Anstoß

Was ist Realpolitik?

Ein „Zukunftsantrag“ von AfD-Chefin Frauke Petry soll klären, wohin die Reise der patriotischen Partei geht. Entscheidet sie sich auf dem nächsten Bundesparteitag nach Ostern für Realpolitik oder Fundamentalopposition?

Um sich bei dieser grundsätzlichen Frage sinnvoll positionieren zu können, bedarf es zunächst einer genaueren Bestimmung der Begriffe. Was ist also Realpolitik? Zehn Merksätze dazu, die zur Diskussion anregen sollen:

  1. Bei Realpolitik denkt man an Persönlichkeiten wie Bismarck und an Max Webers Verantwortungsethik. Von Anfang an war die AfD eine Partei, die den gesinnungsethischen Experimenten der etablierten Parteien den „gesunden Menschenverstand“ entgegensetzen wollte. Sie hat folglich schon immer Realpolitik betrieben, auch wenn einzelne Funktionäre unter dem Eindruck der Asylkrise eine Ausweitung der Kampfzone forderten.
    Diese Ausweitung in Form von Demonstrationen auf der Straße kann temporär sinnvoll sein, um auf einen besonderen Mißstand aufmerksam zu machen. Die Hauptarena einer Partei ist und bleibt aber das Parlament.
  2. Eine Partei kann im freiheitlich-demokratischen System nur mit Realpolitik erfolgreich sein. Wer anderes im Sinn hat, wofür es gute Gründe gibt, weil Parteipolitik ein schmutziges Geschäft ist, sollte Bürgerbewegungen gründen, in Zeitschriften publizieren, Unternehmen aufbauen, sich in der Jugendarbeit engagieren, oder, oder …
  3. Eine realpolitische Partei, die nicht nur gegen direkte Konkurrenten um Parlamentssitze antritt, sondern auch zwangsläufig den Zeitgeist verändern muß, sollte allerdings an dem Aufbau eines vorpolitischen Umfeldes interessiert sein. Einerseits braucht sie Fürsprecher in Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Andererseits darf sie aber auf der Suche nach Multiplikatoren ihre Bodenhaftung nicht verlieren. Der Kontakt zu Jugendorganisationen und Bürgerbündnissen ist deshalb genauso wichtig wie die Tuchfühlung zu Prominenten.
  4. Auch innerparteilich bedeutet Realpolitik vor allem eins: Brücken bauen zwischen unterschiedlichen Strömungen. Oder mit Hannah Arendt gesprochen: „Politik handelt von dem Zusammen- und Miteinander-Sein der Verschiedenen.“ Das wird nur gelingen, wenn man sich auf die Gemeinsamkeiten statt die Unterschiede besinnt.
    Im Jahr 2017 heißt dies für eine patriotische Opposition: Der Feind steht links. Er will Deutschland abschaffen, die Meinungsfreiheit einschränken, den bürokratischen Wasserkopf der Europäischen Union weiter aufblasen und Masseneinwanderung soweit zulassen, wie es den eigenen Machterhalt nicht gefährdet.
  5. Realpolitik zu betreiben, bedeutet desweiteren, sich nicht mit Fragestellungen aufzuhalten, die keine aktuelle Relevanz besitzen. Das betrifft sowohl die Schlachten der Vergangenheit als auch weit entfernten Zukunft. Eine Debatte über die Geschichtspolitik anzuzetteln, ist deshalb genauso ungeschickt wie die Erzwingung eines Standpunktes zur Koalitionsfähigkeit.
    Über Koalitionen sollte eine Partei erst dann entscheiden, wenn sie Wahlen mit ihrem Programm gewonnen hat und wenn von den anderen Parteien entsprechende Angebote vorliegen. „Was wäre, wenn …“-Debatten haben in der Realpolitik auf jeden Fall nichts zu suchen.
  6. Vielleicht am prägnantesten läßt sich Realpolitik als die Kunst des Machbaren beschreiben. Machbar ist für die AfD im Jahr 2017 der erstmalige Einzug in den Bundestag. Diesem Ziel sind alle anderen taktischen Erwägungen, persönlichen Träume und Befindlichkeiten unterzuordnen. Zu erreichen ist dieses Ziel nur, wenn die Parteibasis loyal den Weg der von ihr selbst gewählten Parteiführung mitgeht und wenn es zugleich die Parteiführung unterläßt, interne Streitigkeiten nach außen zu tragen.
