Gesichtet

Wissenswertes für alle Klima-Apokalyptiker

Vor einiger Zeit machten Raumfahrt-Biologen bei ihren Experimenten, Pflanzen in Atmosphären künstlicher Zusammensetzung zu entwickeln, eine bemerkenswerte Entdeckung: Am besten gediehen ihre Forschungsobjekte nicht etwa in gewöhnlicher Luft, wie wir sie hier auf der Erde atmen, sondern in einem Labor-erzeugten Gasgemisch.

Tomaten, Blumen und viele andere Gewächse wucherten geradezu, wenn der Sauerstoffanteil auf weniger als die Hälfte reduziert und gleichzeitig der Kohlendioxid-Gehalt, der normalerweise nur 0.03 % beträgt, stark erhöht wurde.

Wir lernen unseren Planeten kennen, wenn wir ihn verlassen

Zunächst einmal erscheint dieses Ergebnis deshalb bemerkenswert, weil es eine allgemein akzeptierte und ohne großes Überlegen für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil, ja Anmaßung entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seien für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Experiments reicht darüber weit hinaus. Es zeigt sich nämlich bei genauerer Betrachtung als ein Beispiel für die von vielen Zeitgenossen (oder besser: Zeitgeistern) noch immer nicht verstandene Tatsache, daß die Menschen heute erst ihren Planeten wirklich kennenlernen, wenn sie sich gezwungen sehen, ihn irgendwann verlassen zu müssen.

Erst die Beschäftigung mit der Welt, die jenseits der Erde liegt, gibt wenigstens einigen von uns die Möglichkeit, zu begreifen, was unsere Umwelt wirklich ausmacht. Pflanzen geben bei der Photosynthese Sauerstoff ab. Ohne Pflanzen wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa 300 Jahren verbraucht, und die Erde wäre dann für Mensch und Tier unbewohnbar. Doch die oben erwähnten Versuche erinnern uns an etwas sehr Bedeutsames: Das Umgekehrte gilt ebenso.

Sauerstoff als Abfall

Bevor die Pflanzen im Präkambrium, also vor etwa einer Milliarde Jahren erschienen, war die Erdatmosphäre fast frei von Sauerstoff. Als dann die Pflanzen begannen, ihn zu erzeugen, gab es noch keine Lebensformen, denen er hätte nützen können. Er war schlicht und einfach Abfall, der sich in der Atmosphäre mehr und mehr anreicherte, und zwar bis zu einem Grad, der für die Pflanzen gefährlich zu werden begann, weil sie in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff zu ersticken drohten.

Die genannten Versuche zeigen deutlich, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war. In dieser kritischen Situation strengte sich die Evolution gewaltig an. Sie ließ eine Gattung gänzlich neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel gerade so beschaffen war, daß sie Sauerstoff konsumierten.

Obwohl wir in unserer menschlichen Überheblichkeit daran gewöhnt sind, Pflanzen einseitig als die Lieferanten des von uns und den Tieren benötigten Sauerstoffes zu betrachten, verschafft uns die Weltraumforschung heute hiermit eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem vollkommen anderen Blickwinkel zeigt: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschte, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall bei der Photosynthese anfallenden Sauerstoffs.

Partnerschaft zwischen Flora und Fauna überschätzt?

Wenn man diese Betrachtungsweise erst einmal angenommen hat, glaubt man, auch noch einen anderen, seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen Flora und Fauna ist zweifellos nicht so groß, wie man vermuten könnte, weil es sie schon seit 1.000 Millionen Jahren gibt, denn viele Faktoren haben immer ihr Gleichgewicht bedroht.

Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso wichtig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 – von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren als Nahrungsbestandteile aufgenommen wurden, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser große Teil wurde dem Kreislauf also laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig und unwiederbringlich. Ein neues, bedrohliches Endszenario schien nur noch eine Frage der Zeit.

