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taz trauert um »verlassene« Mütter

»Alleinerziehende sind wie Robbenbabies, jedem tun sie leid.«, anlysiert eine taz-Leserin treffend die Atmosphäre um diese geschundene Nicht-Randgruppe. Die verlassenen Macchiato-Mütter sind zu bedauern. Erst ist alles supi. Dann irgendwann lassen die bösen, egoistischen, karriegeilen Männer sie a`la Joschka Fischer, Gerhard Schröder oder Christian Wulff wegen einer Jüngeren sitzen und nun beginnt der soziale Abstieg…

Blablabla!

Mit denen habe ich kein Mitleid. Sie leiden nun an Ihrem eigens jahrzehntelang propagierten Ideal von Emanzipation (=Unverbindlichkeit) und Öko-Schick, sowie ihrer eigenen Unfähigkeit die Ehe, oder schlüpfriger »die Partnerschaft«, zusammenhalten zu können. Nein, auch diese Männer sind keine Lichtgestalten. Unmöglich ist es aber zu entwirren, wer woran schuld ist. Männer, die jahrelang gerichtlich gezwungen wurden Unterhalt zu zahlen, um der Ex den Lebensstandard aus Ehezeiten zu finanzieren, während ihnen der Umgang mit den Kindern durch ebendiese erschwert wurde, sind ebenso nicht zu beneiden.

Ich konnte mir eine Kommentierung dieses Geschreibsels ausnahmsweise nicht verkneifen. Ob mein Kommentar bei der taz veröffentlicht wird, weiß ich nicht, deshalb kopiere ich ihn hier hiniein:

Haha! Seit Jahrzehnten wird von profilierter Seite die Ehe als Ideal des familiären Zusammenlebens madig gemacht, als spießig und einengend dargestellt. Und jetzt wo die Konsequenzen in Form eines durch Emanzipationsrhetorik und Ichbezogenheit vergifteten Geschlechterverhältnisses sichtbar werden, ist wahlweise wieder das Patriarchat, die Gentrifizierung, konservierte (iieeh konservativ) Geschlechter«rollen« oder sonst irgendein anonymes System bösartiger Verschwörungen am Elend der Welt schuld.

Nicht nur (aber auch) das TAZ-Milieu hat es, progressiv und fortschrittlich wie es sich geriert, immer besser gewusst. Gleichsam den Teufel herausgefordert und reibt sich jetzt verwundert die Augen, wenn die Hölle über ihm tatsächlich hereinbricht.

Dass die Selbstreflexion soweit gedeiht, um zur Einsicht zu reifen, dass es nicht möglich ist mehr als ein, vielleicht zwei Wohlstandsgenerationen gegen die conditio humana zu leben, bleibt noch zu hoffen. Aber das linke Milieu treibt den Beelzebub noch stets mit dem Satan aus. Erst unter permanentem Solidaritätsgequassel alle etablierten gesellschaftlichen Erwartungszusammenhänge zerstören, um dann die verlorene Solidarität zu beklagen. Vermutlich sind Sie wirklich nicht mehr zu retten. Aber morgen kommt er schon der neue Mensch mit seiner neuen Freiheit. Bestimmt.

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4 Kommentare zu “taz trauert um »verlassene« Mütter

  1. Gut war auch der Kommentar hier:

    #
    17.07.2010 11:45 Uhr:
    von cyctologie:

    vllt. sollten die frauen einsehen das man nicht alles gleichzeitig haben kann.
    wir waren schon mal weiter. damals wusste man, dass es einfacher ist zu zweit unglücklich zu sein statt allein.
    früher war die versorgung der frauen nach der scheidung üppig. also ließen sie sich gerne scheiden. die kinder, die wohnung und das geld durften sie behalten. nur den blöden alten waren sie los. die männer mussten alles zahlen aber die kinder durften sie nichtmal sehen. da empfanden sie sich eingeschränkt und haben den staat zu betreungsplätzen verpflichtet. jetzt wo es die gibt passt es ihnen nicht, dass der staat sie per unterhaltsrecht zur arbeit zwingt (wie er das jahrzehntelang mit männern gemacht hat und die frauen fanden es super). erst das gesellschaftsmodell ruinieren und sich dann aufregen das man als trümmerfrau arbeiten muss….typisch »weiber«? ABSOLUT!!!

  2. Auch mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht.
    Naja, vielleicht stille ich mein Ego ja hier mit einer Veröffentlichung:

    »Der Materialistische „Neumensch“ am Beispiel einer Frau.
    Ungeachtet dessen gilt dies ebenso für den „modernen Mann“.
    Universell mag der geneigte Leser anstatt beider Geschlechter einfach »moderner Mensch« setzen.

