Anstoß

Nach Chemnitz: Was lernen aus dem Trauermarsch für Daniel H.?

Am vergangenen Samstag erlebte die Demonstrationswoche in Chemnitz vorerst ihren Höhepunkt. Die Alternative für Deutschland (AfD) und Pegida riefen zu einem Trauermarsch für alle Opfer der Ausländergewalt im Zuge der Massenmigration seit 2015 auf.

Diesem Aufruf schloß sich schließlich auch das patriotische Bündnis Pro Chemnitz an. Gekommen waren ca. 6.000 bis 10.000 Menschen. Die Angaben dazu gehen je nach dem, wen man fragt, weit auseinander. Auch die Gegenseite machte bundesweit mobil und kündigte Demonstrationen an. Mit dabei waren u.a. Manuela Schwesig und Aydan Özoguz von der SPD.

Würdiges Gedenken

Im Vergleich zu den schwer überschaubaren Demonstrationen zu Beginn der Woche zeigte sich am Samstag ein sehr geordnetes und diszipliniertes Bild aus den Reihen des bürgerlichen Trauermarsches. Obwohl die Stimmung immer noch angespannt und wütend war, erwiesen die Chemnitzer und alle angereisten Teilnehmer dem Mordopfer Daniel H. und stellvertretend allen anderen Opfern von Migrantengewalt die letzte Ehre.

Währenddessen präsentierte sich das sogenannte breite Bündnis „Herz statt Hetze“ von einer ganz anderen Seite. Man war gekommen um den Trauermarsch zu stören und missachtete dabei in unnachahmlicher Manier die Würde der Todesopfer. Mit Trillerpfeifen und Transparenten, die oft unverhohlen zu Gewalt gegen Andersdenkende aufriefen, störten sie zunächst den Beginn des Trauermarsches. Parteibonzen der SPD posierten derweil grinsend für ein Selfie unweit der Blutlache.

Blockade durch Linksextremisten

Am späten Nachmittag setzte sich der geduldige aber verärgerte Trauermarsch in Bewegung. Nach nicht einmal einem Kilometer wurden der friedliche Zug erneut und endgültig gestoppt. Erneut blockierten Linksextremisten und deren parlamentarische Vertreter die Veranstaltungsstrecke. Was darauf folgt, kann als eine Kapitulation des Rechtsstaates und Provokation gegen einen bis dahin äußerst disziplinierten Trauermarsch gewertet werden.

Die Polizei war um Deeskalation bemüht und ließ die Störer gewähren. Im Gegenzug hatte dies die Konsequenz, dass die AfD und Pegida zum Abbruch ihrer Veranstaltung aufgefordert wurden. Die zuvor verabredete Zeitspanne für den Schweigemarsch sei ohnehin überschritten, hieß es aus Polizeikreisen. Sachsens AfD-Chef Jörg Urban und Thüringen-Chef Björn Höcke richteten bedauerliche Worte an die mittlerweile wütende und enttäuschte Menge.

Die Situation war angespannt. Erst nach den Worten Höckes kehrte wieder etwas Ruhe ein. Björn Höcke unterstrich mit seinem Auftritt, wie wichtig er für die Partei und Deutschland ist. Seine Qualität liegt nicht nur im Anpeitschen, sondern auch im Besänftigen von Massen. Ähnliches attestieren ihm auch mehr oder weniger anerkennend die Medien.

Und nun?

Einige Teilnehmer und Beobachter aus der bürgerlichen Mitte, Pegida und der AfD waren mit diesem Ausgang nicht besonders zufrieden. Man ließ sich vom politischen Gegner diktieren, wann und wo das im Grundgesetz verankerte Demonstrationsrecht beginnt und endet. Rufe nach dem zivilen Ungehorsam konnte man hier und da vernehmen. Und tatsächlich hat diese Äußerung einen wahren Kern. Hans-Thomas Tillschneider (AfD) verfasste dazu bei der Sezession bereits einen lesenswerten Beitrag. Doch war es tatsächlich diese Katastrophe aus unserer Sicht?

Es war ein Erfolg, aber …

Nur bedingt. Denn medial war der Trauermarsch durchaus ein Erfolg. Der Presse fiel es sichtlich schwer dem Demonstrationszug einen braunen Anstrich zu verleihen. Auf Provokationen und Behinderungen von Seiten der Linksextremisten und des Systems ging man nicht ein. Es blieb friedlich. So kam es auch, dass das Heute-Journal vergleichsweise fair berichtete.

Wer nun glaubt, dass wir also nur lange genug lieb sein müssen, dann wird uns die Presse schon respektvoll behandeln, unterliegt jedoch einem Irrglauben. Dass einmalig neutral berichtet wurde, ist nur das Resultat an Ermangelung von unschönen Bildern. Was für die Zukunft folgen muss, ist ein Aufrechterhalten des Tons. Dabei kann es auch zukünftig sinnvoll sein, eine rechtmäßig angemeldete Demonstration eben nicht frühzeitig zu beenden, sondern in Anbetracht eines ansonsten tadellosen Auftrittes, auf sein Bürgerrecht zu bestehen.