Doch wieder geschah etwas sehr Erstaunliches: In eben dem geologischen „Augenblick“, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken begann, erschien eine neue, weiterentwickelte Lebensform und entfaltete eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge – ganz beiläufig so scheint es – wieder ins Lot bringen. Homo faber bohrt tief in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff in den Kreislauf zurückzuholen, indem er ihn durch Verbrennung wieder verfügbar macht.

Klimawandel durch Menschen verursacht?

Ob das Ganze wirklich nur auf einer Wahrscheinlichkeit der ungeheuren Anzahl möglicher Ereignisse beruht? Oder ob doch ein Programm dahintersteckt? Wie auch immer: In jedem Fall demonstriert unser Beispiel, wie wenig wir noch wirklich von den wesentlichen Steuerungsabläufen unseres Heimatplaneten wissen, wobei die große Mehrheit der Menschen simple Erklärungen bevorzugt, selbst wenn sie falsch sind.

Wie beim Klimawandel, dessen von uns verursachten Anteil wir, in typischer Selbstüberschätzung, dramatisch verzerrt und grundsätzlich negativ darstellen. Wobei wichtige physikalische Zusammenhänge, wie z.B. daß CO2 kein „gut gemischtes Gas“ und schwerer als die Restluft ist, immer vergessen werden. Warum stellt sich eigentlich niemand die Frage, weshalb wir mit CO2 gefüllte Feuerlöscher benutzen?

Auch erscheint in kaum einem der dramatisch aufgemachten Abschreckungspamphlete mit entsprechend eindrucksvollen Graphiken die wichtige Linie der idealen Erddurchschnittstemperatur von 15° Celsius, um die, paläontologisch gesehen, seit Jahrtausenden die Temperaturen pendeln, und die heute noch gar nicht wieder erreicht ist. Vielmehr zeigt der aktuelle Wert von 14,7° C, daß die Erde in den letzten 150 Jahren lediglich die niedrigen Temperaturen der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (vom 15. bis 19. Jh.) aufholt. Täuschung durch Weglassen? Auf all die anderen unwissenschaftlichen Begriffe wie dem der „Wärmerückstrahlung“ soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.

Wir sehen: Aus dem Zusammenhang und zugehörigen Zeitrahmen gerückte, natürliche Abläufe und unvollständige Informationen ergeben immer ein falsches Bild. Lassen wir uns also nicht durch Panik irre und durch unvollständige oder Fehlinformationen manipulierbar machen. Zu wessen Gunsten auch immer: Im Zweifel geht es ganz sicher um unser Geld.

(Bild: Pixabay)

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13 Kommentare zu “Wissenswertes für alle Klima-Apokalyptiker

  1. Das wusste schon Hoimar von Dithfurt. In ›Zusammenhänge‹ M+N

  2. Dr. Robin Schürmann

    >>WG
    13. April 2018
    Das wusste schon Hoimar von Dithfurt. In ‚Zusammenhänge‘ M+N<>Homo faber bohrt tief in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff in den Kreislauf zurückzuholen, indem er ihn durch Verbrennung wieder verfügbar macht.
    Ob das Ganze wirklich nur auf einer Wahrscheinlichkeit der ungeheuren Anzahl möglicher Ereignisse beruht? Oder ob doch ein Programm dahintersteckt?<<

    Was für ein "Programm" sollte denn das wohl sein? Gottes unergründlicher Ratschluss? 😉

  3. Dr. Robin Schürmann

    »WG
    13. April 2018
    Das wusste schon Hoimar von Dithfurt. In ‚Zusammenhänge‘ M+N«

    Stimmt, ich erinnere mich an sein populärwissenschaftliches Werk »Im Anfang war der Wasserstoff«, das ich 1972 las. Darin beschrieb er die historisch erste globale Umweltkatastrophe, ausgelöst durch die Vergiftung der Atmosphäre mit Sauerstoff durch die Stoffwechselaktivität der Pflanzen, die beinahe alles Leben auf Erden wieder ausgerottet hätte.

