Rezension

Wir brauchen ein patriotisches Wirtschaftsmagazin! Hier ist es!

In diesen Tagen nimmt unsere neue Denkfabrik für Wirtschaftskultur unter dem Namen „Recherche Dresden“ ihren Betrieb auf.

Die Denkfabrik will die ökonomische Kompetenz der patriotischen Opposition stärken. Um das dafür nötige Wissen zu vermitteln, gibt sie einen Infobrief heraus, der quartalsweise erscheint. Nummer eins ist fertig und wird ab Anfang Mai ausgeliefert.

Der „Brief“ trägt den Titel „Recherche D“, umfaßt 48 komplett werbefreie Seiten, enthält 17 Beiträge von unterschiedlichen Autoren, ist durchgehend mit farbigen Bildern illustriert und wenn wir nicht so bescheiden wären, würden wir ihn einfach das patriotischste Wirtschaftsmagazin Deutschlands nennen. Wie dem auch sei: Bestellen Sie bitte „Recherche D“ vor, damit wir besser planen können! Oder besser noch: Abonnieren Sie das gedruckte Magazin für erschwingliche 26 Euro im Jahr!

Was erwartet Sie im ersten Heft?

  • Felix Menzel erklärt, wie wir uns auf den Weg vom Globalkapitalismus zur nachbarschaftlichen Marktwirtschaft begeben können. In dem Beitrag sollte auch deutlich werden, warum sich unsere Denkfabrik für Wirtschaftskultur einsetzt. Dies ist ein Schlüsselbegriff im Kampf gegen den Globalismus. Ihn müssen wir unbedingt besetzen.
  • Ein Interview mit Professor Helge Peukert über die Idee des Vollgeldes, den Ansatz der Pluralen Ökonomik und die Europäische Union.
  • Florian Müller stellt dagegen das Free-Banking-System vor und zeigt auf, wie libertäre Ökonomen das schottische Vorbild doch sehr unterschiedlich bewerteten. Geldpolitik wird auch in den nächsten Ausgaben von „Recherche D“ einen Schwerpunkt bilden. Unser Ziel ist es, alle Alternativen zum gegenwärtigen Geld- und Eurosozialismus vorzustellen und die Debatte über dieses wichtige Thema voranzubringen.
  • Carlos Wefers Verástegui kommt in dem neuen Magazin ebenfalls zu Wort. In seinen beiden Beiträgen über „Wirtschaft und Gerechtigkeit“ sowie „Aporophobie“ (Armenfeindlichkeit) geht es um das soziale Profil patriotischen Denkens.
  • Das Magazin ist unterteilt in drei Rubriken: Nation, Fundament und Betrieb. In Nation finden Sie alle volkswirtschaftlichen Themen. Diesmal: „Deutschland – Glasfaser-Entwicklungsland“, „Warum die Sozis keinen Erfolg mehr haben“, „Kontrollierte Anarchie für den ländlichen Raum“ und einiges mehr.
  • Fundament ist die Theorie-Abteilung des Heftes. Hier ist Platz für ausführliche Buchbesprechungen wie die über Frank Trentmanns Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute. Dieses Werk ist aus unserer Sicht unverzichtbar für jede Konsumkritik, die ernst genommen werden will. Übrigens: Auf der vorletzten Seite des Magazins findet sich eine ausführliche Liste mit Literaturempfehlungen.
  • Die Rubrik Betrieb versammelt darüber hinaus alle Artikel, die sich mit Unternehmen beschäftigen. „Amazon und die Steuermilliarden“, „Die Zukunft des Obst- und Gemüsehandels“ sowie „Pflanzenabfall statt Plastikmüll“ lauten einige Titel.

Neben Felix Menzel, dem Vorsitzenden unseres gerade umbenannten Fördervereins, hat der Philosoph Dr. Martin Grajner schwerpunktmäßig am ersten Infobrief mitgearbeitet. Wer sich ebenfalls einbringen möchte für die kommenden Ausgaben, die im August, November und Februar erscheinen sollen, wendet sich bitte an info@recherche-dresden.de. Gastbeiträge, gerade von Autoren aus der Praxis und Wissenschaft, sind stets willkommen.

Der Infobrief Recherche D ist das erste Projekt von Recherche Dresden – Denkfabrik für Wirtschaftskultur. Auf https://recherche-dresden.de/ informiert die Denkfabrik ab sofort über ihre Aktivitäten.

