Gesichtet

Marquardt, Moria und Migration

Spielt das Mitglied des Europa-Parlaments (MdEP) Erik Marquardt bei den Vorgängen um Moria und der abgepressten Aufnahme von 1.553 Migranten eine Rolle, und was will Marquardt mit seiner desaströs wirkenden Agenda wirklich?

Am 8. Juni twitterte der Journalist Malcolm Ohanwe, der seit Herbst 2019 einer der Moderatoren der ARD-alpha-Sendung „Respekt“ ist und seit 2020 als Autor für Deutschlandfunk Kultur arbeitet: „Los geht’s. Lasst uns starten mit Beiträgen zu #KritischesWeißsein. Lest den Thread durch, macht euch Gedanken & teilt ehrliche, reflektierende Impulse über weiße Privilegien + weiße Zerbrechlichkeit unter dem Hashtag #KritischesWeißsein & #KritischeWeißheiten“.

Die Redaktion der Sendung „heute“ des Zweiten Deutschen Staatsfernsehens meldete alsbald stolz, dass ihre AutorInnen Julia Klaus und Kevin Schubert daraufhin auf der Stelle versuchten, sich mit ihrem Weißsein kritisch auseinanderzusetzen, denn das wurde ja auch Zeit!

Linker Gesinnungsjournalismus

Selbst wenn man „ZDF heute“ angesichts der tendenziösen Haltungssendung der ARD-„Tagesschau“ noch für relativ neutral oder gar bürgerlich-konservativ halten sollte, wird einem schnell klar, dass auf jeden Fall der „heute“-Chef vom Dienst, nämlich besagter Kevin Schubert, in geradezu willfähriger Manier sämtliche Narrative des linken Gesinnungsjournalismus nutzt. Unter „@waskevinsagt“ äußert sich Schubert stets regierungskonform und zeitgeistlich korrekt zu Themen wie Corona-Krise, Kunst, Grippeimpfung, Corona im Körper, die Neonazi-Gruppe „Nordadler“, den Klimawandel auf der Basis von Berkely-Earth-Messungen und über die Anti-Rassismus- und Diversity-Trainerin Tupoka Ogette, die weißen Menschen beibringt, rassistische Denkweisen und Sprache zu erkennen, und dafür plädiert, dass Rassismuskritik auch Teil der Schul- und Berufsbildung sein sollte.

Wahnsinnig investigativ fühlte sich der stromlinienförmig angepasste Staatsjournalist Schubert aber wohl vollends, als er ein Interview mit dem Foto-Journalisten und Politiker Erik Marquardt führt, das seit dem 27. September unter zdf.de nachzulesen ist. Der linksextrem verbandelte Europa-Parlamentarier, der für die EU-Parlamentsfraktion greens/EFA auf einem gut dotierten Plenarstuhl in Brüssel sitzt, erhält so eine zwangsgebührenfinanzierte Bühne, die es ihm möglich macht, seine Ansichten zum Flüchtlingslager Moria auf Lesbos im seriösen Umfeld zu äußern.

Im „Gespräch über altes, neues und drohendes Versagen“ Europas und Deutschlands fallen dann Aussagen wie „Wenn man Menschen dauerhaft in ein Camp einsperrt, ohne dass sie etwas verbrochen haben – dann ist es wenig überraschend, dass es zu Spannungen, auch zu Feuer kommt“. Als Schubert darauf hinweist, dass griechische Politiker nach dem Feuer in Moria gewarnt hätten, auch auf Samos, Chios, Leros und Kos könne es zu Bränden kommen, meint der deutsche EU-Parlamentarier lapidar: „Ich glaube, dass wir nicht viel Zeit haben, uns auch um die anderen Inseln zu kümmern. Und als Polizist kann man sich vielleicht noch darüber unterhalten, wer dieses Feuer jetzt gelegt hat.“ Eine interessante Frage, die Marquardt vielleicht aus guten Gründen für marginal halten möchte.

Wie arbeiten linke NGOs?