    Übrigens gefällt mir der obige Artikel recht gut. Nur einmal vergaloppiert sich der Autor:

    »Homo faber bohrt tief in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff in den Kreislauf zurückzuholen, indem er ihn durch Verbrennung wieder verfügbar macht.
    Ob das Ganze wirklich nur auf einer Wahrscheinlichkeit der ungeheuren Anzahl möglicher Ereignisse beruht? Oder ob doch ein Programm dahintersteckt?«

    Was für ein »Programm« sollte denn das wohl sein? Gottes unergründlicher Ratschluss? 😉

  4. Klaus-P. Kurz

    HvD war einer der letzten Universalgelehrten, würdig bester Humboldt’scher Traditionen. Ich verehrte ihn sehr und habe in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts einige Male mit ihm korrespondiert. Ich würde mich freuen, wenn einige meiner Gedanken auch Eingang in seine Reflexionen gefunden hätten.
    Zu dem »vergaloppierten Programm«: Damit ist selbstverständlich nicht »Gottes unergründlicher Ratschluß« gemeint (obwohl ich empfehle, diesen Begriff nicht allzu weit in die Ecke zu stellen), sondern die Erkenntnis Heisenbergs von der Unschärfebeziehung und Zeilingers Quantenteleportation.

  5. Einherjer

    Man weis ja gar nicht mehr wo man heutzutage zuerst intervenieren soll, da wirklich alles auf Sand gebaut scheint. Ist’s doch auch für jeden Kleingeist „wissenschaftlich“ felsenfest abgesichert durch ein staatliches Peer Review Zensurat… Wo Traumdeuterei, -wie vom Seeligen Hawking-, den Anfang und das Ende der Fahnenstange behandeln will, so das jeder gutgläubige Müller oder Wagner alles für bare Münze nehmen was das staatlich geprüfte Infokombinat allenthalben auswirft.

    Ganz im Gegensätzlichen Bezug gesehen ist vielleicht die folgende Schrift interessant, wenn nicht schon bekannt.:
    http://www.paf.li/c14crash.pdf

    Damit löst sich letztlich nicht nur der offizielle Aberglaube einer linear-determinierten Vergangenheitserklärung jenseits von ›Gut und Böse‹ und angeblicher 2000 Jahre, in sprichwörtliche Luft auf.
    Sondern ein sich ändernder Strahlungseintrag der Erde, resp. veränderliche emittierung von (-und nur interstellar bedacht-) Sonne, Jupiter und wohl auch Saturn in der jüngsten ›Vergangenheit‹, ließen nicht nur Papst Urban II. in Clermont Ferrand angesichts eines erglühenden Bethlehem-Sterns Beteigeuze und Krebsnebels wieder zum hysterischen Halali blasen. „Gott will es“. Extreme Methan Ausgasungen brachten die Venus in Wallung, wie eine mittelalterliche Hexe auf dem Scheiterhaufen zum glühen, während Merkur um die sengende Sonne wie ein irrender Hermesbote torkelte und die Erde befeuernd bebte…. Menschengemacht war und ist hier nichts.
    Zelebrierte der bikameral psychotische Mob das kataklystische Geschehen am Firmament und auf der Erde also unverstanden bis in die Gegenwart nach? Krieg und Frieden ein okkultes Theaterschauspiel von Troja? Ein Tanz irdischer Heiden und Helden für wankende Götter und Apostel?
    Ablasbriefe wie CO2 Zertifikate ein Akt purer Ahnungslosigkeit?
    Oder eher einträglich ökonomischer Wucher beim Spiel mit der Angst?
    Kann man das Licht der Sonne regulieren…., gar den ganzen Rest des Weltstalls?
    Ists am End behaupteter Größenwahn künstlich intelligenter ›Kyberneten‹ oder einfach nur gläubige Dämlichkeit?
    So wurden mit dem Marschbefehl von Papst Urban nicht nur die letzten Reste der ›Antike‹ zertrampelt, sondern gleichzeitig die „Wiedergeburt“ der monokultischen Dogmatie, -besser Idiotie-, mit der „Renaissance“ eingeleitet.
    Alle wissenschaftlichen Seifenblasen der Milliarden-Jahre-Jongleure platzen darüber hinaus, bei intensiven Betrachten ›gelehrter Wahrscheinlichkeiten‹, ebenso banal wie ein „Urknall“ in der Hirnzelle.
    Ist ergo nicht nur die regulierungssüchtige Politik Opfer des emporgeputschten pippinidisch bikameralen Pöbels, sondern auch die alles berechnen wollende Physik…?
    Sind wir; als heutige Nachkommen des planwirtschaflichen Pöbels, also selbst Teil des Problem…? Kraft Verdrängung nicht mal wirkliche Konservative imstande die jüngst irdisch durchlebte ›Kurze Geschichte der Zeit‹, -seit „Fixierung“ mittels Gregorianischen Kalenders-, rational zu reflektieren?

