Anstoß

Ein Jahr nach Charlottesville

Eine Mini-Demo beweist: Wer auffallen und bekannt werden will, muss sich für die Bürgerrechte der Weißen einsetzen.

Vor einem Jahr kam es in Charlottesville zu einem der schwersten Fälle von politischer Korruption und Amtsmissbrauch in der jüngeren Geschichte der USA. Prügelpolizisten, Linksradikale und schwarze Extremisten hatten gemeinsam eine Gewaltorgie angezettelt, um eine angemeldete und genehmigte rechte Kundgebung mit dem Motto „Unite the right“ zu verhindern.

Es kam zu bürgerkriegsähnlichen Szenen, bei denen die Exekutive wohlwollend zusah. Zuvor hatte sie die friedlichen legalen Demonstranten noch extra eingekesselt und danach auf den mit Knüppeln, Wurfgeschossen, Säure und improvisierten Flammenwerfern gerüsteten linsradikalen Mob zugetrieben. Die Obrigkeit wollte mit aller Gewalt diese Veranstaltung verhindern und das Erstarken der neuen Protestbewegung brutal im Keim ersticken.

Unzählige Personen wurden verletzt. Der rechte Humorist „Baked Alaska“ verlor durch eine Säure-Attacke temporär sein Augenlicht. Lange Zeit war nicht klar, ob seine Sehfähigkeit jemals wieder zurückkehren wird. Eine Linksextremistin kam bei einem Auffahrunfall zu Tode, der höchstwahrscheinlich durch eine Panikreaktion ausgelöst wurde. Ein junger Mann, der zuvor scheinbar an der rechten Demo teilgenommen hatte, wurde in seinem Auto von einem Lynchmob umzingelt und attackiert. Die rasenden Linken brüllten, dass sie ihn töten wollten. Dabei dürfte er die Nerven verloren haben und auf das Gas gestiegen sein.

Lüge vom „rechten Terror“

Die westliche Presse verbreitete daraufhin sofort unisono eine unglaubliche Gräuelhetze. Dreist wurde behauptet, der Unfall wäre ein geplanter „Terroranschlag“ eines „Nazis“ gewesen. Täter und Opfer wurden wie üblich vertauscht und man verschwieg, dass die Gewalt einseitig von der illegalen Zusammenrottung der Linken ausgegangen war.

Seitdem bemühen sich die Medien und linke Politiker dieses Narrativ zur Anpatzung der Alt-Right und von Donald Trump zu verwenden, weil dieser es gewagt hatte festzustellen, dass diese Geschichte so einfach nicht stimmt. Obwohl schon kurz nach der Demonstration ein Video auftauchte, dass eindeutig beweist, dass es kein „Terroranschlag“ war und vielmehr der Unglücksfahrer James Alex Fields Jr. selbst an Leib und Leben bedroht wurde, hört die dreiste Lügnerei bis heute nicht auf.

Ebenso wird beharrlich behauptet, dass Fields wegen „Mord“ angeklagt würde. In Wahrheit war stets lediglich von „Totschlag“, also einer Affekthandlung die Rede. Möglich wird diese Verdrehung durch eine bewusst falsche Übersetzung von „second degree murder“, was eben nicht einfach mit „murder“, also „Mord“ gleichzusetzen, sondern seiner Bedeutung nach mit „Totschlag“ zu verdeutschen ist.

Bis heute gab es noch keinen Gerichtsprozess, weshalb Fields angebliche Schuld nach wie vor nicht bewiesen wurde. Die sonst übliche Unschuldsvermutung haben die geifernden linken Medien für Fields jedoch aufgehoben, um stattdessen völlig ungehemmt zu hetzen. Nach wie vor ist ein Freispruch wegen Notwehr oder ein geringerer Schuldspruch wegen Notwehrüberschreitung möglich.

Vermutlich möchte man den Prozess, bei dem natürlich das Beweisvideo Verwendung finden und somit das erlogene Narrativ widerlegt werden würde, so lange wie möglich verschleppen. Denn aktuell wird wieder die jetzt ein Jahr alte Lügengeschichte hergenommen, um die sich formierende weiße Bürgerrechtsbewegung zu dämonisieren. Sich für die Rechte von europäischstämmigen Menschen einzusetzen und Terrorismus sind ja schließlich fast das Gleiche, zumindest für die linken Medien.

Nur dreißig Teilnehmer trotzten tausenden Linken

Am 12. August, also am Jahrestag der ersten Demo, fand nun erneut eine Veranstaltung mit dem Motto „Unite the Right“ statt. Ursprünglich hätte sie wieder in Charlottesville über die Bühne gehen sollen, doch die zuständige Behörde verbot mit fadenscheinigen Begründungen die Kundgebung. Der Veranstalter Jason Kessler klagte zwar gegen die verfassungswidrige Entscheidung, doch der Prozess zog sich in die Länge, weshalb Kessler das Verfahren abbrach und stattdessen die Demonstration in die Hauptstadt Washington, D.C. verlegte.

Dank eines Großaufgebots der Polizei, die diesmal auch ihre Arbeit machte, die beiden Gruppen trennte und gegen linke Schläger vorging, lief die Demonstration diesmal ohne nennenswerte Zwischenfälle ab. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren jedoch nur dreißig Teilnehmer zur „Unite the right“-Demo gekommen. Ihnen gegenüber standen Tausende linksradikale Gegendemonstranten. Trotzdem berichtete die gesamte Weltpresse ausführlich über die Mini-Veranstaltung. Hämisch freute man sich über die geringe Teilnehmerzahl.

