung.

  29. @tortuga
    ich finde es sehr amüsant und eben auch bezeichnend, wie sie sich hinter ihrer attitüde verstecken, da haben wirs eben, verstecken. die klappe bis hintenrum aufreißen kann heutzutage jeder, schön bequem und sicher mit pseudonym vom wohnzimmer aus. das bedeutet nichts als destruktiv kommentieren, verwerten, zerreden, absondern, alles ohne verantwortung und positionierung.
    sie können sich dabei sicher sein, daß alles was sie in diesem rahmen von sich geben, keinerlei wirkung entfalten wird. keine. das ist der unterscheid zu leuten, die ihr gesicht hinhalten. und das unterscheidet sie von einem konservativen.

  30. @ und liebe frau schultes: danke für ihre beiträge!

  31. Anja Schultes

    Nun, nach zwei Tagen Internetabstinenz, die ich mir verordnete, stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch etwas hinzufügen sollte – doch:

    Was soll der große Meister, auf den wir alle warten, für ein Heer der Getreuen hinter sich wähnen, das sich größtenteils in Anonymität hüllt?
    Was wollen wir ihm sagen? – „Mach Dir keine Sorgen; wenn auf Dich geschossen wird – wir stehen HINTER Dir.“ …?

    Und: Ist eine Aussage, die nicht unter eigenem Namen getätigt wird, überhaupt eine Aussage?

    Auch noch zu Druide und Ihrer Frage nach der Frau als Kamerad: Die Sage um die treuen Weiber von Weinsberg sagt alles über das aus, was Frauen ihren Männern sind.

    Und Herr Zschocke, verzeihen Sie mir das „T“ in Ihrem Namen.

  32. hubschrauberpilot

    tortuga hat recht, tortuga ist klug. das menschentier wird vom trieb getrieben, so ist’s nunmal. alles druebergelegte druebergerede ist diskursiver ueberbau, hoeheres geschwaetz. und was das Zonservative betrifft – das gibt’s nicht mehr, oder es gibt’s allueberall: bei der c*du genauso wie bei der spd, bei den groenen genauso wie bei der sed, bei den nazionaldemkraten genauso wie bei der ekd. sprecht mal besser von lechts und rinks. und dann: wer und was waer heut noch satisfaktionsfaehig, gar: satisfaktionswuerdig? und weiter dann: gilt inzwischen schwerer moerser als commentgemaesz (von salomon) oder noch immer nur das leichte ritzgeraet?

  33. mir schwebt säbel laut lpo vor, mörser ist doch ein bißchen zu schwer händelbar. wobei der geforderte ja die waffen bestimmt.

    und frau schultes: vollkommen richtig erkannt! es ist eben keine aussage, sondern nur ein nonnenfurz.

  34. Anja Schultes

    Was war aber nochmal das Eingangsthema? Zum Einen das sehr gute Buch – aber auch:

    Themen-Dienstleistung auf SPON.

    Ich möchte das Wort A******ung überspringen, weil ich dieses Wort nicht einmal denken kann.

    Deswegen habe ich mich seinerzeit ausführlichst mit einer möglichen Notlage, die so etwas angeblich rechtfertigt und den regionalen staatlichen sowie ehrenamtlichen Unterstützungsmöglichkeiten hier beschäftigt, die möglich machen, ein Kind gegen alle Widerstände zu bekommen – von Elterngeld, ALG2, Familienhebamme, Kindergeld bis Erstlingsausstattung ist es möglich aufgefangen zu werden. Ist trotz Minderjährigkeit kein Elternhaus vorhanden, das einen auffängt, ist auch dafür gesorgt. So ist es zumindest in unserer Region.

    Es gibt Familiencafes und VAMV – kostenlose Rechtsberatung, usw. … Es gibt sogar ehrenamtliche Babysitter.

    Was also hält nun Menschen davon ab, bitte den Instinkten zu folgen? Wirklich nur Doktrin und Geschwätz? Frage ich ganz naiv und ohne Bewertung. Sind wir wirklich noch mit dem Tier zu vergleichen? – Liegt also das Problem nicht vielmehr längst viel tiefer und zwar in der Physiologie begraben? Seit Jahrzehnten werden Frauen mit synthetischen Hormonen geradezu überschwemmt.
    Könnte sich da eventl. ein persönlichkeits-, bzw. instinkteveränderndes Miasma herausgebildet haben?

  35. »Oh was soll ich noch für Lieder schreiben
    Worüber man nicht singen kann darüber muß man schweigen
    Das haben andere schon vor mir gewußt
    Doch ich muß reden auch wenn ich schweigen muß
    Auch wenn ich schweigen muß…«

    [Tocotronic]

    http://www.youtube.com/watch?v=ovEPb3OoWFk

  36. Frau Maack

    Es ist zwar schon eine Weile her, aber:

    @Tortuga: Was für ein Beitrag über Neger in Italien? 0o Den kenne ich nicht. Ich meinte einen anderen. Wenn Du mit »ordentlich rannehmen« guten Sex meinst … nun gut, das kann auch durchaus was ganz anderes bedeuten.

