Anstoß

Plündern wir unseren Planeten?

Heute ist »Erdüberlastungstag«. Ab morgen verbrauchen wir Ressourcen, die nicht binnen eines Jahres erneuerbar sind, behauptet das Global Footprint Network. Wir bräuchten demzufolge 1,7 Erden, um langfristig weiter so wirtschaften zu können wie derzeit.

Der Schweizer Ingenieur und Ökologe Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Network, betont dazu:

Unsere Wirtschaften verfahren mit unserem Planeten nach dem betrügerischen Schneeballsystem: Wir verbrauchen die Ressourcen der Zukunft, um in der Gegenwart zu funktionieren und geraten dadurch immer weiter in die ökologischen Schulden.

Besonders hoch ist der Ressourcenverbrauch der US-Amerikaner. Sie bräuchten fünf Erden. Deutschland liegt im weltweiten Vergleich auf Platz fünf mit drei Erden. Die westlichen Staaten verlagern einen Großteil ihres ökologischen Fußabdrucks jedoch auch ins Ausland.

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1 Kommentar zu “Plündern wir unseren Planeten?

  1. Ein kleiner Schritt aus dem Alltag zur Seite auf einen imaginär-externen »point of view«, ein kleiner Moment der Besinnung, in dem man die Fähigkeit gewinnt, sich von der »Normalität« befremden zu lassen – und man blickt auf eine Szene gigantischen Mißlingens.
    Eine Ökonomie mit allerschwersten Stoffwechselstörungen, die nach letzter Luft und allem schnappt, was sich noch irgendwie verwerten läßt. Alle Quellen sind erschöpft, und die Senken laufen über von Müll und Schutt und Schlacken; überall Abfall, materieller Unrat, der auf der äußeren, und geistiger Unrat, der auf der inneren Epidermis Allergien provoziert. Man sehe sich in einem beliebigen 1950er-Jahre-Bildband Straßenszenen an und vergleiche die Gesichter der Passanten mit heutigen, um zu ermessen, wieviel seelische Verheerung da stattgefunden hat.
    Keine gesellschaftliche Institution, die den Status eines fortgeschrittenen, zumindest beginnenden Kollapses nicht erreicht hätte. Nichts funktioniert mehr in diesem System, und an jedem Tag, den es noch wackelnd steht, ruiniert es funktionszwangsläufig weiter seine Fundamente. Nichts mehr im Rückgriff (auf Reserven), alles im Vorgriff auf die Zukunft.
    http://www.hubert-brune.de/z_k_z_sezession_lawh.html

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