Für 6,50 Euro kann das erste Heft von „Recherche D“ bereits jetzt hier bestellt werden!

Ein Abo für alle vier Ausgaben pro Jahr (Mai, August, November, Februar) kostet 26 Euro. Hier bestellen!

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17 Kommentare zu “Wir brauchen ein patriotisches Wirtschaftsmagazin! Hier ist es!

  1. Prof. Peukert distanziert sich von der Publikation, nationalistische Stoßrichtung nicht mit Pluralismus vereinbar:
    http://master-plurale-oekonomik.de/PDF/helge_peukert_stellungnahme.pdf

  2. @ sdf:

    Hier ist unsere Stellungnahme zur Stellungnahme, die Sie übrigens mal etwas genauer lesen sollten: https://recherche-dresden.de/wirbel-um-interview-mit-helge-peukert/

  3. Carlos Wefers Verástegui

    Man sieht, Prof. Peukert ist Opfer eines gesellschaftlichen und, vor allem, akademischen Mangels an Lehr- und Gedankenfreiheit geworden. Wenn sein akademisches und bürgerliches Umfeld ihm derart Sorgen bereiten, dass er sich von »Neurechten und Nationalisten« eigens distanzieren muss, dann ist es geschehen um die geistige Freiheit in Deutschland. Von »Pluralismus«, keine Spur mehr.

  4. @Recherche Dresden:
    Antwort auf die Gegen-Stellungnahme siehe dort

    @Carlos…
    Zwar wären gesellschaftlicher Druck und mangelnde akademische Freiheit eine Interpretation, allerdings wird ziemlich eindeutig durch die Fakten gestützt (siehe seine jahrelangen eindeutig linksliberalen Publikationen, zunehmend kapitalismuskritisch aber nie konservativ/rechts) eine andere Interpretation: Nämlcih dass er selbst nichts mit konservativ/rechtslastiger Politik zu tun haben will und ihm die Ausrichtung der Publikation nicht klar war (unabhängig davon, ob diese Infos eine Hol- oder Bringschuld ist).

  5. [Kommentarfunktion unter anderem Artikel funktioniert wohl nicht, daher hier:]

    Ein paar Anmerkungen (zur Gegen-Stellungnahme):
    https://recherche-dresden.de/wirbel-um-interview-mit-helge-peukert/

    1)
    Implizit wird (auch hier) angedeutet, dass Prof. Peukert nur aufgrund des öffentlichen Drucks zurückgerudert sei – aber seine jahrelange linksliberalen Publikationen ohne jegliches andocken an konservativen/rechten Positionen machen sein Statement durchaus glaubwürdig – da sind keine sinisteren Establishment-Verschwörungen zur Erklärung nötig. Peukert ist kein »feiger Sympatisant«, sondern ein Gegner.

    2)
    Ob die genauere Info über die Ausrichtung der Publikation nun Hol- oder Bringschuld gewesen ist, kann man ja gerne vertiefen. Und auch was an Inhalten im Interview ist, das ist aber mittlerweile irrelevant:
    Denn neben der Queen »Inhalt« ist eben »Kontext = King« – und der ändert sich fließend…

    Es handelt sich doch um eine Kontext-Schlacht im öffentlichen Raum: Zunächst ist es Recherche-D gelungen, sich an einen etablierte Akteur (kritischen Ökonomie-Professor) anzudocken, da ein Interview eigentlich grundlegende Satisfaktionsfähigkeit voraussetzt. Durch die im Zuge der Skandalisierung nun diskutierte offizielle Abgrenzung ist das »soziale Kapital« wieder verspielt.

    Als Ergebnis der Affäre bleibt unter dem Strich:
    a) für den Prof. in bürgerlichen Kreisen entweder ein kleiner Makel (in Interview mit den Rechten geredet!) oder Achtungserfolg (mutiges Aufstehen gegen Rechts mit Stellungnahme!) und
    b) für Recherche-D ein kleiner PR-Stunt, dessen Bekanntmachungs-Effekt kurzfristig über Besucherzahlen gut messbar sein dürfte, aber langfristig wohl weniger positiv ausfällt als eine weitere prominente »Scharnier-Person«.

    3)
    Schließlich wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern »Pluralismus« als Wert mit dem Ausschluss von einzelnen Positionen vereinbar ist.