  6. Klaus-P. Kurz

    @ Einherher:

    »…Ist ergo nicht nur die regulierungssüchtige Politik Opfer des emporgeputschten … Poebels, sondern auch die alles berechnen wollende Physik…?«

    Koennten Sie diesen Satz bitte erklären? Ich verstehe ihn deshalb nicht, weil ich nicht einzusehen vermag wie die wichtigste Naturwissenschaft ein Opfer des Poebels sein koennte. Bei der Politik gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht.

  7. Einherjer

    @Klaus-P. Kurz

    -diese Behauptung nimmt tieferen Bezug auf die Forschungen von Julian Jaynes über die bikamerale Psyche.
    https://gedankenfrei.files.wordpress.com/2009/02/julian_jaynes_zdsgfzuweqwer.pdf

    Ich versuche es ganz kurz zu beschreiben.:
    Im Gegensatz zu Jaynes, -der glaubte die bikamerale Psyche sei mit dem Fall der Antike überwunden-, scheint dies nur vereinzelt zuzutreffen.
    Jedoch was die irrationale Psyche der Masse angeht herrscht nach wie vor der ›Bicameral Mind‹ vor.
    Heute, wie auch schon zu Luthers Epoche herrscht in Wahrheit die Masse. Die Eliten rekrutierten sich seit den Kreuzzügen verstärkt aus diesen emporgeputschten bikameralen Massen, welche sich schlicht als Christentum entlarven. Desgleichen geschah im orientalischen Raum und brachte den sich davon abspaltenden Islam hervor.
    In Anbetracht der Chronologiekritik (z.B. Gunnar Heinsohn…) liegt die Spätantike, resp. das Spätrömische Reich direkt vor den Kreuzzügen !
    Wenn wir nun die Glaubenskriege seither betrachten, -und nichts anderes war letztlich auch der 1. u. 2. WK -> denken wir an die Gründung von Israel-, dann handelt die Masse, -resp. Ihre Eliten-, nach dem ›Jerusalem-Syndrom‹.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem-Syndrom

    Die Ursachen all dieser Irrungen scheint mit der Schumann-Resonanz zusammenzuhängen, welche sich auf die individuelle Psyche unterschiedlich auswirkt, jedoch in der Masse gewalttätige Manie, ->Hysterie erzeugen kann ->Maoisten, ->Stalinisten, ->Faschisten usw….
    (>Denn sie wissen nicht was sie tun…)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schumann-Resonanz
    Diese Schuman-Resonanz wiederum steht in Wechselwirkung mit dem kosmischen Umfeld, resp. der Sonne oder Jupiter….
    Bezugnehmend hierbei auf ein ausschließlich elektrisch wechselwirkendes Plasmaversum.
    http://www.viaveto.de/plasmaversum.html