  7. Der realpolitische Kurs einer Partei wird nur sichtbar, wenn sie auch so untereinander und nach außen kommuniziert. Gerade in Zeiten sozialer Netzwerke ist dabei zu bedenken, daß jede Äußerung von jedem Parteimitglied und selbst Sympathisanten öffentlich ist und somit ganz schnell zur Munition der Gegenseite werden kann. Die Kommunikation ist deshalb auf Kritik am Gegner und die selbstbewußte Darstellung der eigenen Inhalte zu beschränken.
  8. Realpolitik weiß darum, daß Politik immer ein Kampf um Macht ist. Der Wille zur Macht schafft notwendige Hierarchien. Ihm wohnt aber auch immer eine Selbstzerstörungstendenz inne. Gegen die alternativlose Macht von „denen da oben“ zu sein und ihre abgenutzten Machterhaltungsstrategien zu kritisieren, verleiht einer neuen Partei den Charme der Jugend, auch wenn man sich keiner Illusionen über das eherne Gesetz der Oligarchisierung hingibt. Wie lassen sich diese durchaus diffusen Einsichten nun in eine Strategie übersetzen?
    Junge Parteien dürften gut beraten sein, die Macht auf viele Schultern zu verteilen, um dem Wähler deutlich zu machen, daß es den eigenen Funktionären in erster Linie um das Land und nicht irgendwelche Posten geht. Dies gilt insbesondere dann, wenn man die Parteienallmacht als eines der Grundübel unserer Demokratie identifiziert hat.
  9. In einer realpolitischen Strategie sollten drei Tugenden besonders zum Ausdruck kommen: Mut, Klugheit und Milde. Man könnte auch von einem „Heroismus der Vernunft“ (Edmund Husserl) sprechen. Mit einem „Mut zur Wahrheit“ müssen zunächst die Fakten auf den Tisch über den Zustand unseres Gemeinwesens. Bei den Veränderungsvorschlägen sollte man allerdings so klug sein, nur das zu versprechen, was sich auch halten läßt. Niemand ist – politisch betrachtet – damit geholfen, der multikulturellen „One World“-Utopie eine andere, ebenso realitätsferne entgegenzusetzen. Völkische (vollkommene) Homogenitätsphantasien sind deshalb genauso abzulehnen wie die biedermeierliche Hoffnung auf eine Rückreise in die Adenauer-Republik.
    Milde schließlich wird zur Schlüsseltugend, weil das deutsche Volk nach einer politischen Wende geeint werden muß. Jeder Bürger, der in irgendwelche ideologischen Sackgassen gerannt ist, muß die Chance erhalten, diesem Land in Zukunft in positiver Weise dienen zu können. Bevor diese Milde im großen Stile beherzigt werden kann, sollte sie aber erst einmal in der kleinen Ordnung der Partei zur Anwendung kommen.
  10. Trotz der Fokussierung auf aktuelle Kämpfe, die gewonnen werden müssen, führt für eine realpolitische Alternative kein Weg an einer Verbreiterung und Vertiefung des thematischen Spektrums vorbei. Dies mündet in dem Anspruch, sich als gestaltende Volkspartei zu etablieren. Volkspartei wird man aber weder durch Machtkämpfe noch durch Outlaw-Gehabe, sondern nur durch eine inhaltliche Öffnung. Gerade bei der Bearbeitung sozialer, ökonomischer, ökologischer und außenpolitischer Fragen hat die AfD nach dem Einzug in den Bundestag noch viel Arbeit vor sich, die sie hoffentlich gewissenhaft angeht.

(Bild: Metropolico.org, flickr, CC BY-SA 2.0)

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4 Kommentare

  1. Martin Meyer

    Tja, das altbekannte Problem; Realpolitik vs. aktiver Widerstand.

