Rezension

Bekenntnisse von Christen in der AfD

„Ja, die AfD vertritt christliche Positionen und ja, Christen können AfD wählen, auch wenn viele Kirchenvertreter ständig und mit wachsender Vehemenz das Gegenteil behaupten“, betont Joachim Kuhs im Vorwort des Buches „Bekenntnisse von Christen in der Alternative für Deutschland“.

In insgesamt 16 Beiträgen schreiben Christen, die in der AfD aktiv sind und dort verschiedene Ämter und Funktionen innehaben, von ihrem Werdegang und ihren Erfahrungen und wie das politische Engagement mit dem Leben christlichen Glaubens zusammenpaßt. Die Gründe sind nicht an den Haaren herbeigezogen, wie es die Mainstreampresse sicherlich gerne hätte und auch immer wieder darstellt. Sondern es handelt sich um handfeste Ideen, Gedanken und Fundamente für das Handeln der in diesem Werk versammelten Autoren.

Dieses Buch ist eines der ersten, das Irrtümer und Falschbeschuldigungen, die der AfD und ihren Mitgliedern und Funktionären immer wieder angedichtet werden, beseitigen kann. Kuhs macht im Vorwort deutlich, daß die ChrAfD gemäß 1. Petrus 3, 15 bereit sind „zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft fordert … über die Hoffnung, die in uns ist“.

Die eigene Tradition umfaßt 2.000 Jahre Kulturgeschichte

Schon als die AfD noch in der Gründungsphase war, schlossen sich Christen zusammen und stellten die Grundlagen christlichen Glaubens zusammen. Es ist unumstritten, daß die abendländische Kultur christlich geprägt ist. Man kann 2.000 Jahre Kulturgeschichte nicht einfach vom Tisch wischen. Genau das aber wird von den Altparteien und den dahinterstehenden geistigen Strömungen versucht. Mittlerweile wird sich in den oberen Etagen der Macht noch nicht mal mehr großartig Mühe gegeben, dieses Bestreben zu vertuschen.

Der Blick auf die Kulturgeschichte Europas und speziell Deutschlands macht gewahr, daß genau solche Gedanken, wie sie die ChrAfD vertreten, heute sehr wichtig sind. Nachdem außerpolitisch in den letzten Jahren schon einiges in Bewegung geraten ist, ist es Zeit geworden, dem Denken und seiner Grundlagen eine politische Stimme zu geben.

So schreibt Olaf Kappelt: „Ein Europa ohne Christentum war für mich undenkbar, bis Merkel kam und selbtmörderisch erklärte, der Islam gehöre zu Deutschland.“ Maximilian Meurer zitiert in seinem Beitrag Papst Benedikt XVI.: „Wenn Europa seine ursprünglichen christlichen Werte nicht wiederentdeckt und zum Zug kommen läßt, dann ist es nicht lebensfähig.“ Die Zitate machen deutlich, daß es sich bei den AfDlern nicht um Feinde Europas handelt. Im Gegenteil: Sie machen auch deutlich, daß es Europa wohl guttun würde, wenn die EU mit ihrem alles zerstörenden Gleichheitswahn, ob in Bezug auf Geschlechtlichkeit, die Verschiedenheit der Völker und Kulturen oder, wie in den Zitaten anklingt, in Bezug auf die Religionen, sich aus nationalen Verantwortungen heraushielte.

Beatrix von Storch über Nächstenliebe

Joachim Kuhs begründet die Notwendigkeit politischer Arbeit auch von Christen und belegt dies mit Bibelstellen. Beatrix von Storch geht in ihrem Grußwort auf das Gebot der Nächstenliebe ein. Als Beispiel dient das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Die Bundestagsabgeordnete macht deutlich, daß genau das Nächstenliebe ist: Der Samariter hilft vor Ort, dort, wo der Geschlagene Hilfe braucht. Er bringt ihn unter und zahlt die Rechnung. Was der Samariter nicht tut: Er nimmt den Verletzten nicht zu sich nach Hause. Und er holt auch nicht dessen Familie nach.

Am 10. Oktober 2015 fand in Darmstadt die Gründungsversammlung der „Bundesvereinigung Christen in der AfD – ChrAfD“ statt. In der Präambel zur Grundsatzerklärung heißt es: „Wir anerkennen die ganze Heilige Schrift als das maßgebende Wort Gottes, welches unser gemeinsames Fundament der politischen Arbeit ist.“ In der Grundsatzerklärung der ChrAfD werden die Themenbereiche der politischen Arbeit festgelegt. Es geht um Kultur und Staatswesen, um Lebensschutz – und zwar am Anfang und am Ende des Lebens –, um Ehe und Familie, um Religionsunterricht und um eine gesunde Islamkritik.