    Um es abzukürzen.:
    Diese unbeherrschbaren Ursachen begründen z.B. die manische Anbetung des Echn-aton, Helios, Helena…. Heilige Anna, sowie Amun, Zeus, Voltumna…. Jehova. Insbesondere durch die manische Fixierung des in extremer Librationsbewegung befindlichen Mondkreises am Keltenkreuz, dessen Vertreter letztlich ein Pharao, Ptah, Phersu, Paris, Aeneas…. Papst darstellt.
    Aufgrund des stetigen Führungsbedürfnisses göttlicher Hierarchie formten sich Sekten und Parteien…. wie auch das Amt des Präsidenten….., der zudem auf eine Bibel schwört.
    Der vorherrschende dual religiöse Massengeist der bikameralen Psyche lässt letztlich auch nur ein bikamerales Zweikammerparlament, resp. duales Geldsystem zu, welches dato als »höchste« Regierungs- & Regulierungsform der Hominiden mehr schlecht als recht Anwendung findet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zweikammersystem

    Ein absolutes Metathema der gesamten Menschheit schlummert hierin, welches bislang verdrängt wird…, eben aufgrund einer mehrheitlich im bikameralen Geisteszustand verharrenden globalen Masse. Auch wir gehören dazu, da wir schlicht Zwangsteilnehmer dieser Spenglerchen Sinusfunktion sind.

  8. Klaus-P. Kurz

    @ Einherjer:

    Vielen Dank für die links. Derjenige, der mich zu Julian Jaynes führte (bisher waren er und seine Forschungen mir nicht bekannt) ist es allemal wert, weiterverfolgt zu werden, zumal mich die Rolle des Bewußtseins besonders vom physikalischen Ansatz her interessiert.
    Allerdings erscheint mir Ihre Herleitung fraglich, wie der Poebel (oder »die Masse«) die Physik sich zum Opfer machen koennte, da er doch weitestgehend voellig uninteressiert an ihren Überlegungen und Erkenntnissen ist, und sie somit einfach ignoriert.
    Die Schumann-Resonanz als Ursache für solcherlei und anderes Verhalten ( »Irrungen«, wie Sie sagen) zu bezeichnen, ist jedoch zweifellos unhaltbar. Die Schumann-Resonanz beschreibt stehende elektromagnetische Schwingungen oder Wellen. die nichts besonderes sind. Sie haben natürlich eine Frequenz, also die Geschwindigkeit, mit der sie auf und ab schwingen und eine Wellenlänge, und je hoeher die Frequenz, desto kürzer ist die Wellenlänge. Der Raum zwischen Ionosphäre (wo die Sonnenstrahlung die Luftmoleküle leitfähig macht) und Erdboden wirkt nun wie ein Wellenleiter. Wenn dann eine Welle mit der richtigen Wellenlänge nach einem Umlauf um die Erde wieder genau auf ihren Ausgangspunkt trifft, kann sie sich selbst verstärken und eine stehende Welle bilden. Schumann hatte berechnet, welche Frequenz eine solche Welle besitzen muß, damit es zur Resonanz kommen kann. Die Erde und ihre Ionosphäre sind aber kein unveränderliches System, denn der Planet hat keine exakte Kugelform, und je nachdem, wo man ihn umkreist, ist der Weg unterschiedlich lang. Der Sonneneinstrahlungszyklus und damit die Dicke der Ionosphäre ändern sich ständig. Das alles -und noch mehr- hat Einfluß auf die Frequenz, bei der es zur Schumann-Resonanz kommt. Damit hat man also immer veränderliche Hertz-Zahlen, nie permanente. Von daher kann also niemals »die Schumann-Resonanz« Einfluß auf die menschliche Psyche nehmen.
    Sorry!

  9. Einherjer

    @Klaus-P. Kurz,

    Ihr Aussage:
    »Die Erde und ihre Ionosphäre sind aber kein unveränderliches System,…