    @AnjaSchultes:
    Wahrscheinlich ist es ein Irrtum, sich den Menschen als überwiegendes Instinktwesen vorzustellen, oder ihm das Etikett »eigentlich gut« anzukleben und davon auszugehen, dass er in seinem tiefsten Inneren immer das Richtige tun würde, würde ihn nicht von außen irgendwas Böses beeinflussen. Abtreibungen gibt es nicht erst seit 60 Jahren, sie werden nur häufiger, was einfach an den vorangeschrittenen technischen Möglichkeiten liegt – schneller, schmerzfreier, einfacher, diskreter. Der Mensch war früher nicht irgendwie besser, er hätte auch im Mittelalter Atombomben gebaut, wenn er gekonnt hätte. Konnte er aber nicht. Dasselbe ist es doch mit Abtreibungen.

  37. Frau Maack

    … was jetzt nicht heißen soll, dass derartiges aus einer Art immerwährend Bösem im Menschen entspringt. Man kann wahrscheinlich nur einfach nicht davon ausgehen, dass Menschen ganz selbstverständlich und instinktmäßig das »richtige« Verhältnis zu sich selbst und zu ihrem Körper haben. Auch dieses Problem beginnt nicht erst in der Moderne. Gehlen hat den Menschen als biologisches und psychisch-geistiges Mängelwesen beschrieben, der erst durch seine Kultur überlebensfähig wird. Überlebensfähigkeit schließt schließlich auch die Fähigkeit zur Fortpflanzung ein (und dazu reicht es halt einfach nicht aus, mal »ordentlich rangenommen« zu werden). Ich finde, man kann mit diesem Entwurf ganz gut das Phänomen Abtreibung betrachten, wenngleich er selbst das wohl nicht getan hat. Es schafft einfach nicht jeder, von allein zu sich selbst zu finden und sich den Aufgaben zu stellen, die einem aufgegeben werden. Und je weniger man das überhaupt versucht oder versuchen muss, weil es _scheinbar_ immer einfacher wird, dem auszuweichen, desto weniger tun es.
    Im Übrigen gibt es auch in der Tierwelt häufig genug Beispiele von Müttern, die ihre Kinder nach der Geburt töten oder nicht annehmen, so dass sie sterben (aber auch genug Beispiele, in denen Tiere fremde (manchmal sogar artfremde) Jungtiere adoptieren. Der Mensch hat eben rausgefunden, wie man sein Kind schon weitaus früher im Stich lassen kann.
    Es ist vielleicht von beidem etwas.

  38. Frau Maack

    … und bevor jetzt besonders Kluge nicht richtig lesen können und zu dem merkwürdigen Schluß kommen, dass ich Abtreibung normal und ok finde: Nein, finde ich nicht. Im Gegenteil.Ich habe bloß keine Lust, mich ständig zu echauffieren.

  39. Anja Schultes

    Liebe Frau Maack,

    ich habe Ihre Ausführungen aufmerksam gelesen, und sehe Ihren Verweis auf Gehlen als einen der wichtigsten Grundbausteine für die Diskussion um dieses Thema. Danke auch für all die anderen Hinweise. Darauf möchte ich später noch eingehen – doch erstmal:

    Mein Ansatz ist, dass seit 2008 das nicht eheliche Kind dem ehelichen Kind gleichgestellt ist – was über meine Anmerkungen hinaus auch bei Zahlfähigkeit des Vaters bedeutet, dass dieser ab der Geburt vom Jugendamt in Regress genommen wird, nachdem dieses der Mutter bereits fortlaufenden Kindesunterhalt bietet.

    Auch Betreuungsunterhalt ist für mind. drei Jahre vorgesehen – reicht dieser nicht aus, wird durch ALG2 ergänzt. Ist ALG2 zu niedrig, kann Wohngeld beantragt werden.

    Mit all dem kann man nicht die größten Sprünge machen, doch sich immerhin auf sein Muttersein konzentrieren, z.T. sogar mehr als in einer bestehenden Familie. – Der Gesetzgeber lässt den Müttern offen, ob sie nach Ablauf der Elterngeldzahlungen, die sich bei Alleinerziehenden auf 14 Monate belaufen, ihr Kind einkrippen und arbeiten gehen – oder drei Jahre beim Kind bleiben wollen.

    Ich weiß, welchen Ruf Profamilia bei den Rechten „genießt“, doch kann ich diesen für unsere Region nicht bestätigen. Dank unserer hier sehr überschaubaren Verhältnisse kennt und weiß man hier um jeden. Ich habe nie etwas anderes vernehmen dürfen, als dass dort alleinstehende Schwangere ermutigt und unabhängig beraten wurden – zumal die Mitarbeiterinnen nicht selten ähnliches durchgestanden haben.