    Beinahe liegen vier Monate des Jahres 2017 hinter uns, in dem wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten, Fähigkeiten, Befähigungen, Talente und Begabungen versucht haben, die nationale Bewegung so weit wie nur möglich voranzubringen. Viel haben wir erreicht. Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Aber noch lange nicht genug.

    Die Welt verändert sich rapide. Nationale, völkische und rassische Strukturen werden immer stärker vom Weltfeind angegriffen. Die Gegner unserer Weltanschauung haben eine Schneise der Verwüstung auf vielen Gebieten geschlagen:

    • Asyl-Tsunami und damit einhergehender Verlust des Sicherheitsgefühls durch immer neue Wellen von Vergewaltigungen und Gewaltexzessen,
    • islamische Anschläge durch von Merkel illegal ins Land gelassene Asylanten,
    • Gender-Wahn,
    • Ausländerintegration als Völkermordpraxis,
    • induziertes Irresein der vermeintlichen Eliten durch Selbsthaß auf die eigene Art,
    • abartige Angriffe auf die Meinungsfreiheit im Namen der Politischen Korrektheiten, die nichts anderes als Kulturmarxismus darstellen,
    • Aufbau der EU-Diktatur, also Vorstufe der Welteinheitsregierungsdiktatur,
    • Förderung von sexuellen Perversionen und Frühsexualiserung der Kleinsten an den Schulen,
    • Geschichtslügen,
    • Einführung einer Internet-Stasi 2.0 durch Maas und Kahane bei gleichzeitigem Verbreiten von linken Fake-News durch Lügenpresse und „Elektro-Zionisten“ (TV- und Rundfunk-Geräte),
    • Berufsverbote und
    • ausuferndes Antifa-Verbrechertum mit täglichen Attacken, Brandanschlägen, Schmierereien etc.

    Damit haben unsere Gegner Millionen Menschen in der BRD-Matrix instinktiv gezeigt, in welche völkerzerstörende Dystopie ihre postfaktischen Wahnvorstellungen einer multirassischen/multiethnischen „One World“ führen. Dies hat aber auch glücklicherweise in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt die Kräfte gestärkt, die Widerstand dagegen leisten wollen.

    Wir alle lehnen diese volksfeindlichen Verwüstungen vehement ab, weil wir anders leben wollen. Ja, es gibt eine ehrliche Alternative zu Globalismus, Konsumwahn und Raubbau an Ressourcen, aber dann würden die „Händler“ wohl nicht mehr so viel verdienen. Nur darum geht es und deshalb soll die Gesamtheit der menschlichen Schönheit in Form von Rassen, Völkern und Nationen geopfert werden. Da machen wir aber nicht mit!

    Wir sehen uns als ganz kleines, aber auch wichtiges Mosaiksteinchen, welches in der nationalen Bewegung in Deutschland zusammen mit vielen anderen Organisationen, Parteien, Musikern u. Musikgruppen, Initiativen, Video- u. Zeitschriften-Projekten und Gruppen aus nationalen Zusammenhängen und noch unorganisierten Einzelpersonen ein zähes und lebendiges dynamisches Bollwerk bildet. Ein Bollwerk, welches sich wiederum europa- und weltweit mit unzähligen anderen gleichartigen Widerstandsmilieus geistig und tatsächlich verbindet, um den Ethnozid an den weißen Völkern zu verhindern und das Lebensrecht weißer Völker sicherzustellen. Und dieses Bollwerk wird trotz Willkür und Unterdrückung immer stärker, größer und effektiver. Und das ist verdammt gut so!

    Wir insistieren auf das Sicherstellen des Lebensrechtes der weißen Völker in der einzigen Ordnung, die die Zukunft der Nationen als freie, friedliche, gerechte und souveräne Staaten gewährleistet, dem Nationalismus.

    Das Menschentum gliedert sich in Rassen und Völker. Diese haben sich über Jahrtausende gebildet und stellen eine ideale Vollendung der Aufteilung der Menschen dar. Leben diese Völker in Staaten, deren Grenzen weitestgehend mit denen ihrer Völker übereinstimmen, dann haben wir einen Idealzustand der staatlichen Struktur erreicht. In einer solchen idealen Volksgemeinschaft gibt es keine multikulturellen Gesellschaften mit ihren endlosen Problemen, die zu immer neuen Konflikten, Auseinandersetzungen, Leid und Krieg führen.