Kuhs, Joachim (Herausgeber): Bekenntnisse von Christen in der Alternative für Deutschland. Mit einem Grußwort von Beatrix von Storch. Juli 2018. 104 S., Oxalis Verlag, 9,90 Euro. Bestellung möglich über Arnshaugk.

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14 Kommentare zu “Bekenntnisse von Christen in der AfD

  1. Gerold Althaus

    Ich glaube die auseinandersetzung mit dem Christentum sehr wichtig ist um diese falsche Moral der links-gruener zu entlarven. Die Kulturkrieg ist ein Krieg zwischen zwei christische Bewegungen.

  2. Robert Wagner

    Beatrix von Storch, die schon den Einsatz von Waffengewalt an der Grenze gefordert hat, redet vom Gebot christlicher Nächstenliebe und rechtfertigt Abschiebungen in Kriegsgebiete mit dem Gleichnis des Samariters aus dem Neuen Testament. Wahrlich, der größte Treppenwitz der Geschichte.

  3. Carlos Wefers Verástegui

    Die christliche Nächstenliebe ist kein liberaler Sentimentalismus und erst recht kein Humanitarismus. Aus christlicher Nächstenliebe darf man seinen Nächsten verletzen, gegebenenfalls physisch. Auch jemanden zu Tode bringen kann aus christlicher Nächstenliebe geschehen.

    Die Leute unterscheiden nicht zwischen dem Humanitarismus, bzw. dem Zeugs, was die Liberalen salbadern, und echten Christentum und echter (Nächsten-)Liebe. Ganz klar hat den Unterschied Max Scheler herausgestellt, vgl. Das Ressentiment im Aufbau der Moralen.

    Das meiste heutige Christentum ist liberal verfälscht, die Werttafeln wurden umgedreht, und was ursprünglich aus GOTTESLIEBE MOTIVIERTE ECHTE LIEBE war, ist nunmehr direkt »humanitaristische« Pseudoliebe des Anderen, einfach nur, weil er der »Andere« ist, und nicht, weil er unser Nächster ist, den wir nur lieben, genau wie wir uns selbst lieben, weil Gott uns (beide) liebt.

  4. Robert Wagner

    Aha, dann entspricht es also dem Gebot christlicher Nächstenliebe, gut integrierte junge Afghanen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, keine Angehörigen in der alten Heimat mehr haben und dort also völlig verloren sind, rücksichtslos in das immer noch unverändert zerrüttete und lebensgefährliche Afghanistan abzuschieben (wie es die der AfD nacheifernde CSU in Bayern tut)? Ein solcher Mensch, der sich in einer verzweifelten Situation befindet und sogar um sein Leben fürchten muss, ist nicht »der Andere«, sondern mein Nächster, der genauso christliche Barmherzigkeit verdient wie jeder andere auch. (Mal ganz abgesehen vom politischen und volkswirtschaftlichen Irrsinn, den es bedeutet, einen gerade fertig ausgebildeten jungen Menschen, der sich hier eine Existenz aufbauen will, abzuschieben.)

    Schon erstaunlich, was für eine Argumentationsakrobatik manche hinlegen, um rassistisch motivierte Ausgrenzung anderer Menschen mit ihrem christlichen Glauben in Einklang zu bringen. Nicht dass das etwas Neues wäre: Man hat früher ja sogar Sklaverei und Rassentrennung mit der Bibel legitimiert.

  5. Carlos Wefers Verástegui

    Zunächst einmal: die Nächstenliebe umfasst potentiell ALLE Menschen. Tatsächlich aber sind es Stufen und konzentrische Kreise von Liebesgemeinschaften, die bei einem selbst anfangen, den unmittelbaren Nächsten – Eltern Brüder, Gatten, nähere, dann die weiteren Verwandten, Freunde, Nachbarn, Landsleute – sofort mit befassen, vor allem, wenn dieser Nächste Christ ist und der katholischen Kirche angehört. Christliche Barmherzigkeit also verdient potentiell jeder, selbst Muslime und Robert Wagner, auch im weiter oben von mir dargelegten Sinn.

    Wer mit der christlichen Nächstenliebe und Barmherizgkeit argumentiert, sollte es sich verbitten, auf den Fuss politisch und volkswirtschaftlich zu argumentieren, wie das schon längst die Liberalen und Humanitären machen. Das ist ekelhaft, auf den wirtschaftlichen Wert eines Menschen hinzuweisen, um seiner Notsituation noch ein »vernünftiges« Argument hinzuzufügen.