… neue Arbeitsteilung nötig

Liebe Leser, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, dass bedeutet mitnichten eine handfeste Auseinandersetzung mit der Polizei. Jedoch könnte man bei zukünftigen Bankrotterklärungen der Exekutive einfach stehen bleiben oder sich friedlich in den Sitzstreik begeben. Der Verzicht von zivilem und gewaltfreiem Ungehorsam ist die Methode der erfolglosen Spießbürger-Konservativen.

Vergessen wir nicht, 68 und 89 hätten rein parlamentarisch keine Chance gehabt. Eine möglicherweise unverhältnismäßige Intervention der Polizei mit direkter physischer Gewalt auf die friedlichen Demonstranten würde dem Regime die Maske vom Gesicht reißen. In diesem Momentum muss eine mediale Berichterstattung, vielleicht auch mit Hilfe von unseren Freunden aus anderen Teilen Europas, gesichert sein.

Damit solche Situationen nicht nachteilig für die parlamentarische Vertretung des Volkes ausgehen, sollte die AfD zukünftig nicht mehr als Veranstalter solcher brisanten Demonstrationen fungieren. Götz Kubitschek bemerkte dazu sinngemäß folgerichtig, dass Politiker wie Björn Höcke, Andreas Kalbitz oder Jörg Urban nicht Ministerpräsidenten werden können, wenn sie zeitgleich eine Polizeiblockade durchbrechen. Die hohen Häuser und Parlamente muss die AfD erobern. Die Straßen hingegen andere.

(Bild: Tim Lüddemann, flickr, CC BY-NC-ND 2.0)

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3 Kommentare zu “Nach Chemnitz: Was lernen aus dem Trauermarsch für Daniel H.?

  1. Zunächst sind rund 12.000 Überfremdungsgegner auf der Straße ein großer Erfolg.

    Jedoch hat nicht der Rechtsstaat kapituliert, sondern das System einen Punktsieg errungen, in dem es den Massen kein euphorisches Gefühl, sondern Frustrationen über den nicht durchgeführten Trauermarsch zumutete. Dies war von Anfang an so beabsichtigt. Jeder der sich mit dem Demogeschehen der letzten 10 Jahre beschäftigt weiß das. So läuft das immer bei rechten Großveranstaltungen (Wunsiedel, Dresden, Leipzig, Berlin…).

    Ein würdevoller Trauermarsch der AfD von 12.000 und dessen Bilder sollten nicht um die Welt gehen. Deshalb hat das System seine eigenen Gesetze gebrochen und die 300 Linken nicht geräumt bzw. den Demozug nicht umgeleitet. Daraus gilt es zu lernen. Zunächst müssen Disziplinarmassnahmen gegen den polizeilichen Einsatzleiter und eine parlamentarische Aufarbeitung im Bundestag und im Landtag von Sachsen durch die AfD erfolgen. Das ist wichtig.

    Zunächst müssen Demos zeitlich von der Dauer lang gezogen werden, um dem System die Möglichkeit zu nehmen, durch langwierige Ordnerkontrollen etc. die Zeit als Beendigungsgrund zu geben, also nicht 20.00 Uhr als Ende angeben, sondern evtl. erst 06.00 Uhr am nächsten Tag.

    Zudem muss man rund um den Versammlungsort einer Demo rund ein Dutzend andere kleine Demos von anderen Organisationen/Veranstaltern mit anderen Thema anmelden um im Falle einer linken Blockade als Demoteilnehmer einfach zu einer der anderen Demos im Stadtgebiet reisen zu können. Dies kann die Polizei dann nicht unterbinden. Gibt es diese Ausweichdemos nicht – wie am Samstag in Chemnitz – kann das System die Demo einfach beenden.

    Es ist wichtig sich sehr genau mit Versammlungsrecht zu beschäftigen und hier taktisch intelligent bei künftigen Demo(anmeldungen) vorzugehen. Insbesondere das von linken Banden seit Jahren durchgeführte Scheindemo-Anmelden von Dutzenden von Gegendemos rund um den Versammlungsort einer rechten Demo hat aus deren Sicht Sinn.

    Genauso müssen wir es andersrum auch machen. Tricksen wir System und linke Zeckenbanden klug aus.

  2. Die Situation ist unerträglich für jeden wachen Beobachter.
    In Chemnitz werden nun kausale Probleme naiv weg gespielt.
    Man tanzt sich in Trance, betäubt sich selbst im indizierten links-rechten Massenkrampf. Wo eine instrumentalisierte Menge sich vom zelebrierten Mißstand selbst frei sprechen möchte.
    So sollte man konsequenter Weise nun auch rasch massig Konzertbühnen in Homs, in Hiroshima, -den ganzen nahen Osten, -ja rund herum um den ver-rückten Erdball ankarren, um in den fabrizierten Trümmern bunt berauscht zu tanzen.
    Wie kopflos närrische Insassen in einer Anstalt. Wie unmündige Kinder, die nicht im Stande sind kausal zu reflektieren welch abgefahrene Taten sie täglich unbewußt vollbringen, -jederzeit bewußtlos abnicken. Nämlich dahingehend, daß wir als gelenkte der „Demokraten“ es selbst waren die den gegenwärtigen Zustand steter Zerstörung herbeiführen.
    Unmündige Kinder im Geiste, die gleich dem Schuldlosen Odin am Fuße des geköpften Riesen Mimir trauern, nicht wissend das der betäubte, verlenkte Odin es selbst war in vergangener finsterster Fenrisnacht, der seinen einzig wahren Freund mordete. Odin gleich Brutus oder Saulus, der sich nach seiner okkulten Tat in Paulus verwandelte und nun den einst Tonsur-rasierten Petrusberg im jämmerlichen Mystizismus beweint.