    Doch diese ideale nationalistische Gesellschaftsordnung hat mächtige Feinde. Dies sind alle Formen von kosmopolitischen, internationalistischen Denkströmungen, vor allem sind dies die marxistisch-linkssozialistisch-kommunistische, die christlich-klerikalistische und die individualistisch-liberalistisch-kapitalistische Ideologie. Neu hinzugekommen ist in der westlichen Welt seit einigen Jahren auch die islamische Umma, die durch unverantwortliche Einwanderungspolitik als globaler Spieler eine Stärke erlangt hat, die von den erstgenannten Ideologien zumindest in Europa künstlich erzeugt und gestärkt wurde.

    Diese Feinde unserer Lebens- und Weltauffassung haben ungeheure Machtmittel, die sie gegen uns einsetzen. Und wir können sicher sein, daß das nächste Jahr auch hier zu einer Steigerung von antinationaler Hetze und Repression sowie Terror und Lüge in bis dato nicht gekannten Ausmaßen führen wird. Denn sie spüren das weltweite Aufbäumen gegen ihre Eine-Welt-Politik. Sie spüren, wie Menschen überall noch zaghaft zwar, doch immer stärker und wütender nach einer ehrlichen und gerechten Alternative zu dem Rassenchaos, zu Überfremdung und Verlust der nationalen Identitäten suchen.

    Es ist unsere Aufgabe, jeder an seinem Platz und nach seinen Möglichkeiten, diese Antworten zu liefern. 2017 ist dafür deshalb so entscheidend, weil in diesem Jahr Weichen über die drei folgenden wichtigen Wahlen (NRW, S-H u. BT-Wahl) gestellt werden, die konsequent zu Ende gedacht über Leben und Tod des deutschen Volkes mitentscheiden werden.

    Können wir die Volksverräter nicht bloßstellen, ihre heuchlerischen Masken herunterreißen, ihre Lügen und dummen Worthülsen von „Vielfalt“, „Menschenrechten“, „Menschenwürde“, „Weltoffenheit“, „Toleranz“ und ihre dreisten infamen Rabulistiken, wie denen von der angeblichen Spaltung der Gesellschaft, die sie durch das Hereinlocken von Millionen art- und kulturfremden Ausländern doch erst selbst herbeigeführt haben, zu entlarven, dann werden sie die Zeit nach den Wahlen in Deutschland 2017 nutzen, um ihr Vernichtungswerk zu Ende zu führen. Sie werden im Rahmen der sog. Familienzusammenführung dann weitere Millionen Fremde ins Land schleppen, ihnen das Wahlrecht und die deutsche (Doppel-)Staatsbürgerschaft hinterherwerfen.

    Deutschland würde endgültig zu einem multikulturellen Moloch verkommen, in dem es dann mit viel Glück nur noch vereinzelte mitteldeutsche Enklaven mit evtl. noch weitgehend homogenen ethnisch unvermischtem Deutschtum gibt. Aber auch dies wird dann nur noch eine Frage sehr kurzer Zeit sein, bis die Walze auch dort den Volkstod gebracht haben wird.

    Deshalb ist es so wichtig, auch vielleicht ungeliebte Arbeiten wie das regelmäßige (!), über das gesamte Jahr gehende Arbeiten wie das Verteilen von Flugblättern und andere Formen der kreativen Verbreitung von Aufklärung und Propaganda zu nutzen. Auch das Internet muß intensiver für Aufklärung genutzt werden als bisher. Rechte Netzseiten sollten regelmäßiger aktualisiert werden, das Teilen und „Liken“ von Beiträgen muß viel mehr genutzt werden.

    Das Niederschreien von Volksverrätern bei ihren Wahlkampfauftritten im nächsten Jahr, das zeitweise symbolische „Besetzen“ von zentralen Bauwerken, Kirchen, Bahnhöfen, Parteizentralen oder Zeitungsredaktionen können Mittel sein, um das Volk wachzurütteln. Demonstrationen und Kulturveranstaltungen sind andere Mittel. Und pfiffigen Kameradinnen und Kameraden werden noch viel mehr Möglichkeiten einfallen, das ist sicher!