    Das kann natürlich nur angerissen werden: Unabhängig vom ökonomischen Kontext kann ein Diskurs immer nur auf einer konsensuellen Basis stattfinden. Und hier hängt es eben von den beteiligten ab, welche Basis man wählt. Und hier haben alle der oben genannten ökonomsichen Paradigmen (bei all ihren Differenzen!) eben gemeinsam (einzelne Ausnahmen wird man immer finden) die liberale (bzw. überspitzt: globalistische) Wertebasis – was also im Widerspruch zu einer nationalen (bzw. überspitzt: völkischen) Ausrichtung der Ökonomie steht.
    Das Missverständnis lautet damit wohl:
    Die Plurale Ökonomie ist eben gar nicht »auf der Suche nach Alternativen zum Globalismus« und daher auch nicht an diesem Diskurs-Angebot »interessiert« …

    Und trotz des nachvollziehbaren Bedürfnisses der konservativen/rechten Seite auch am großen bunten Tisch »mitreden zu wollen« ist es wohl im Interesse aller an der Diskussion Beteiligten, diese fundamentale Kontroverse auch nicht zu verschleiern. Hier sind die Machtverhältnisse klar und bis auf weiteres ungebrochen – egal wie man diesen Fakt nun persönlich beurteilen mag.

  6. Felix Menzel

    Wenn der Diskurs nur auf einer »konsensuellen Basis stattfinden« darf (Ihre Worte!), haben wir den Totalitarismus, aber sowas von. Wo ist da noch der Unterschied im Diskurs zum NS oder zur DDR? Die haben auch einen Diskurs auf »konsensueller Basis« gepflegt. Wie kann man nur so einen Mist reden und dann gegen »Faschismus« sein wollen? Da halten wir es mit Hayek: Politische und wirtschaftliche Freiheit gibt es entweder zusammen oder gar nicht.

  7. Kurze Antwort: Jein

    Lange Antwort:
    Ich habe da nur wissenschaftliches »Einmaleins« angeführt. Aber sicher in der Kürze leicht missverständlich, daher nochmal anders formuliert:

    Sofern man nicht unkonstruktive Wortgefechte mit einem konstruktiven Diskurs verwechselt, muss dafür immer eine »gemeinsam akzeptierte« Basis (vielleicht triggert dieses Wort weniger; ) vorhanden sein, auf der man überhaupt disktuieren kann.
    Diese Basis umfasst verschiedene Ebenen, u.a. sowohl sprachlicher (z.B. Deutsch), habitualer (den anderen Ausreden lassen, etc.), sowie nicht zuletzt der unterliegend geteilten Motivation/Zielstellgung der Diskussion (z.B. aus Nullsummenspiel eine Win-Win-Situation zu machen). Ist auch nur auf EINER dieser Ebene kein Grundkonsens gegeben, kann auch kaum noch konstruktiv auf den »darauf aufbauenden« Ebenen diskutiert werden (z.B. Streit über den besten Weg hin zu einem geteilten Ziel).

    Insofern auch das »Jein« im Bezug auf die Totalitarismus-Assoziation:
    Es ist für uns (individuell sehr verschieden!) immer dann »Totalitarismus«, wenn die erwähnte konsensuelle Basis gegen eigene Grundpositionen verstößt, also als »zu hoch« angesetzt erscheint, weil über die nicht geteilten Vorannahmen gar nicht diskutiert werden soll.
    Insofern ist es für Konservative/Rechte durchaus totalitär, wenn ihre Hauptmotivation (hier: Anti-Globalismus) eben gar nicht als legitimer Diskussionspunkt von der Mehrheit der Beteiligten anerkannt wird, weil diese Mehrheit sich bereits auf das Gegenteil (hier: Globalismus) als konsensuelle Basis geeinigt hat – und auf dieser Basis »nur«« noch die effizientesten und sozialverträglichsten Strategien diskutieren will wie der Globalismuss gestaltet wird.