    Schon als sehr junges Mädchen hat sie eine sehr große Vorstellung von ihrer eigenen Wichtigkeit. Die Reklame verdreht ihr sehr früh den Kopf. Sie ist unwissend, aber dafür sehr impulsiv in ihrem Gefühlsleben und ihren Gefühlsäußerungen. Sie hat den ungeheueren primitiven Optimismus eines Kleinkindes. Sonst bringt sie von Hause aus nur einige indoktrinierte puritanischen Ideen von Moral und Ethik mit. Oh doch sie ist studiert, kann alles auswendig. Doch eigentlich weis sie nichts. So lebt sie sehr schnell und intensiv, steckt die Kerze immer an beiden Enden an. Sie stürzt sich in jedes Abenteuer, steigt zu jedem gleichgesinnt dahindämmernden ins Auto, macht jeden Modezauber mit. Sie ist dauernd in Bewegung, meistens jedoch auf dem „falschen Flug“ und landet nirgends. Sie redet dauernd, sagt aber nichts, und hat eine wahre Furcht vor Ruhe und Einsamkeit. Stille fördert zum Nachdenken, daß ist ihr ein unbequemes Gräuel, damit kann sie nicht umgehen, denn Gedanken nagen an ihrem verdrängten Bewußtsein.
    Unselbstständig in einer Reflektion zur Umgebung, stirbt sie deshalb geistig schon mit 20 bis 25 innerlich ab und lebt von da an nur noch in einer hohlen, zum jungsein verdammten Körperhülle, bis zum physischem Tode. Ohne äußere Anregung kann sie nicht leben. Da ihr jede Phantasie fehlt braucht sie eine materiell vorgefertigte Stimulierung, welche ihr seit Geburt von einer ebenfalls kranken Gesellschaft eingepflanzt wird. Zwischen Tand und Ramsch, Laufsteg, Sex, iPhone und Mp3-Playern geboren, hat sie eine unbändige Sucht nach Lärm, Bewegung und Menschenansammlungen. Sie sucht deshalb in Gruppen Schutz, allein fühlt sie sich hilflos, nackt.
    Nur wenn sie rund um die Uhr in rastloser Bewegung bleibt, ohne zur Besinnung zu kommen, glaubt sie, etwas vom Leben zu haben. Nur wenn alles um sie herum ebenso flott in Bewegung bleibt, wenn genügend Einladungen vorliegen, man(n) schnell genug Geld verdient, genügend Partys und Kinos besucht werden, und sie immer Aussicht auf Urlaub hat, ist sie leidlich zufrieden, oder vielmehr nicht so unzufrieden, denn im Grunde ist sie tief unglücklich.
    Geradezu krankhaft ist ihre Sucht nach Abwechslung. Alles um sie herum muß sich andauernd ändern oder geändert werden. Hier schädigt sie ich am meisten, denn keine Minute kommt sie zur Ruhe, um sich natürlich entwickeln zu können, ins eigene innere zu sehen.
    Sie wechselt dauernd ihre Wohnungen, Freunde, Ehemänner, Kleider, und Ihre Ideen, welche nur implantiert sind, von einem oberflächlich, Hysterischen Umfeld.
    Einzig ihre Kinder kann sie nicht wechseln. Diese bleiben wie ein mit Klebstoff behaftetes Bewußtsein einfach an ihr hängen…
    Da diese Kinder genauso egoistisch werden wie sie, stirbt sie letztlich im alter, irgendwo abgestellt, verbittert und einsam.«

  3. Zitat:
    »Haha! Seit Jahrzehnten wird von profilierter Seite die Ehe als Ideal des familiären Zusammenlebens madig gemacht, als spießig und einengend dargestellt. Und jetzt wo die Konsequenzen in Form eines durch Emanzipationsrhetorik und Ichbezogenheit vergifteten Geschlechterverhältnisses sichtbar werden, ist wahlweise wieder das Patriarchat, die Gentrifizierung, konservierte (iieeh konservativ) Geschlechter”rollen” oder sonst irgendein anonymes System bösartiger Verschwörungen am Elend der Welt schuld.«

    Wenn die Ehe so ein toller Motor für stabile Partnerschaften und Kinder sein soll, dann müßten ja schon alle Gesellschaften zu Grunde gegangen sein, die nicht so fixiert auf diese Form des Zusammenlebens sind. Nicht die Ehe-Feindlichkeit ist das Problem, sondern die schon beschriebene ,,Unverbindlichkeit« der Gesellschaft, sowie vor allem die Dreistigkeit der Frauen, besonders in der BRD. Kurz: die feministische Urpest. Diese wird durch die juristische, politische und mediale Verächtlich-Machung von allem Männlichen gestützt. Im Ergebnis hängen die Männer am Nasenring der Frauenmafia und werden von dieser erpresst: tust du nicht sklavisch, was ich mache, suche ich mir halt einen Neuen. Das ist das Kern-Problem, und das wird auch von Konservativen immer nur ganz am Rande angesprochen, weil man ja bloß nicht ,,Frauenfeind« sein will, und weil man den von ihren Partnerinnen und von Politik und Gesellschaft unterdrückten Männern gerne die Schuld für ihr Los in die Schuhe schieben will, sind diese doch für zahlreiche Konservative nur ,,Weicheier« – leider. Würden die deutschen Männer kollektiv bei jeder Frechheit von ihren Frauen sofort Schluß machen, und würde sich dies in der BRD herumsprechen, dann würden die BRD-Frauen gleich ruck-zuck ganz anders mit den Männern umgehen.

    Emanzipation ist auch nicht mit ,,Unverbindlichkeit« gleichzusetzen, wie der Autor meint, sondern es ist das, was manipulierend als ,,Emanzipation« betitelt wird, nämlich das in-die-Tonne-kloppen sämtlicher Werte.

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