    Wichtig ist es für alle Kameradinnen und Kameraden ferner, neben geistigem Studium weltanschaulichen Wissens auch die sportliche körperliche Kraft und Stärke regelmäßig zu fördern. Ein gesunder Geist gehört in einen gesunden Körper. Der Besuch von Fitneß-Clubs und insbesondere auch der für alle jüngeren Kameraden selbstverständliche Besuch von Kampfsportschulen und das Erlernen von Box- und Kampfsporttechniken sind hierfür obligatorisch.

    Am wichtigsten ist aber, daß sich jeder Aktivist bewußt ist, daß er 24 Stunden am Tag mit aller Liebe und Hingabe an Volk und Vaterland unsere Weltanschauung als Flamme am Leben hält und verbreitet; wie und wo auch immer.

    Denn aus einer Flamme kann ein Flächenbrand werden, der zur nationalen Revolution führt. Und genau dafür werden wir auch 2017 mit aller Macht und auf allen Ebenen und Kanälen kämpfen.

  2. Felix Menzel

    @ Martin Meyer: Die Realitätsferne ihres Beitrags ist genau der Grund, warum es nicht zur „nationalen Revolution“ kommen wird. Was haben Sie denn außer Pathos noch zu bieten? Ich meine das gar nicht als Vorwurf sondern Feststellung, um Frustrationen zu vermeiden. Unsere Mittel und Erfolgsaussichten sind begrenzt. Es wird nicht zum schnellen Umsturz oder einem zweiten 1989 kommen, wenn die äußeren Katalysatoren fehlen. Nun der entscheidende Punkt: Wer dies begriffen hat, kann viel nachhaltiger im eigenen Leben und der Politik wirken als ein Glühwürmchen.

    Wie sich unschwer herausfinden läßt, stammt der Text, den Sie uns hier reinkopiert haben, von der Partei DIE RECHTE. Ich kann nicht erkennen, welchen positiven Beitrag diese Partei für unser geliebtes deutsches Vaterland leistet.

  3. Jürgen Graf

    @Martin Meyer @Felix Menzel

    Sie haben beide recht. Meyers Feststellungen, mögen sie nun von der Partei DIE RECHTE stammen oder nicht, sind vollkommen zutreffend. Nicht minder zutreffend ist aber Menzels Bemerkung, dass ein schneller Umsturz oder ein zweites 1989 ohne äusseren Katalysator nicht kommen kann.

    Ein solcher äusserer Katalysator kann schon sehr bald, in den nächsten Wochen oder Monaten, kommen – oder eben auch nicht. Deshalb gilt es vorerst, unter strenger Vermeidung von Gewalttätigkeiten und Provokationen, den Widerstand fortzuführen. Bezüglich der AFD bin ich allerdings höchst skeptisch. Die meisten Mitglieder werden ehrliche Patrioten sein, aber der Fisch stinkt, wie so oft, auch bei der AFD vom Kopf her. Es unterliegt keinem Zweifel mehr, dass Petry und Pretzell die Aufgabe haben, die Partei aufs Abstellgleis zu führen und somit als ernsthafte Opposition auszuschalten. Ihr Amoklauf gegen Björn Höcke, der natürlich die Spaltung innerhalb der Partei vertieft, lässt keinen anderen Schluss zu.

    Auch Menzels Aussage, es sei jetzt nicht der rechte Augenblick, um die Schlachten der Vergangenheit zu schlagen, kann man nur schwer widersprechen. Früher oder später wird die Frage nach der historischen Richtigkeit der heutigen offiziellen Geschichtsdarstellung zwangsläufig aufs Tapet kommen, aber da man hiermit keine Massen erreichen kann, ist es geboten, gegenwärtig den Kampf gegen die Umvolkung, sowie gegen die Nato- und US-Hörigkeit des Regimes, in den Mittelpunkt zu stellen.

  4. Hans-Ulrich Hofer

    Ein sehr guter Text, den hoffentlich so mancher Teilnehmer des anstehenden AfD-Bundesparteitags lesen und daraus auch Konsequenzen für sein eigenes Verhalten ableiten wird.

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