    Rassismus ist Sünde, man kann aber trotzdem Sünder, sogar Rassist sein, und die christliche Nächstenliebe ausüben, der eigenen Sünde und dem Rassismus zum trotz. Es gibt da nichts »in Einklang« zu bringen, das sind unvereinbare Dinge, die sich in ein und derselben Person vorfinden lassen. Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind keine Theorie, sondern bezeichnen ein »Handeln aus dem Herzen heraus«, dem noch die Besonnenheit hinzuzufügen ist. (Soll ja auch Leute geben, die ganz irrsinnig »aus dem Herzen heraus handeln«.)

    Mit den »Menschenrechten« hat man auch viele Eroberungskriege, in der jüngsten Zeit besonders WIRTSCHAFTLICHE Eroberungskriege, sowie die Unterdrückung ganzer Völker legitimiert. Kommen Sie mir also nicht mit »man hat früher mit der Bibel« usw. Heute dienen die Menschenrechte dazu, angestammtes Recht sowie die Bürgerrechte auszuschalten. Überhaupt sind Menschenrechte und Demokratie das Ergebnis von Häresien, wie einer der Verfasser der »Charta« der Vereinten Nationen, Jacques Maritain, selbst zugegeben hat.

    Den Fall des Afghanen kenne ich nicht, brauche deshalb nicht auf ihn einzugehen. Wenn die Öffnung der Grenzen meine direktesten Nächsten, meine Familie, meine Brüder und Schwestern im Glauben, meine Freunde und Nachbarn sowie meine Landsleute gefährdet, so gebietet es gerade die echt christliche Nächstenliebe, die Grenze eben nicht für jedermann zu öffnen. Vorrangig wäre gewesen, Christen in Lebensgefahr zu retten, dann diejenigen Nichtchristen, die wirklich in Gefahr sind, nur nicht über das erträgliche und vernünftige Mass hinaus. (Besonnenheit!) Robert Spaemann hat dazu einen ganz hervorragenden Artikel geschrieben. Aber, was will ich einem Liberalen von der Nächstenliebe erzählen! Der kennt nur die Version »ohne Gott«, die nur den »Menschen« im Auge hat, und auch das nur aus ganz platten Gründen, die mit der ekelhaften wirtschaftlichen Vernunftargumentation zu »verbessern« trachtet.

    Wenn eine christliche irakische Familie in Gefahr ist, Opfer von Folter, Vergewaltigung und Mord zu werden, denke ich nicht an den, sowieso unrichtigen, wirtschaftlichen Gewinn, sondern nur daran, sie vor dem Schlimmsten zu bewahren. Auch könnte die christliche Nächstenliebe es gebieten, Kriege zu führen, um die Notsituation aufzuheben. Die Liberalen kennen das aber nicht, Gewalt ausüben, Krieg führen gerade aus Nächstenliebe.

  6. gut integrierte junge Afghanen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, keine Angehörigen in der alten Heimat mehr haben und dort also völlig verloren sind..

    Schon erstaunlich, was für eine Argumentationsakrobatik manche hinlegen,

    Da hast Du völlig recht, Du Troll.

  7. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui:

    Und nebenbei bemerkt: Mein Verweis auf historisches Unrecht, das mit der Bibel legitimiert wurde, ist kein Angriff auf das Christentum. (Diese häufig zu hörende dümmliche Form der Kirchenkritik ist doch etwas sehr billig.) Es soll lediglich ein Hinweis darauf sein, dass du nicht der erste bist, der sich einfachste christliche Gebote so weit zurecht biegt, bis auch solche unethischen Dinge wie Sklaverei, Rassentrennung oder eben unbeugsame Abschiebungen junger Menschen in failed states mit dem eigenen Glauben vereinbar erscheinen. Das ging aus meiner Formulierung aber eigentlich auch hinreichend deutlich hervor.

    Was aus Nächstenliebe gebotene hypothetische Kriege mit dieser ziemlich simplen Frage zu tun haben, müsstest du übrigens erst mal erklären.