    Aber das gibt es eben auch umgekehrt, wenn das Totalitarismus-Argument wieder vom Mainstream an den Konservativeen/Rechten Flügel zurückgespielt wird (nur auch einer noch tieferen Ebene), und primär der Rechtfertigung für den gesellschaftlichen Ausschluss rechter Positionen dient.
    Nämlich konkret, dass »Nationalisten/Rechte« u.a. eine restriktiverer Auswahl der legitimer Weise am Diskurs beteiligten Menschen treffen ((in Deutschland über Deutschland primär Deutsche), was der Mainstream als Verstoß gegen seine konsensuelle Basis sieht (alle Menschen sollten überall über alles gleich mitreden dürfen – von der sehr linken SJW-Richtung hier mal abstrahiert).
    U.A. zeigt sich das dann in der Streitfrage, ob Nicht-Autochone gleiche politische und soziale Rechte haben sollten oder nicht, was ja seit 2015 verschärft ausgefochten wird…

    Insofern als Fazit:
    Ja, der Totalitarismus-Vorwurf ist durchaus berechtigt – aber korrekter Weise eben gegenseitig berechtigt auf jeweils unterschiedlichen Ebene ; )

    PS:
    Eine spitze Bemerkung zum libertären Nachklapp verkneife ich mir an dieser Stelle, sehe nur ebenfalls große Bruchlinien zu allem Konservativ/Rechtem und insofern hier etwas fehl am Platz (ist ja eher ein Dreiecks-Konflikt zwischen Links – Libertär – Konservativ/Rechts, und alle Mischformen wie »Links-Liberal« oder »Konservativ-Liberal« haben ihre Paradoxien) …

  8. GÄHN! Was für eine Empörung, was für ein Gejammer! Oh NEIN, man wußte ja gar nicht, mit wem man da redet!
    Wenn man das gewußt hätte, dann hätte man das Interview ja nie gegeben. Sich mit Leuten unterhalten, welche andere Ansichten haben, als man selbst? Soweit kommt es noch! Dabei will man argumentativ doch so überlegen sein? Vor allem ist das Thema, hier bei der bn selbst, schon URALT!
    https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/01/14/wie-eine-neu-rechte-zeitschrift-junge-autoren-linkt_2280

    Das wirklich lustige ist aber, daß man offenbar gar nicht erkennt, wie peinlich man sich selbst in Szene setzt. Aber jeder macht sich so lächerlich, wie er kann.

  9. Carlos Wefers Verástegui

    @sdf

    zugestanden, dass Prof. Peukert aufgrund klar definierter Positionen mit dem Medium nicht einverstanden war: er hat eine Chance versäumt, denn, wenn ich so klar definierte Positionen habe, so muss ich doch keine Angst haben, mir die Finger zu verbrennen, wenn »die vom anderen Lager« etwas von mir veröffentlichen. Ich jedenfalls würde es so halten. Wenn Prof. Peukert ein klares Zeichen setzen will, so hat er das getan, nämlich dadurch, dass er den Diskurs versagt. Entweder sind »wir« so gefährlich totalitär, dann hat Prof. Peukert das Richtige getan, oder aber er hat hypersensibel reagiert und genau da abgebrochen, wo man aus Gründen interaktiver Rationalität eigentlich weitergemacht haben sollte, beim Gespräch natürlich. Natürlich kann ein Gespräch nich ewig weitergehen, aber, wenn wir uns auf Rationalität und Sachlichkeit der Argumente einigen und daraus eben kein Wortgefecht machen, dann werden die Positionen klarer, vor allem die Gegenpositionen. So etwas hätte auch Prof. Peukert interessieren können.

    P.S.: Zu dem Thema »Gespräch« habe ich einen streitbaren Artikel verfasst, vielleicht interessiert Sie ja meine Sichtweise des Ganzen https://www.blauenarzisse.de/die-unmoeglichkeit-des-dialogs-in-der-demokratie/

  10. Robert Wagner

    Ach, liebe Leute. So viel Gerede zum Warum der Haltung von Prof. Peukert, obwohl die Gründe doch offen zutage liegen. Ist es wirklich so wenig nachvollziehbar, dass ein dezidiert linksliberaler Intellektueller nicht mit einem »patriotischen«, völkisch-neurechten Internetmagazin wie der Blauen Narzisse bzw. dessen Ableger Recherche Dresden in Verbindung gebracht werden will?