    Absolut.
    Doch die Erde ist ebenso kein abgeschlossenes System und eklatant Bedingungen durchlaufener Lokalität in der Galaxie unterworfen. Will heißen, dort wo sich gerade die Sonne befindet wirkt auch ihr Halo entsprechend veränderlich auf die sie umkreisenden, resp. folgenden Planeten und Trabanten. Das beeinflusst neben mannigfaltigen Faktoren den Titius-Bode Abstand, Rotationseffekt, die Expansionsrate planetarer Objekte(! ->Christoph Ott Hilgenberg), Magnetfelder und wirkt eben auch auf die Reflektionen der Schumann Resonanz, bis hin zu abrupten Mutationen ( z.B. Langschädelphänomen bei Hominiden, Ausschlag, Psychosen(!) etc….). Die Schumann Resonanz ist interne Wirkung einer externen Ursache. Genauso wie die Strahlungsleistung der Sonne (Beta-Zerfall) diesen Wirkungen unterworfen ist.
    Dato befinden wir uns noch in der ›Lokalen Flocke‹, die wiederum in der ›Lokalen Blase‹ sitzt. Somit rast das Sonnensystem quasi im Auges eines kosmischen Tornados, den wir angeblich(!) in 10 – 20.000 Jahren verlassen werden. Wanken dann also die Götter wieder…., wie zu Cäsars Zeiten?! Verändert sich dann abrupt auch wieder die Schumann Resonanz….?!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lokale_Flocke

    Ihre weiter Aussage:
    »Allerdings erscheint mir Ihre Herleitung fraglich, wie der Poebel (oder „die Masse“) die Physik sich zum Opfer machen koennte, da er doch weitestgehend voellig uninteressiert an ihren Überlegungen und Erkenntnissen ist, und sie somit einfach ignoriert.«

    Mehr als beobachten kann man nicht, da die breite Masse, -in demokratischer = dogmatischer Überzahl-, ignorant bleiben will.
    Korrekt.
    Darum erledigt sich auch jegliche eingreifende Hysterie. Doch Bemerkungen darf man ja wohl noch absetzen?

    Die Wirklichkeit ist heute ein wissenschaftliches Wunschkonzert mit »Festen Konstanten« in einem real Unendlichen Horizont! Allein dieser offiziell propagierte schizophrene Widerspruch trägt die hohe Beweislast bikameraler Psyche schon in sich.
    Denn wenn eine Sachlage, -physikalisch wie auch psychisch-, sich als unüberblickbar darstellt kann es keine Konstanten geben. Das trifft für die ominöse Begrenzung der Lichtgeschwindigkeit ›c²‹ genauso zu wie für eine »Massendefinition« ›m=E‹. Was ist ›E‹? »Dunkle Energie«? Was ist m,? »Dunkle Materie«? Von wo wirkt »Gravitation«? Von der Sonne? Vom Bulge? Vom »Schwarzen Loch«? Fiel Newton der Apfel aus einem »Schwarzen Loch« auf die Birne? Obwohl nix raus kann und alles rein Fällt umkreisen es alle fröhlich dank »Krümmung der Raumzeit«…. Woraus und wodurch generiert sich Frequenz? Egal ob Welle oder Teilchen…..; daß zunehmend sengende Licht von Aton wollten schon die Pharaonen in Dendera okkult bremsen damit der Mond ruhig bleibt wenn er über das Wasser nach Westen geht…..
    Den Träger hat man abgeschafft und postum dafür die »Raum-gekrümmte Zeit« kreiert…. Wir haben es hier mit Okkultismus übelster Sorte zu tun. Das wäre alles nicht so schlimm wenn es eben nicht so schlimme Zustände wie z.B. in Hiroshima hervorrufen würde.

    Der Wahnsinn der Verdrängung hat Methode, wohl weil’s keiner begreifen kann und will. Hierbei zerlegt sich elegant alle »Rotverschiebende« Entfernung, wie eben auch die abstrahierte rein irdische Frequenzemittierung zwischen Ionos- und Exosphäre. Doch die Wirkungen auf die Psyche der Menge, wie des Planeten (»Masse«) selbst, ist den unberechenbaren Bedingungen und Eintragungen aus dem All auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
    Ein Problem für Vertreter der theoretischen Physik seit 150 Jahren…. und ein großes Wunder also, daß Hannes Alfven doch für seine Forschungen zur elektrischen Magnetohydrodynamik den Nobelpreis bekam.
    Entweder war das gewollt um den autistischen Schafstall aufzuwecken oder es war wieder mal ein Patzer im bikameralen Schlafstall…. Wir werden sehen…. 😉