    Schon Harry-Graf-Kessler erkannte -wie Kant oder Nietzsche vor ihm auch- das Wesen aller Unmündigen im Attribut sogenannter ›Juden‹ und betitelt damit geistlose Heiden, Christen und Islamisten auf rastloser Flucht vor sich selbst. Youths; als Kinder im Geiste, die närrisch alle selbst erzeugte Schuld verneinen. Denn dies Attribut verneinter Verantwortung (m)eint letztendlich alle bewußtlosen Sklaven seit ominöser Antike im ewigen Lamento verfügbaren Humankapitals. Somit entlarven sich alle fanatisierten Heiden, Christen und Islamisten als wahrhafte Youths.
    An den Taten kann man es jenseits von Eros & Thanatos erkennen, denn diese steuern das ganze Programm unserer Matrix.
    Weshalb also konzertieren die selbsternannten Anführer aller Bewußtlosen Unmündigen nicht in Brüssel oder Berlin?
    Weshalb revoltieren alle Unmündigen Fans nicht in der City of London, vor Ramstein oder Heckler & Koch.
    Da sie, wir alle(!), auf Gedeih und Verderb am Wachstumswahn dieser merkantilen Zentren gebunden sind!
    Da wir uns alle als Unmündige Youths willenlos an diese verfahrene Systemik ketten lassen wollen.

    ›Wir sind Mehr‹, ›Wir sind das Volk‹, lauten Phrasen bei allen rechten wie linken Youths.
    Diese Wortblasen lauten in Wahrheit ›Wir sind blind‹, …‹Wir sind doof‹.
    Links & Rechts als abstraktes psychisches Instrument erwählter, etablierter Etagen. Die ihre bewußtlosen unmündigen Untertanen nach gelehrtem Beispiel von ›Kain & Abel‹ als Leibeigen-kybernetische Manövriermeute aufeinander hetzend zerteilen. Um im Endeffekt von sich selbst als gleichsam bewußtloses Steuerelement abzulenken. Wo Brot und Spiele ausgeworfen werden um Geistlose mit Getöse, wie in einer römischen Arena, völlig zu zerstreuen.

    WO waren die konzertierenden Künstler im Namen des Unmündigen ›Humankapitals‹ als Gaza zuletzt im Krieg versank?
    WO war die reflektierte Beweihräucherung aller Kirchenkombinate als Homs in Schutt und Asche fiel?
    WO war der Aufschrei gegen Nato Konzepte, ausgeführt mittels eines ›tiefen Staat‹ unter der Tarnkappe der aufgesetzten Staatssimulation?

    Prozesse ferngelenkter ›Parteiprogramme‹ die durch Empfehlung geistig völlig verwahrloster Politmarionetten allen Unmündigen ›Protestierern‹ als notwendig erklärt werden.
    Lassen sich also all diese Wirkungen eines um sich greifenden globalgesellschaftlich degenerierten Allgemeinzustandes mit seelenlosen Konzerten reparieren?
    Lassen sich seelenlose Konzepte, die zur heutigen psychisch und physischen Trümmerwüste führten derart heilen?
    Ist es nicht unsere Medial hochgelobte Elite, die wir benötigen wie vernachlässigte Kinder ihre geisteskranken Eltern?
    Welche den Karneval der ANGST einer konsumierenden Meute vorexerziert und rotieren lassen mit steten Kriegsterror und Konzert?
    Butterbrot und Peitsche?
    Trägt am Ende wieder ein Youth als Märtyrer das Kreuz der Unschuld und war doch nur Terrorist der ihn steuernden Terroristen?

    I‹m Afraid of the World
    https://www.youtube.com/watch?v=u7APmRkatEU

  3. Guten Tag. Ich bin ein stiller Mitleser und mag Ihren Blog. Daher habe ich ihn mit meinem Feedreader abonniert. Leider wirft Ihr Feed Fehler aus, so dass Ihre Inhalte nicht in meinem Reader auftauchen. Ich dachte erst, das liegt an mir. Aber wie es scheint hat Ihr Feed einige Fehler: https://validator.w3.org/feed/check.cgi?url=https%3A%2F%2Fwww.blauenarzisse.de%2Ffeed%2F

    Ich dachte, das sollten Sie wissen. 🙂

    Einen schönen Sonntag!

    m

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