    Es mag euch gar nicht richtig bewusst sein, aber mit den Publikationen, die ihr hier veröffentlicht, stellt ihr euch außerhalb des demokratischen Diskurses. Ihr gebt ja sogar Leuten wie Georg Imanuel Nagel eine Plattform, damit er seine rassistischen Wahnvorstellungen vom anbrechenden »Goldenen Zeitalter des [europäischen = arischen] Übermenschen« verbreiten und die gesamte Moderne seit 1789 und damit auch die Demokratie als »dunkle Ära des Wahnsinns und der Würdelosigkeit« bzw. als »Schmutz der Geschichte« bezeichnen kann. Dieser Verrückte redet vom »Ungeist des Andersartigen« und hat dann noch die pseudointellektuelle Frechheit, zu behaupten, er und seine Gesinnungsgenossen würden »den totalitären Staat überwinden« – als wenn seine auf einschlägigen Vorbildern beruhende Idee einer »organischen [Volks-]Gemeinschaft« nicht zu einem totalitären Gesellschaftsentwurf führen würde… (Quelle ist sein hier erschienener Artikel »Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right«)

    Nagel ist dabei nur die extreme Spitze des Eisberges an ethisch und politisch fragwürdigen bis offen rassistischen und antidemokratischen Thesen, die hier vertreten werden. Ist es da verwunderlich, dass jemand wie Paukert nichts mit euch zu tun haben will? Eigentlich nicht, und wenn ihr ehrlich seid, gesteht ihr euch das auch ein.

  11. Tortuga

    Um die Auslassungen von Herrn Wagner besser zu verstehen, sollte man vielleicht auch seinen natürlichen Lebensraum kennen.
    https://www.youtube.com/watch?v=eFRSj7fn2XU
    Von daher wird klar, wenn man einen Sumpf austrocknen will, dann sollte man nicht mit den Fröschen verhandeln.

  12. Robert Wagner

    Eigentlich sind meine Ausführungen verständlich und mit deutlichen Worten formuliert. Und nur so am Rande: Man muss kein linksradikaler Juzi-Fan sein, um den politisch zweifelhaften Charakter der meisten Artikel in diesem Magazin zu erkennen. Sie ertragen es bloß nicht, dass man Ihnen diese Tatsache unter die Nase reibt, und bedienen sich deshalb einer bewährten Strategie, nämlich der Diffamierung des politischen Gegners. Sehr durchsichtig.

  13. Carlos Wefers Verástegui

    Lieber Robert Wagner:

    dass die Idee einer »„organischen [Volks-]Gemeinschaft“ … zu einem totalitären Gesellschaftsentwurf führt« , brauche ich keinem Artikel der »Zeitenwende« entnehmen. Diese Problematik, die bezüglich Deutschland sogar gleich zweimal (!) aufgetreten ist, ist schon so oft diskutiert worden, in den 1920ern, dann nochmal nach 1945 von verschiedener Seite…

    Was mir wichtiger ist: Bitte nennen mir einmal die strukturellen Merkmale eines demokratischen Diskurses. Ich habe dazu eigene Ansichten, Deine aber würde ich gern kennen lernen, aber nicht aus der Praxis wie bisher.

  14. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui:

    Und dass dieser historische Zusammenhang, der nirgends so manifest zum Ausdruck gekommen ist wie im nationalsozialistischen Deutschland, in dem Nagel offensichtlich ein Vorbild erblickt, schon mehrmals diskutiert worden ist, disqualifiziert meinen Vorwurf an ihn nun? Oder wie ist das gemeint?

    Dass du eigene Ansichten davon hast, was einen demokratischen Diskurs ausmacht, glaube ich sofort. Meine Meinung dazu steht hier aber nicht zur Debatte, sondern die Haltung dieses Magazins. Und dass sich die Blaue Narzisse (nicht nur) mit solchen Artikeln wie jenen von Georg Imanuel Nagel außerhalb eines ernstzunehmenden demokratischen Diskurses stellt, steht für einen demokratisch gesinnten Beobachter außer Zweifel. Keiner kann dieses Magazin allein deshalb verbieten, schließlich ist die Meinungsfreiheit in diesem Land ein sehr hohes Gut (auch wenn das regelmäßig und gegen jede Faktenlage von gewissen Kreisen geleugnet wird); aber ihr könnt nicht erwarten, dass Außenstehende, die mit der von euch propagierten völkischen Ideologie nichts zu tun haben wollen, sich nicht dagegen verwahren, in der Öffentlichkeit unter eurem Namen aufzutreten. Das ist deren gutes Recht und auch völlig nachvollziehbar und hat nichts mit totalitären Neigungen, wie von Menzel insinuiert, oder irgendwelchen Verschwörungen zu tun.

  15. Carlos Wefers Verástegui

    @ Robert Wagner

    Tatsächlich schaffe ich es, das Wort »Schade« aufzubringen. weil ich mir ehrlich erhofft hatte, du würdest einmal eine Ausnahme machen von deiner üblichen Vorgehensweise und mit dem Beispiel vorangehen, und zwar dem Beispiel des demokratischen Diskurses. Fehlanzeige.