    Dies alles sage ich nicht, um nun ein „Bahn frei!“ für verantwortungslosen Umgang mit der Mutterschaft zu provozieren, sondern lediglich um zu sagen, dass zumindest folgendes nicht mehr gilt: „Ich wusste einfach keinen anderen Ausweg mehr.“

    Es ist möglich – und das mehr denn je.

    Beruflich haben sich mir viele Frauen anvertraut, die ihr Kind Gott wieder zurückgegeben haben. Sie alle sagten, dass es ihnen bis heute in der Seele hängt, was geschehen „wurde“. – Denn daran sind ja auch noch ein paar andere beteiligt. Übrigens so manches Mal das Elternhaus entsprechender Frau – abgesehen von Ärzten und Kliniken. – und leider auch ein extrem abstrafendes Verhalten des Kindsvaters. Ich fragte auch jedes Mal nach Religiösität der Eltern, sofern diese sich so druckvoll – fast erpresserisch – für die A. einsetzten. Erschreckenderweise alles praktizierende Christen, was mich als Gläubige besonders betroffen machte.

    Ich spreche hier so opferbetont von diesen ehemals Schwangeren – denn man denkt und fühlt wirklich anders in dieser „Lage“. Man kann sich viel weniger abgrenzen und führt große archaische Ängste in sich, sollte nichts sicher erscheinen.

    Doch fast alljene, von denen ich weiß, haben inzwischen Familie geschaffen, also Kinder bekommen. – Und ich glaube, dass dies wesentlich seltener zustande gekommen wäre, hätte man diese Frauen dafür auch noch mit Haft oder anderen Sanktionen bestraft.

    Wie auch immer – das ist jetzt Vergangenheit – nun können Frauen sich grundsätzlich FÜR ihr Kind entscheiden.

    Auch der Scham und Schande-Aspekt gehört nicht mehr ins Entscheidungspaket. In der Nido – was auch immer man von dieser Zeitschrift halten mag – halten alleinstehende Wöchnerinnen ihren Säugling stolz in die Kamera – und in den Geburtenanzeigen unserer regionalen Presse findet sich immer öfter „nur“ der Name der Mutter.

    Dies kann und muss natürlich auch dem traurigen Aspekt der Gesellschaftsbewegung hin zur Alleinigkeit geschuldet sein – doch ich möchte wirklich nur ermutigen!

    Wir müssen die Realität verbessern und nicht nur an der Utopie feilen.

    Auch sozial gibt es nichts zu befürchten – man lernt mit Kindern so viele neue Menschen kennen. Die, die man dadurch verliert, sind nichts anderes als Erleichterung durch ihr Verschwinden.

    Und wer dann immer noch traurig ist, dies alles allein durchzustehen – Kinder sind auch in intakten Ehen zumindest in den ersten Jahren nahezu reine Frauensache. In den vielen Krabbel-, Pekip- und Babymassagekursen kann frau sich davon überzeugen, indem sie gezielt Kontakt zu verheirateten Müttern sucht.
    Auch da brauchts keine große Überwindung – viele dieser Mütter haben entweder einen Mann, der in zweiter Ehe verheiratet ist – oder sie sind es selbst – also ohne Hybris.

    Doch zurück zu Ihnen, Frau Maack. – Ich gebe Ihnen in allem Recht. Die sog. Engelmacher und Menschen, die es nicht schaffen, zu sich zu stehen gab es schon immer. – Und sie wird es auch immer geben. Es wird immer Schlupflöcher für dieses traurige Geschehen geben. In den 80ern gab es dafür nicht ohne Grund den Begriff „nach Holland fahren“. – Und was die kindheitliche Prägung von Menschen betrifft, so wird sich auch an der erzieherischen „Qualität“ vieler wirklich grausamer Eltern so schnell nichts ändern.

    Doch was die heutige Situation betrifft, so ist unter dem Rückgang des Gottvertrauens ein ebenso starker Enterdungscharakter des menschlichen Körpers zu beobachten.

    Die Physis macht die Persönlichkeit – Hormone bestimmen das Verhalten von A bis Z. Sie sind körperlich gewordene Seele.

    Was rein physiologisch, bzw. toxikologisch Entartung schafft – auch gerade in Bezug auf die Entpolarisierung von Mann und Frau – samt wirklicher Lösungen all dieser Probleme, kann man in diesem Vortrag von Dietrich Klinghardt und Joachim Mutter sehen – Mutter ist übrigens auch in Bulb Fiction zu sehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=_Jgm3vu2xSc

    So, und zum Schluss möchte ich Tortuga einladen, nochmal so einen richtig satten Spruch hier hereinzuhauen – nicht nur damit die vierzig Kommentare voll sind – sondern auch, weil Sie doch für viel erfrischenden Wind gesorgt haben.

    Frau Maack und ich beziehen sich/uns/ich in fast jedem Kommentar auf Sie – vielleicht mögen wir Sie ja doch unterbewusst und merken es nur nicht. – Und die anderen finden Sie ja sowieso super. Ich weiß, Sie werden jetzt sagen: Me ne frego!

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