Gesichtet

Wer wird der neue Hitler 2018?

Der syrische Bürgerkrieg nähert sich seinem Ende. Assad hat gewonnen und die freie Welt braucht einen neuen Bösewicht.

Der absehbare Sieg Bashar al-Assads im syrischen Bürgerkrieg birgt für die westliche Wertegemeinschaft ein bisher unbekanntes Problem: Zum ersten Mal ist ein amtierender Hitler noch im Amt zur Weiterführung desselben unbrauchbar geworden. Das heißt, er lebt noch, ist noch an der Macht und nicht durch Selbstmord, am Galgen, in einer Zelle in Den Haag oder durch eine rektal eingeführte Eisenstange verendet.

Dieser Hitler hat die raumfremden Invasoren verjagt und beginnt sein von ebendiesen verheertes Land wieder aufzubauen. Damit ist er als Hitler nicht weiter tragbar. Zur Sicherstellung des Zusammenhaltes der freien Welt ist im Jahr 2018 also ein neuer Hitler vonnöten. Folgende Kandidaten sind in der engeren Auswahl.

  1. Wladimir Putin

Geht nicht, der hat Atomwaffen.

  1. Xi Jinping

Mit der Kaltstellung des Neomaoisten Bo Xilai hat Xi Jinping seinen Röhmputsch erfolgreich niedergeschlagen, die Führung von Staat und Partei auf seine Person konzentriert und fordert nun die einzig gute Supermacht des Planeten heraus. Leider ist er kein begabter Volksverführer. Seine Selbstdarstellung ist grauenhaft. (Das hier ist ein offizielles Propagandavideo zur Verherrlichung Xi Jinpings). Außerdem, siehe 1. Wladimir Putin

  1. Donald Trump

Begabter Massenagitator mit exzentrischer Frisur. Erfinder einer äußerst eleganten Methode für tote Juden zu sorgen (Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels). Unglücklicherweise ist Donald Trump der derzeitige Führer der westlichen Wertegemeinschaft und seine Welteroberungspolitik steht unter der Leitung seines jüdischen Schwiegersohns.

  1. Björn Höcke

Langfristige Überwachung durch den freiwilligen Verfassungsschutz sowie eine Recherche unter Zuhilfenahme einer in akademischen Kreisen nicht anerkannten Internetenzyklopädie haben folgendes ergeben: Björn Höcke ist großgewachsen, blond und blauäugig. Seine arische Herkunft ist unbestritten. Einzig mögliche Verunreinigung wäre ein slawischer Einschlag durch ostpreußische Großeltern.

Björn Höcke weist keinerlei erkennbare Behinderungen auf, ist weder drogenabhängig, noch homosexuell. Seine Tauglichkeit zum Nazi besteht somit einzig und allein in der Tatsache, daß er als Gymnasiallehrer und späterer Landtagsabgeordneter nie einen anständigen Beruf ausgeübt hat.

  1. Robert Mugabe

Damit wäre Hitler endlich auch für die Hyperinflation verantwortlich. Bei Mugabes fortgeschrittenem Alter (93) ist allerdings keineswegs garantiert, daß er das Jahr 2018 überlebt, oder auch nur beim Erscheinen dieser Liste noch auf Erden verweilen wird. Außerdem steht er seit November 2017 unter Hausarrest seines eigenen Militärs. (Simbabwische Offiziere sind offenbar intelligent genug, sich nicht auf von britischen Agenten gelieferte Sprengsätze zu verlassen.)

  1. Paul Kagame

Führte die Tutsi in Ruanda zurück an die Macht und rächte das an ihnen begangene Unrecht durch umfangreiche Maßnahmen, die selbst genozidialen Charakter annahmen. Um das übervölkerte Ruanda demographisch zu entlasten, führte er daraufhin von 1998 bis 2004 einen blutigen Kampf um Lebensraum im Osten (des Kongos, nicht Ruandas, der Kongo liegt von Ruanda aus im Westen, läßt sich nichts machen).