    IIch wollte den Vorwurf nicht disqualifizieren, sonden dich dazu einladen, bessere Quellen oder wenigstens einen eigenen Gedankengang vorzutragen.

    »Meine Meinung steht hier nicht zu Debatte« – das ist ja deine Grundprämisse. Man braucht den Spiess nur ein wenig umdrehen, dann kommt so eine Erwiderung dabei heraus.

  16. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui

    »Ich wollte den Vorwurf nicht disqualifizieren, sonden dich dazu einladen, bessere Quellen oder wenigstens einen eigenen Gedankengang vorzutragen.«

    Verstehe ich nicht, ist der Verweis auf die allzu gut bekannte Geschichte nicht ausreichend? Man muss nicht Arendt oder Adorno/Horckheimer, oder was es noch dazu geben mag, gelesen haben, um die Zusammenhänge zwischen völkisch-autoritären, auf Homogenisierung und damit auf Ausgrenzung von als irgendwie »fremd« oder »anders« markierten Bevölkerungsteilen basierenden Gesellschaftsentwürfen, die die Fiktion einer gesunden und reinen »Volksgemeinschaft« und nicht mehr den einzelnen Bürger zum Subjekt der politischen Willensbildung macht, und totalitären Strukturen zu erkennen. Du wirst es kaum glauben wollen, aber ich mache mir sehr wohl eigene Gedanken zu diesen Dingen. Dass genau solche biologistischen Gesellschaftsentwürfe in diesem Internetmagazin teils mehr, teils weniger deutlich verteidigt und propagiert werden, ist übrigens – um auf das eigentliche Thema dieser Diskussion zurückzukommen – just der Grund dafür, dass Paukert seinen Namen nicht mit euch in Verbindung gebracht sehen will.

    »Tatsächlich schaffe ich es, das Wort „Schade“ aufzubringen. weil ich mir ehrlich erhofft hatte, du würdest einmal eine Ausnahme machen von deiner üblichen Vorgehensweise und mit dem Beispiel vorangehen, und zwar dem Beispiel des demokratischen Diskurses. Fehlanzeige.«

    Was für eine »übliche Vorgehensweise« meinerseits meinst du bitte? Spielst du darauf an, dass ich den Finger in die Wunde lege und die Dinge bei ihrem hässlichen Namen nenne, ohne jedes Mal meine eigene Meinung zum Gegenstand zu machen? Ich weiß, dass (nicht nur) du das unglaublich lästig findest, aber ich werde mich gewiss nicht dafür rechtfertigen, dass ich es wage, mich hier politisch zu äußern. Mir erschließt sich auch nicht, warum ich als Kommentator überhaupt meine Meinung zum Gegenstand der Diskussion machen sollte. Du hast mich darum gebeten, ich habe abgelehnt, weil ich gar nicht einsehe, warum ich vom eigentlichen Thema – den antidemokratischen Diskursen in diesem Magazin – ablenken sollte. Abgesehen davon habe ich mittlerweile zugenüge unter Beweis gestellt, dass ich die Idee eines offenen, den politischen Gegner nicht von vornherein ausschließenden demokratischen Diskurses sehr ernst nehme; ansonsten wäre ich hier ünerhaupt nicht in den Kommentarspalten aktiv. Und im Gegensatz zu vielen anderen halte ich es auch nicht für nötig, den politischen Gegner mit Beleidigungen, Diffamierungen, anzüglichen Witzchen oder Unterstellungen anzugreifen bzw. in seiner Glaubwürdigkeit herabzusetzen, bloß weil dieser Schwach- oder Nulsstellen in meiner Argumentation aufdeckt und ich keine Gegenargumente zur Hand habe; dieses Muster, was nichts mit einem ernsthaften demokratischen Diskurs zu tun hat, sehe ich hier immer wieder, aber das weißt du ja besser als ich, gell. 😉

  17. Carlos Wefers Verástegui

    Wie schlimm müssen beim Robert Neid und Ressentiment wüten, dass er die Dinge so verdreht! Er will sich nicht rechtfertigen und auch nicht erklären, das sollen »wir« aber ihm gegenüber tun! Und das ist sein Ernst des demokratischen Diskurses, seine moralische Überlegenheit! Er ist lauter, redlich, wahrhaft, »wir« sind das Gegenteil – komm mal ein wenig runter von deinem hohen Ross!

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