    Hierzu ist vielleicht folgender Artikel zum bikameralen Wissenschaftskombinat ganz interessant.:
    https://frieda-online.de/march-for-science-mogelpackung/

  10. Robert Wagner

    Was will uns der Autor jetzt eigentlich konkret sagen? Dass der massive Kohlendioxidausstoß der letzten 100 bis 150 Jahre etwas Gutes sei, weil der Mensch auf diesem Weg das Kohlendioxid wieder freisetzt, das der Ökosphäre der Erde vor über 300 Millionen(!) Jahren entzogen wurde? Dass der Mensch mit der massiven Beschleunigung des Klimawandels der Biosphäre der Erde also einen Gefallen tut? Und von welchem »systematischen Fehler«, der zu einem »bedrohlichen Endszenario« führen würde, setzte der Mensch dieses seit sehr, sehr langer Zeit im Boden gebundene Kohlendioxid nicht frei, ist hier eigentlich die Rede? Behauptet der Autor ernsthaft, es gäbe sonst zu wenig CO2, und die armen Pflanzen würden alle aussterben?

    Ganz offensichtlich ist das Gegenteil der Fall, denn der Mensch setzt nicht nur zu viel CO2 frei, sondern sorgt mit großflächigen, von purer Profitgier getriebenen Abholzungen von riesigen Urwäldern dafür, dass die »grüne Lunge« unseres Planeten beständig schrumpft; dadurch steht der zunehmenden Kohlendioxid-Belastung eine abnehmende Sauerstoff-Produktion gegenüber. Erst durch solche und ähnliche massive Eingriffe in globale Ökosysteme – als weitere Beispiele fallen mir spontan die extreme Verschmutzung der Meere v. a. durch (Mikro)Plastikmüll oder der exponentielle, in manchen Gegenden schon zu existenzieller Wasserknappheit führende Süßwasserverbrauch ein – entstehen »bedrohliche Endszenarien«; nicht dadurch, dass große Mengen an Kohlenstoff seit Hunderten von Millionen von Jahren der globalen Ökosphäre entzogen waren, worauf sich die Evolution natürlich schon längst eingestellt hatte.

    Wie hier die Kausalitäten völlig verdreht werden und der Mensch fast wie eine Art Erlöser in einer »evolutionären Heilsgeschichte« dargestellt wird, ist schon recht seltsam… Um die Menschheit aus ideologischen Motiven von ihrer Verantwortung für diverse Umweltschäden loszusprechen, sind sich manche Leute anscheinend auch für die gewagtesten Verdrehungen von Logik und Kausalität nicht zu schade.

    PS: Eine Anmerkung, die ich noch machen will und die schon die Prämisse des Artikels als Irrtum entblößt: Niemand behauptet, dass die Bedingungen auf der Erde für alle Lebensformen hundertprozentig perfekt sind. Das würde ja bedeuten, dass es gar keinen evolutionären Wandel mehr gäbe, da dieser ja darauf beruht, dass die Bedingungen für eine Spezies eben nicht ideal sind und sie sich entweder anpassen oder aussterben muss. Dass Pflanzen unter Laborbedingungen – das ist übrigens etwas völlig anderes als unter natürlichen Bedingungen in einem Ökosystem – bei einer größeren CO2-Sättigung besser wachsen, ist wenig überraschend und in keinster Weise ein Beleg dafür, dass es in der irdischen Atmosphäre zu wenig Kohlendioxid gäbe – nach dieser Logik, wäre allein die Tatsache, dass Insekten im Paläozoikum, also vor etwa 300-400 Millionen Jahren, als sie wegen der für sie idealeren Bedingungen (höhere Sauerstoffsättigung) 2 Meter groß werden konnten und zeitwillig die dominanten Lebensformen an Land waren, ein Beleg dafür, dass wir heute zu wenig Sauerstoff in der Atmosphäre haben.

    Diese ganzen Ausführungen sind doch arg kurz gedacht.