Er plünderte dabei im großen Stil die kongolesischen Rohstoffvorkommen. Paul Kagame führte seine Kriege und Völkermorde oft mit westlicher Unterstützung und immer unter tatkräftigem Wegschauen der freien Welt. Seit Saddam Hussein (nach anderer Ansicht bereits seit Josef Stalin) steht dies einer Ernennung zum Hitler jedoch nicht mehr grundsätzlich im Weg. Allerdings hat Paul Kagame Zeit seines Lebens militärisches Talent bewiesen.

Einschub: Grundsätzliches zu einem schwarzen Hitler

So wünschenswert es wäre, koloniale sowie neokoloniale Strukturen durch Ernennung eines schwarzen Hitlers aufzubrechen, so stehen dem folgende Bedenken entgegen: Sollte man einem afrikanischen Despoten Präsidenten einer aufstrebenden entkolonialisierten Nation erzählen, er sei jetzt Hitler, so besteht die Gefahr einer affirmativen Reaktion seinerseits.

Er wird dann erklären, daß er selbstverständlich Hitler sei und dies auch genau wisse, weil der von seinem Hexendoktor beschworene Geist Napoleons ihm das gesagt habe. Dann wird er in einem Braunhemd mit Hermelinbesatz herumlaufen und das Leopardenfell mit Hakenkreuzflecken ins Staatswappen aufnehmen. Sein offizieller Titel wird von nun an lauten: Prof. Dr. Größter Führer Aller Zeiten, Bezwinger des britischen Empires und der Weisen von Zion, Vater des Volkes, Häuptling aller Häuptlinge, Hüter der Heiligen Stätten von Mekka und Medina. Dieser Titel wird offiziellen Gebrauch bei den Vereinten Nationen finden. Lediglich die Staaten der arabischen Liga werden auf saudischen Druck hin protestieren.

  1. Aung San Suu Kyi

Wenn schon kein Schwarzer, dann vielleicht eine Frau? Als Friedensnobelpreisträgerin war Aung San Suu Kyi ein Liebling der westlichen Medienwelt – solange sie unter Hausarrest stand. 2011 von der Generaljunta Myanmars freigelassen (keine Sorge, die Generäle sind immer noch an der Macht, die brauchten nur eine neue Galionsfigur), ist Aung San Suu Kyi inzwischen Außenministerin und Vorsitzende der stärksten Partei.

Als solche schwieg sie demonstrativ zur Vertreibung der muslimischen Rohingya  aus der Rakhine-Provinz, die ihre sieben bis zehn Kinder pro Frau jetzt in Bangladesch zur Welt bringen können. Infolgedessen wurde ihr der Friedenspreis der Stadt Oxford aberkannt (wo Aung San Suu Kyi studierte und 2012 eine Ehrendoktorwürde erhielt). Zudem wurde ihr Porträt vom Eingang des St. Hugh‘s Colleges entfernt und die Studenten stimmten dafür, den nach ihr benannten Aufenthaltsraum umzutaufen.

Für enttäuschte Anglophile ist Aung San Suu Kyi damit Hitler des Jahres 2018. Allerdings nur in den Printmedien. In Radio und Fernsehen weiß keiner, wie man den Namen ausspricht.

Bildnachweise:
Assad – von: keizer keizer, flickr, CC BY-NC 2.0
Putin – von: Kremlin.ru, Wikipedia, CC-BY 4.0
Xi Jinping – Antilong, Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Trump – gemeinfrei
Höcke – von Alexander Dalbert, Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Mugabe – von: Kremlin.ru, Wikipedia, CC-BY 4.0
Kagame – gemeinfrei
Aung San Suu Kyi – von: Claude TRUONG-NGOC, Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Verwandte Themen

Interview mit Daniele Ganser: Auch Deutschland bet... Der 1972 geborene Schweizer Historiker sowie Energie- und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser zählt heute zu den medial bekanntesten kritischen Publiz...
Die Türken-Panzer-Empörung ist Heuchelei Rüstungsexporte werden oft rein moralisch betrachtet. Doch wer will, dass die Türkei keine deutschen Kanonen gegen Kurden einsetzen kann, der muss zue...
Asylrecht aus dem Grundgesetz streichen? Ich wundere mich wirklich, dass ein Grundgesetzartikel, der zu ca. 90 Prozent für illegale Wirtschaftseinwanderung missbraucht wird, nicht zur Disposi...

