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Le Fauves

Silence Yourself_0Alle Zeitalter enden mit Kunst. Leicht erschließt sich das im urbanen Sirenengeheul. Nicolas Jaar im Steppschritt zwei Meter neben einem. Es gibt sie, die ewig gültigen Erscheinungen. Etwas, das immer da ist. Etwas, das nur in den Höhlen wartet und stets neue Namen trägt.

Also die Band SAVAGES, von der behauptet wird, sie wäre schlicht die weibliche Version einer gewissen Kapelle, die vor drei Jahrzehnten auch nur am Ewigen teilnahm. Viel zuckrig-unnütze Kruste kristalliert stets dort, wo das Potential zu finden ist und Musikjournalisten steigen wie Hyänen um zuckende Kadaver; erheiternd der Griff in den Image-Generator. Auch die Arabesken sind  Teil der Untergänge.

Und wie alle Künstler von Bedeutung wissen SAVAGES selbst nicht so genau, was sie tun. Getan wird, was getan werden muß, am 16. Mai in Köln, am 17. Mai in Berlin und am 19. Mai in Frankfurt. Das Album erscheint am 03. Mai.

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5 Kommentare zu “Le Fauves

  1. »Also die Band SAVAGES, von der behauptet wird, sie wäre schlicht die weibliche Version einer gewissen Kapelle, die vor drei Jahrzehnten auch nur am Ewigen teilnahm.«

    Hmm, mir will auf Anhieb keine männliche `Band´ einfallen, die hier Ähnlichkeiten aufweist. The Cure und älteres T.S.O.L.-Zeug vielleicht, komischerweise zunächst aber an bestimmte(!) Sachen von den DOORS mit vergleichbar jenseitslastiger Tendenz. Teilweise auch an (die leicht durchgeknallte) Björk (hier noch mit den Sugarcubes: http://www.youtube.com/watch?v=69R_Uf57R0U

    Und wegen der extrem dominierenden E-Gitarre, die hier klassisch psychodelisch tönt, bin ich geneigt, die ganze Sache schon im Grenzbereich zum Doom Metal/ Psychodelic-Trance verorten zu wollen. Und da wir gerade dabei sind, aus diesem Bereich hier mal was Gutes:

    http://www.youtube.com/watch?v=-njjm6aETUY

    (Weite Anspieltipps von selbiger `Band` : City woman, A drink for all my friends)

  2. Gemeint war Joy Division

  3. Benjamin Jahn Zschocke

    Es ist doch immer wieder eine Freunde, mit Ihnen zusammenzuarbeiten Herr oder Frau Th. R.!

  4. Mach ich doch gern, Herr Zschocke, gerade auch beim Thema Musik! (Genauer gesagt: wenns um GUTE Musik geht! Und ich bin da immerzu auf der Suche; habe über die Jahre in den Weiten und Tiefen von Youtube schon etliche geheime Dinger und kleine Juwelen gefunden, hat zwar einige Zeit gekostet, der Aufwand war es aber wert. Zudem haben wir hier in Leipzig »Radio Blau«, ein »freier« spendenfinanzierter Szenesender, der zwar politisch total links steht, der aber wirklich erstaunlich gutes `Underground´-Zeugs und allerlei Subkultur bringt. Konnte auch hierdurch einige Schätze finden. Besagter Sender kann übrigens über Live-Stream gehört werden. Kannst ja mal hinsurfen und dich durch die Programmvorschau/Formate fuchsen, ich denke, da sollte was für Dich dabei sein.)

    Auf ein außergwöhnliches Ding möchte ich unbedingt noch verweisen, das für mich bis zum heutigen Tag das depressivste, schwarzseherischste und wahrhaft bedrückende Schweremut erzeugende Stück ist, das mir je zu Ohren gekommen ist. Sicherlich ruft es heute, nach ungezähltem Anhören, nicht mehr den gleichen emotionalen Zusammenbruch hervor wie beim ersten Mal, aber »procession of the dead clowns« von der französischen Band `Blut Aus Nord´ wird immer etwas ganz Besonderes bleiben (Blut Aus Nord spielen ansonsten grottenschlechten Black Metal, allein »procession of the dead clowns« und »elevation« sind als Ergebnis von Experimentierversuchen auf dem Gebiet des Ambiente Black Metals wirklich wahre Juwelen!).

    http://www.youtube.com/watch?v=qKsYnHPX6Ns

    MfG,

    Herr Th.R.

  5. Benjamin Jahn Zschocke

    Das ist in der Tat heavy. Wenn Ihnen so etwas zusagt, empfehle ich Black Math Horseman, das Album WYLLT.

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