  11. Mehr CO2 in der Luft lässt Pflanzen größer wachsen. Sie enthalten dann mehr Zucker, aber gleichzeitig WENIGER Spurenelemente wie Zink oder Eisen. Das führt in Summe zu einem dicken aber ungesunden Organismus, der anfälliger ist für Krankheiten. Letztendlich werden durch das CO2 in der Atmosphäre komplette Nahrungsketten MANGELERNÄHRT.

    http://www.politico.com/agenda/story/2017/09/13/food-nutrients-carbon-dioxide-000511

  12. Einherjer

    Der Herr Wagner wieder….
    Sie als Vorzeigesalonroter dramatisieren hier vom profitorientierten Waldschlag, doch ihre ideologisierten Genossen bringen es im Parlamentpanoptikum nicht zuwege die Geld-ökonomische Ursache dessen zu benennen.
    Zum einen; da sie selbst am Salärbeutel der Verantwortlichen Monopoli-spezialisten baumeln, -wie zum anderen; da ihresgleichen am Tropf der Unwissenheit hängt, -vor allem was chronologische Tatsächlichkeiten von Nah und Fern anbelangt.
    Permanent wird von ihren ungeistigen rotbraun brüderlichen Bolschewiken der CO2 Ablass medial belärmt, -welcher nur geringfügiger Teil eines ganz und gar nicht menschenverursachten, permanenten Klimawandels ausmacht.
    Ganz im Gegensatz zur unbeeinflusbaren und damit unberechenbaren(!) Methan Ausgasung aus der heißen Biossphäre unter der Erdkruste.
    Man lese u.a. Schriften des Astrophysikers Thomas Gold und fange an lateral verbindend zu denken…., ->was stratigraphische Befunde seit Georges Cuvier klammheimlich unbeachtet verlautbaren.
    Es gast dermaßen aus, daß fast ein jeder heute seine überteuert häßliche Bauhausbude beheizen kann und die pösen pösen Russen sich genau deshalb als der ärgste Kongruent des vermaledeiten Petrodollar gerieren.
    Das wird in dieser Hinsicht nur nicht kommuniziert, da es zum einen schröcklich unbeeinflussbar ist, wie zum anderen die Profitgier ihrer Vorgesetzten offenbaren würde….; Herr Wagner.
    Dreht doch dann auch noch am End der „Heilige Vater“ nach Lust und Laune am Gasknopf des irdischen Druckbehälters…., dehn…, spreiz…, bums…. Ein blasphemischies Politikum ersten Grades, bei dem der Vertreter in Rom quasi auf einem Heißen Stuhl, anstatt einem Heiligen Stuhl platziert wäre. ->Abfahrt mit Karacho.
    Diese Binsenweisheiten können sie; Herr Wagner; auch nicht zum Besten geben, da es ihnen noch keiner in den unbefüllten Kopf hat laufen lassen. Deshalb sei ihnen diese geistige Befangenheit gerade nochmal verziehen. Denn Sie und ihresgleichen haben noch nie versucht auf eigenen Beinen zu gehen.
    Es ist auch darüber hinaus gänzlich hoffnungslos mit dem vermutet blütenhaften Wissenswandel nach Dieter Broers, eben aufgrund des mit völligen Unfug druckbetankten Kollektivhirns ihrer angebeteten „demokratischen“ Majorität. Dieses War schon Goethe bekannt und heute pfeiffen es die Spatzen von den Dächern.
    Die Dummheit ist lancierte Legion aller linksbraunen Monopolibarone und deren nachstürzende Zeloten basteln sich die Weltzeitalter bunt zusammen wie es ihnen gefällt, -mal eben 4,5 Milliarden oder mal eben 6000 Jahre Homunkulus-spuk. Diese Fakebookweißheiten sind eingebettet in ein Kaabaähnliches „Raumzeitgefüge“, verhangen mit dem schwarzen Schleier aus „Dunkler Materie“. DAS ist Ihre Welt Herr Wagner.

  13. …mag sein. Gut für die Pflanzen. Können sich ja dann in der CO-2 Welt so ganz ohne O2-atmende Menschen richtig gut verbreiten!

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