Anstoß

Die Rückkehr der Erotik

Georg Immanuel Nagel erklärt, warum die Rechte eine ästhetische Ausdrucksform des Sexuellen für sich erschließen muss.

Erotik ist rechts, weil Schönheit rechts ist. Die Pornographie ist links, weil das Niedere im Menschen links ist. Wir leben gegenwärtig in einer Diktatur des Pornographischen und Vulgären. Es wird Zeit, dass das durchbrochen wird, durch die Kraft der Schönheit und die Vitalität der Erotik.

Wir müssen eine Jugendbewegung sein, weil alle Politik des Umbruchs von der Jugend kommt. Sexualität ist ein ganz starkes Jugendthema, in dem eine ungeheure Kraft liegt. Die Rechte darf diese Energie, ja, diese Gewalt nicht ungenutzt lassen. Der junge Mensch verfällt nur zu leicht der Dynamik des Sexuellen und daher haben alle traditionellen Kulturen diese Dynamik immer gebändigt und in eine sinnvolle Form gelenkt.

Die Erotik ist die ästhetische Ausdrucksform des Sexuellen in der Welt, sei es in der Kunst, in persönlichen Inszenierungen oder direkt als abstrakte Spannung zwischen den Menschen. Das Erotische ist ein zentrales Thema in allen Kunstformen, weil es auch im Leben so zentral ist. Die „Konservativen“ haben stets den Fehler gemacht, das Erotische unterdrücken und verschleiern, bzw. die Entfaltung des Erotischen ganz ins Geheime und Private einsperren zu wollen. Dies ist gescheitert und so haben die 68er mit ihrer Pornographisierung der Gesellschaft gewonnen.

Pornographie ist nicht Erotik

Für den Spießbürger gibt es oft keinen Unterschied zwischen den Erscheinungen der Erotik und der Pornographie und in der Tat ist die Grenze nicht klar definiert. Es ist zudem oft alleine durch die etwaige Explizität der Darstellung, bzw. der persönlichen Ausdrucksform, nicht festzumachen, sondern nur durch das Gefühl.

Das Pornographische ist anspruchslos und vertiert. Es präsentiert das Fleischliche und appelliert nur an den Instinkt, an die stumpfe Lüsternheit. Es ist verführerisch, so wie Rauschmittel und Fressgelage verführerisch sind. Das Pornographische ist die reine Materie, ist die Verweltlichung des Menschen, der dem Spirituellen enthoben zum Gewürm wird. Das Pornographische, sei es passiv konsumiert oder aktiv erlebt, lässt nichts zurück, ist tot und seelenlos. Hinterher überkommt einen oft ein Gefühl des Ekels, wegen dem, was man getan oder sich angesehen hat.

Das Erotische ist lebendig, regt die Fantasie an und beflügelt. Das erotische Kunstwerk ist faszinierend und nicht nur erregend. Die erotische Situation ist definiert durch eine große Spannung zwischen zwei komplexen Personen, das Pornographische nur durch die Überwindung der Distanz zwischen Objekten der Begierde. Das Erleben und Konsumieren von Erotik bereichert und kennt eine natürliche Grenze, wo es dann auch wieder genug ist. Das Pornographische braucht immer mehr und muss stets intensiver werden, um weiterhin Wirkung entfalten zu können. Das große sexuelle Erlebnis befriedigt einen auch spirituell. Die reine Entladung des unmittelbaren Triebes hingegen lässt einen seelisch beschmutzt und leer zurück.

Feminismus ist seelisches Gift

Das Gesetz der psychologischen Spiegelung, bei dem der Vorwurf, der einem anderen gemacht wird, in Wahrheit auf einen selber zutrifft, kann man bei den Linken oft anwenden. Der Feminismus behauptet, dass die männlich dominierte Welt die Frau zum Objekt herabsetzen würde. Doch es ist der Feminismus, der genau dies tut. Der Feminismus will, dass jede Frau eine „Schlampe“ wird und auch noch stolz darauf ist.

Der Feminismus zelebriert die Entwürdigung der Frau, was leicht ersichtlich ist, wenn man sich seine Ikonen, wie z.B. gewisse weibliche Popstars anschaut. Die feministische Frau will gleichzeitig unästhetisch, doch trotzdem begehrenswert sein. Dies geht nur noch durch den Rückgriff auf das Obszöne und Vulgäre.

Der Feminismus verneint das Sein der Frau und erdrückt sie im Ekel des fleischlichen Daseins. Die vom Feminismus gefangene Frau präsentiert sich in jungen Jahren als Schauobjekt, geriert sich als Wanderhure und Partyschlampe, bis die Jugend dann vorbei ist und sie vor dem Nichts steht.