  8. Robert Wagner ist der eigentliche Christ, auch wenn er sich dessen vermutlich nicht bewußt ist:

    Der Gleichheitswahn der Christen ist die Ursache für jede Auflösung der Gemeinschaft, die nur durch Hierarchie zu Stabilität und Effizienz gelangt. In der Bibel steht:“Denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott” (Lukas 16,15). Und allgemein gilt: “Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht” (Matthäus 23,12). “Die Gleicheit der Seelen vor Gott” ist eines der größten Dogmen, das bis heute unser Denken dominiert. In den Sprachgebrauch der Liberalen übersetzt:“Was kann ein Schwarzer dafür, daß er in Afrika und nicht hier geboren wurde?!” Als ob es keine seelischen Unterschiede zwischen mir und ihm gäbe. An dieser Stelle setzt Nietzsche ein: “Und unterschätzen wir das Verhängnis nicht, das vom Christentum aus sich bis in die Politik eingeschlichen hat! Niemand hat heute mehr den Mut zu Sonderrechten, zu Herrschaftsrechten, zu einem Ehrfurchtsgefühl vor sich und seinesgleichen, – zu einem Pathos der Distanz . . . Unsre Politik ist krank an diesem Mangel an Mut! – Der Aristokratismus der Gesinnung wurde durch die Seelen-Gleichheits-Lüge am unterirdischsten untergraben; und wenn der Glaube an das »Vorrecht der meisten« Revolutionen macht und machen wird, das Christentum ist es, man zweifle nicht daran, christliche Werturteile sind es, welche jede Revolution bloß in Blut und Verbrechen übersetzt! Das Christentum ist ein Aufstand alles Am-Boden-Kriechenden gegen das, was Höhe hat: das Evangelium der »Niedrigen« macht niedrig.” In die heutige Zeit übersetzt: Der Drogenhändler, der kriminelle Ausländer, der Nichtsnutz, der Drogenabhängige, die Prostituierte sind demnach wahre Christen! Gerade zu Beginn des 20. Jh. hat sich in solchen “Gesellschaften” der Kommunismus verbreitet. Und die Frau von Rudi Dutschke hat ihre Doktorarbeit über Kommunismus und Urchristentum geschrieben. Und siehe da: Da gibt es einige Parallelen. Alles, was durch natürliche Auslese aus dem Lebenskampf wegfallen würde, wird nun erhöht und zum Ideal gemacht. Konsequenterweise wird das höhere Leben dann zum Feinbild. Nietzsche dazu: “Es [das Christentum] hat einen Todkrieg gegen diesen höheren Typus Mensch gemacht, es hat alle Grundinstinkte dieses Typus in Bann getan, es hat aus diesen Instinkten das Böse, den Bösen herausdestilliert: – der starke Mensch als der typisch Verwerfliche, der »verworfene Mensch«. Das Christentum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Mißratenen genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die Erhaltungs-Instinkte des starken Lebens gemacht; es hat die Vernunft selbst der geistig stärksten Naturen verdorben, indem es die obersten Werte der Geistigkeit als sündhaft, als irreführend, als Versuchungen empfinden lehrte.”

    Nietzsche: “Man darf zwischen Christ und Anarchist eine vollkommene Gleichung aufstellen; Ihr Zweck, ihr Instinkt geht nur auf Zerstörung. Den Beweis für diesen Satz hat man aus der Geschichte nur abzulesen: Sie enthält ihn in entsetzlicher Deutlichkeit.”

    Jesus verkehrt im Neuen Testament die jüdische Nächstenliebe (Im Alten Testament galt die Nächstenliebe nur dem Mitjuden.) zu einem Pazifismus, der zerstörerischer als jeder Krieg über die Länder hinwegfegte. Jesus predigte, daß man nicht nur die Angehörigen der eigenen Gruppe lieben sollte, sondern die anderer Gruppen – bis hin zum Feind. Jesus sagt: ”Ihr habt gehört, daß da gesagt ist (2. Mose 21,24): Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstehen sollt dem Übel; sondern wenn dir jemand einen Streich gibt auf deine Backe, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir richten will und deinen Rock nehme, dem laß auch den Mantel.” So ein Verhalten ist völlig antievolutionär. Tiere oder Menschen, die so in der Vergangenheit gehandelt haben, gibt es nicht mehr. Das Tier wäre verhungert, weil es sich ständig sein Futter klauen gelassen hätte. Der Mensch wäre erfroren. Aber es gibt noch mehr dieser Stellen in der Bibel: ”Ihr habt gehört, daß gesagt ist (3. Mose 19,18): Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen…” (Matthäus 5,43). Wer tut das? Kann man einen Feind hassen (lieben!), wenn man nicht unbedingt sterben möchte? “Denn wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen” (Matthäus 26,52). Es gibt genügend Leute, die getötet, verletzt oder vergewaltigt wurden, die nicht das “Schwert” genommen haben. Hätten sie es wohl eher genommen.

  9. Carlos Wefers Verástegui

    Der Herr kann immer noch nicht lesen! Göttlich! Und denken kann er auch nicht!