2 Kommentare zu “Wer wird der neue Hitler 2018?

  1. Klasse Liste 🙂 Aber einer fehlt: Kim Jong-un.

    Er ist immerhin schon der dritte seiner Familie, der sein Land seit dessen Gründung unbeirrbar auf die Abwehr des globalen Terrorismus in Gestalt der USA vorbereitet.

    Aber der „geht“ auch nicht, weil er jetzt Atomwaffen hat. Freut mich, daß der auch nicht „geht“ 🙂

  2. Tja, es ist schon typisch, dass die Mainstreammedien immer auf der Suche nach dem nächsten Hitler sind. Aber gestattet mir ein paar Worte zu Herrn Assad und Herrn Höcke.
    Zunächst einmal sind sie beide heldenhafte Kämpfer für den Erhalt ihres Landes und Volkes; deshalb habe ich mein neues Buch „Brielen“ auch Björn Höcke gewidmet: https://www.epubli.de/shop/buch/Brielen-Christian-Schwochert-9783745075380/70835#beschreibung
    Herr Assad ist trotz des Krieges in seinem Land geblieben und hat es nicht den Terroristen überlassen. Und jetzt ist er dabei, den Kampf zu gewinnen, wobei mir Sorgen macht, dass nun die Türkei offen mit Bodentruppen nach Syrien gegangen ist. Aber anscheinend ist das irgendwie mit Russland abgesprochen und Russland ist mit Assad verbunden; man wird sehen, was dabei herauskommt.
    Auf jeden Fall hat Assad sein Land und Volk nicht im Stich gelassen und ist geblieben, um für beides zu kämpfen. Manches wird ihm in den westlichen Mainstreammedien vorgeworfen, aber selbstsüchtig ist er nicht. Er hätte genauso gut nach Russland abhauen und dort den Rest seiner Tage friedlich verbringen können; aber stattdessen blieb er und tat seine Pflicht! Damit ist er weitaus mehr Mann, als die Millionen Asylinvasoren, die sich feige nach Deutschland verpisst haben, um hier fette Beute zu machen!
    Und damit kommen wir zu Herrn Höcke, welcher sich diesen Invasoren mit seiner Partei mutig entgegenstellt. Damit tut er das, was eigentlich Merkels Aufgabe wäre; er setzt sich für den Erhalt unseres Landes und Volkes ein und bekämpft den an uns Deutschen stattfindenen Völkermord durch Massenzuwanderung! Dafür verdient er Lob und Achtung, weshalb ich ihm ja auch das Buch gewidmet habe.
    Der Punkt ist jedenfalls, dass weder Assad noch Höcke als nächster Hitler taugen. Vielmehr sollte man (wenn man solch ein Spiel der Mainstreammedien mitspielen will) jemanden nehmen, der Völker ermordet! Und das trifft auf Assad und Höcke definitiv nicht zu; im Gegenteil, denn sie verteidigen ihre Völker.
    Wenn man aber schon einen nächsten Hitler ernennt, sollte er oder sie durch Völkermord auffallen; ob dieser nun durch Gewehre, Gaskammern oder die Migrationswaffe begangen wird, ist im Endergebnis völlig egal. Denn am Ende ist das Volk weg; der Unterschied ist lediglich die Methode und das es bei Gewehren und Gaskammern einen großen Aufschrei gibt, wohingegen die Migrationswaffe als „Bereicherung“ bejubelt wird!
    Ich denke, ich muss jetzt nicht aussprechen, wen ich für den nächsten Hitler nominieren würde. Denn wir alle wissen, wer die Migrationswaffe gegen sein eigenes Volk einsetzt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.