Das Erotische ist komplexer, als die Linken glauben

Während der Feminismus den Porno als Lebensinhalt definiert, möchte er verbieten, dass Frauen richtige Frauen sind und Männer diese Frauen als solche auch anziehend finden. Drei zusammenfließende Elemente sind es, welche die Anziehung der Frau und die maximale Wirkung der erotischen Kraft bedingen:

  1. Es ist normal eine Frau durchaus auch mehr oder minder oberflächlich zu bewundern. Dies geschieht nicht als Objekt, sondern als Wesen. Bewunderung ist etwas, das auch mit Reinheit zusammenhängt. Keine Frau habe ich je so unschuldig bewundert wie meine erste Freundin, die für mich als  Geschöpf engelhafter Art erschien. Und ja, Mädchen möchten durchaus auch bewundert werden. Die Bewunderung ist nicht mehr möglich, wenn die Frau herabsinkt zur Dirne, wenn sie jede Tugend aufgegeben hat. Das Wesen umfängt einen.
  2. Der Körper der Frau, dessen Reize die Wallung des Blutes verursachen. Die Frau ist auch Körperlichkeit. Sie will als solche begehrt und genommen werden. Das Körperliche korreliert am stärksten mit dem unbändigen kraftvollen Männlichen. Das Weib will vom Manne gepackt und besessen werden. Daran ist überhaupt nichts verkehrt und wo man dies zu beeinträchtigen sucht, dort schwindet die Vitalität einer Gesellschaft. Das Fleischliche durchdringt einen.
  3. Die Verbindung zwischen Mann und Frau hat auch einen spirituellen Charakter, der sich bedingt durch die sich komplettierende Gegenseitigkeit zweier Prinzipien. Die Sehnsucht nach einer Frau ist nicht nur die Sehnsucht nach einer sexuellen und freundschaftlichen Partnerin, sondern nach einer Befriedigung eines spirituellen Bedürfnisses. Das Spirituelle wirkt ganz im Inneren.

Wir werden die Welt ästhetisieren

Wir stehen für das Wahre, Schöne und Gute und in diesem Sinne bauen wir an einer ästhetischen rechten Welt. Das Erotische begreifen wir als Quell der Kraft und der Freude und als Merkmal einer vitalen Jugend, die nichts aufhalten kann. Wir verwerfen den Müll der Populärkultur und besinnen uns wieder auf die wahre erotische Kunst. Die Moderne hat mit ihren Irrlehren Mann und Frau auseinandergerissen. Wir fügen wieder zusammen, was auch zusammengehört. Wir lassen der Frau die ihr eigene Sphäre. Wir befreien sie aus dem Kerker des Feminismus in eine Welt der Freiheit, Natürlichkeit und Schönheit. Wir sind sexy.

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Jahrgang 1986, aus Wien, studiert Philosophie (MA) und ist regelmäßiger Autor bei der Blauen Narzisse, Zur Zeit und Der Eckart. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit".

2 Kommentare zu “Die Rückkehr der Erotik

  1. Gegen die Auswüchse des Feminismus und gegen die Genderideologie, zu deren Gunsten mittlerweile sogar auf Facebook zensiert wird, habe ich was:

    http://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

  2. Robert Wagner

    Eine neue Perle politischer Wahnhaftigkeit aus der Feder Georg »Adolf II.« Nagel. Man fragt sich ernsthaft, was man eigentlich geraucht haben muss, um einen solchen Quatsch von sich zu geben.

    »Erotik ist rechts, weil Schönheit rechts ist. Die Pornographie ist links, weil das Niedere im Menschen links ist.«

    Weder sind Erotik und Schönheit an sich rechts, noch ist »das Niedere im Menschen« links. Diese Begriffe, die übrigens ein Produkt der vom Autor so verachteten, 1789 begonnen Moderne sind, bezeichnen lediglich politische Grundausrichtungen (im weitesten Sinne konservativ-rückwärtsgewandt bzw. liberal-progressiv). Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man so grundlegende Aspekte der menschlichen Existenz wie Sexualität und Erotik bzw. die niederen Instinkt und Affekte im Menschen auf eine so weitgehende Weise politisch vereinnahmen kann. Diese Dinge betreffen jeden Menschen, völlig unabhängig von seiner politischen Einstellung. Anzunehmen, progressiv eingestellte, also »linke« Menschen wären irgendwie instinktgeleiteter und damit für Dinge wie Porno- oder Sexsucht anfälliger als »rechte« Menschen ist abwegig und in erster Linie eines: Ausweis eines politischen Fanatismus.

    »Wir verwerfen den Müll der Populärkultur und besinnen uns wieder auf die wahre erotische Kunst.«

    Ha, so viel zur Freiheit der Kunst in einer völkisch geprägten Gesellschaft. Wie soll denn der »Müll der Populärkultur« anders beseitigt werden als durch Verbote, ideologische Indoktrination und Repressionen? Genau so etwas hatten wir von 1933 bis 1945 schon einmal. Komisch, dass man auf den Kommentarseiten dieses Internetmagazins immer wieder auf die fürchterlichen Erfahrungen dieser katastrophalen Epoche aufmerksam machen muss…

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