    Kurz gesagt, einem Spinner kann weder ich noch man etwas erklären. Ich schliesse mich Tortuga an: »Du Troll«. So, jetzt kannst Du Dich weiter pseudointellektuell und pseudomoralisch selbst befriedigen.

  10. Es ist alles noch viel einfacher. Um ein echter BRD Christ zu sein, ist man einfach besser tot, als mißtrauisch!

    https://www.cicero.de/kultur/heinrich-bedford-strohm-sophia-l-trauerrede

    Keine Ahnung, wie man es in diesem Verein, der durch solche Typen repräsentiert wird, noch aushalten kann.

    @Carlos Wefers Verástegui
    Aber es geht doch hier um MENSCHEN!
    https://sciencefiles.org/2018/07/22/ratgeber-anstrengungslos-zum-gutmenschen/

  11. Carlos Wefers Verástegui

    @ Tortuga

    Menschheitswahn und Humanitätsduselei sind schwere Irrtümer, krankhafte Auswüchse des Christentums, nur nicht das Christentum selbst. Vgl. Max Scheler, Das Ressentiment im Aufbau der Moralen.

    Bezüglich des Christentums habe ich einen Artikel in Vorbereitung, der über Irrtümer, wie dem Nietzsches, aufklärt. Nietzsche hatte das »soziale«, speziell protestantische Christentum vor Augen, welches auch den Katholizismus zugrunde gerichtet hat. Heutiges Christentum und heutige katholische Kirche sind völlig herunter gekommen, das Christentum darf aber nicht anhand seiner Verfallsformen, die sämtlich gross gewordene Häresien sind, gemessen werden. Franziskus zum Beispiel ist ein ganz schlimmer Ketzerfürst, der früher von der Inquisition verdammt worden wäre und auf dem Scheiterhaufen gelanden wäre.

  12. Der heutige Papst, hat seine »Bescheidenheit« ja schon alleine, durch seine Namenswahl mehr als deutlich gemacht. Ansonsten ist er natürlich das personalisierte II. Vatikanisches Konzil. Ein weiterer Meilenstein, in der Abwärtsspirale der christlichen Kirche.
    Wobei ich zugeben muß, mit dem queeren »feel good« Verein eines Bedford-Strohm beschäftige ich mich auch nicht besonders viel. Das man aber zwischen ihm und Reinhard Marx kaum noch einen Unterschied feststellen kann ist ein schöner Beleg dafür, daß die Ökumene der Jauchegrube keine ferne Utopie mehr ist.
    Sich von diesen krankhaften Wucherungen zu befreien, scheint z.Zt aber nur ein Projekt von einigen wenigen zu sein, die innerhalb der offi. Kirche wohl auch ziemlich isoliert sind?
    https://bundsanktmichael.org/

  13. Thomas S.

    @Tortuga
    Der Verein, auf den sie verweisen, ist tatsächlich sehr klein (er ist ja auch noch jung), aber sie ist nur einer von vielen Teilen einer größeren Strömung, die konservative und traditionalistische Akteure in der katholischen Kirche umfasst. In Deutschland dominieren seit einiger Zeit liberale Akteure, die das, was dort vertreten wird, natürlich ablehnen, aber die sind überall in der westlichen Welt auf dem absteigenden Ast. In Deutschland sind die Liberalen u.a. wegen des Kirchensteuersystems vorläufig noch besonders stark, aber was der erwähnte Verein auf seiner Seite schreibt, würde unter Katholiken in Polen, Frankreich oder Kroatien nicht aus besonders ungewöhnlich gelten.

  14. @Thomas S.
    Natürlich ist in Ländern, in denen noch mehr gesunder Menschenverstand herrscht wie hier, auch der Erfahrungs und Erkenntnishorizont von den dort lebenden Katholiken ein anderer als in der hiesigen Irrenanstalt in ihrer Abwärtsspirale.
    Doch bereits das Beispiel Frankreich zeigt schon auf, daß alleine persönliche Ansichten von Gläubigen nichts ändert, wenn das gesamte System bereits gekippt ist.
    Der Katholizismus in Frankreich mag geistig gesünder sein, als in der BRD, doch ist das gesamtgesellschaftlich gesehen, eigentlich völlig egal. Frankreich, sieht in vielen Teilen, bereits wie ein »3world shithole« aus. Also im Grunde so wie hier. Wie man das, mit sehenden Augen, ignorieren und verdrängen kann, erschließt sich mir leider nicht.
    Von der irren Kamarilla, die das noch begrüßt, fange ich gar nicht erst an. Die Patienten haben die Ärzte eingesperrt und die Kontrolle übernommen.

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