Nicht nur die griechische Polizei, sondern auch freie Medien sind ihr nachgegangen. Der Journalist Matthias Nikolaidis berichtet von Rebecca Sommer, die mehr als zehn Jahre mit dem Hohen Kommissar für Menschenrechte (UNHCHR) und dem Ständigen Forum für indigene Angelegenheiten (UNPFII) bei den UN zusammengearbeitet hat. In Interviews spricht Sommer von „Verbindungen vieler Lagerinsassen zu militärischen oder paramilitärischen Organisationen des Nahen Ostens, viele von ihnen hätten dort auch selbst gekämpft. Diese Kämpfer seien sich der Tatsache bewusst, dass ihre Asylanträge vermutlich abgelehnt werden. Doch sie wollten auf jeden Fall in Griechenland bleiben, um ihre „Reise“ nach Deutschland oder auch Schweden fortzusetzen.“

Zusätzlich hätten die angeblich humanitär tätigen NGOs keineswegs für menschlichere oder hygienische Bedingungen im Lager Moria gesorgt, vielmehr sei der Umgang der NGOs mit Spenden und Geld „durch und durch undurchsichtig“. Außerdem spricht Sommer von Waffen, sowie clan-ähnlichen Strukturen und weist darauf hin, dass die vor Ort befindlichen NGOs total ideologisiert seien und gewalttätig dominant aufträten.

Immerhin konnte die griechische Polizei nach monatelangen Ermittlungen melden, dass 33 NGO-Mitarbeiter, darunter 19 Deutsche, zwei Schweizer, eine Französin, eine Bulgarin und ein Spanier im Zusammenhang mit Schleppertätigkeiten angeklagt werden würden. An diesem Schlepperring waren vier NGOs beteiligt. „Zwei der NGOs haben den gleichen Hauptsitz an einer Berliner Adresse, scheinen also eng miteinander verwoben zu sein. Laut Polizei soll der Ring seine Arbeit im Juni letzten Jahres begonnen und seitdem mindestens 32 illegale Überfahrten organisiert haben, wobei 3.000 Migranten nach Lesbos gelangten“, wie Alexander Wallasch schreibt.

Antifa und illegale Migranten, die Feuer legen?

Vielleicht sind sich ja der umtriebige Erik Marquardt und Rebecca Sommer, die sich auch als Augenzeuge der Brandstiftungen im Flüchtlingslager Moria bezeichnet, auf der überschaubaren Insel über den Weg gelaufen. Denn Marquardt scheint zumindest regelmäßiger Gast auf Lesbos zu sein, ob er in die Brandstiftungen involviert ist, werden Ermittler klären müssen. Rebecca Sommer: „Wir haben hier auch die deutsche NGO Seawatch, mit einem großen Schlepperboot Mare Liberum. Antifa-Leute hoch Fünf. Ich höre sowohl von den Migranten als auch Insulanern, dass die Seawatch-Antifa nicht nur mit koordinierter Menschenschlepperei sondern auch mit Drogenhandel zu tun haben.“

Und weiter: „Gestern Nacht haben meine Kontakte im Camp einen Mann und eine Frau gesehen, deutsche NGOs laut ihrer Aussage, die mit einer Gruppe Afghanen und Araber systematisch Feuer in ihrem Teil, wo sie ihre Zelte stehen hatten, gelegt haben.“

Dessen ungeachtet drückt das tiefgrüne EU-Parlamentsmitglied Marquardt auf die geschwollene linke Tränendrüse und mahnt unter der Überschrift „Tear down Moria!“ laut „den behutsamen Umgang mit der Menschenwürde und eine gerechte Asylpolitik an. Damit auch alle kommen dürfen, um ein rechtsstaatliches Asylverfahren zu durchlaufen, sollen die vermeintlichen Flüchtlinge einfach kurzerhand – so der Marquardt-Plan – auf Kreuzfahrtschiffen, die mal eben vorübergehend ihren Eigentümern entzogen werden, untergebracht werden.

Wer das alles für eine linke, volksvergessene PR-Kampagne hält, hat recht. Undurchsichtige Linksradikale, die ihresgleichen über den grünen Klee loben, arbeiten längst nicht mehr für einen vernünftigen Naturschutz oder eine wirklich ökologische Ökonomie. Ihre und damit Marquardts Agenda wird beherrscht von einem verantwortungslosen Umgang mit dem eigenen Land und der Zerstörung der gewachsenen Gesellschaften und ethnischen Konstellationen.

(Bild: Pixabay)

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