Bürgerrechte für Weiße eingefordert

Man muss sich die Frage stellen, warum eine solch spärlich besuchte Veranstaltung eine derartige Aufmerksamkeit bekommt, während über die meisten großen Demonstrationen in aller Welt üblicherweise mehr oder weniger nichts berichtet wird? Die Antwort ist schnell gefunden. Die Alt-Right spricht als einzige ernstzunehmende Gruppierung im Westen das größte Tabu der politischen Korrektheit an, nämlich dass die Europäer, die Weißen, eine einzigartige populationsgenetische Gruppe sind, die, so wie alle anderen, auch ein Recht darauf hat in ethnisch homogenen Nationalstaaten zu leben und dort nicht von Heerscharen aus der Dritten Welt verdrängt und drangsaliert zu werden.

Die Stärkung einer positiven „white identity“ ist Sprengstoff für die Herrschaftsverhältnisse der westlichen Sphäre. Wenn die über den Globus verstreuten Europäer wieder zu ihren Wurzeln finden und sich erhobenen Hauptes zu ihrem Sein bekennen, wenn sie freudig hinaus rufen „It´s okay tob e white!“, dann erst wird das auf ihnen lastende, erdrückende Joch entzweibrechen.

Kessler formulierte seine Ansprache mit Bedacht äußerst vorsichtig. Er drückte sein Bedauern über den Todesfall in Charlottesville aus und verurteile jede Form von politischer Gewalt, betonte aber, dass die einseitige Darstellung der Medien eine infame Verdrehung wäre. Er erklärte, dass er Hass gegen andere ethnische Gruppen ablehne, doch alle anderen, wie z.B. Afrikaner, Latinos und Juden, ihre Lobby-Organisationen hätten und für ihre Rechte einstehen würden.

Nur wenn Weiße auch für sich Bürgerrechte einfordern, würde dies als „Rassismus“ verteufelt. Kessler forderte das Recht auf freie Rede und Versammlungsfreiheit auch für weiße Aktivisten ein. Es sei jetzt an der Zeit, für sie eine Bürgerrechtsbewegung zu gründen.

Gutmenschen wurden getriggert

Das Establishment hat vor nichts mehr Angst, als vor dieser friedlichen Botschaft. Echte Rechtsradikale und Hollywood-Nazis, die aggressiv auftreten, werden hingegen von den Linken verzweifelt gesucht. Wenn ein Afrikaner sagt „Ich bin stolz, dass ich ein Schwarzer bin“ oder wenn ein Jude äußerst, dass er es gut findet ein solcher zu sein, ist alles in Ordnung.

Wenn jedoch ein Weißer genau die gleiche Aussage macht und dieselben Rechte für seine Gruppe einfordert, dann ist dies ein gewaltiger Skandal und außerdem „Rassenhass“ der übelsten Sorte. Der bescheidene Aufmarsch vor dem Weißen Haus war zwar kein Mobilisierungserfolg, doch er hat gezeigt, wie leicht man das Juste Milieu zum Beben bringen kann: It´s okay to be white!

(Bild: Antifa-Demo in Washington 2018, kelly bell photography, flickr, CC BY 2.0)

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Jahrgang 1986, aus Wien, studiert Philosophie (MA) und ist regelmäßiger Autor bei der Blauen Narzisse, Zur Zeit und Der Eckart. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit".

3 Kommentare zu “Ein Jahr nach Charlottesville

  1. Johannes Konstantin Poensgen

    Die geringe Mobilisierung lag daran, daß die meisten Prominenten der AltRight dazu aufriefen, nicht zu erscheinen. Sie hielten es für äußerst unklug noch eine Szene wie im Vorjahr zu riskieren. Wenn die Polizei dafür sorgt, daß Todesfälle wahrscheinlich werden, hört der Spaß auf. Nicht nur, weil der Tod eine ernste Sache ist, sondern weil man das so schnell nicht mehr los wird. Charlottesville 2017 hat der AltRight weit mehr geschadet als genützt.

    Die Welle der Accountsperrungen, nicht nur von Twitter, Facebook und YouTube, sondern auch von Webhosts, hat mit dem Tod Heather Heyers und der Lüge vom rechten Terrorismus angefangen.

  2. Wer sich jetzt wohl wieder getriggert fühlt?

  3. Robert Wagner

    Eine klassische Perle Nagel’scher Wahnhaftigkeit und Wahrheitsverdrehung. Man weiß gar nicht, wo man da als kritischer Kommentator anfangen soll.

    Dass der »Unglücksfahrer« von Charlottesville, der ein Menschenleben auf dem Gewissen hat, aus purer Panik aufs Gaspedal gedrückt haben »dürfte«, ist nichts weiter als Spekulation, deren Hintergrund wohl eher der Wunsch nach moralischer Entlastung ist als reale Anhaltspunkte. Wer eine fundiertere Einschätzung dieses rechtsextremen Aktes tödlicher Gewalt hören möchte, der führe sich den Augenzeugenbericht von Brennan Gilmore zu Gemüte. Dieser Mann ist derjenige, der das bekannte Video des Vorfalls gemacht hat. Er spricht von einer nach seiner Einschätzung vorsätzlichen Tat und im Gegensatz zum Autor hat er hinsichtlich der Erkenntnisgewinnung einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite: Er war unmittelbar vor Ort anwesend. Weil er seine Einschätzung offen zum Ausdruck bringt und das Video öffentlich gemacht hat, wird er von den ach so friedliebenden Alt-Right-Anhängern täglich mit Hassbotschaften und Todesdrohungen bombardiert. Hier die Quelle dazu: https://m.youtube.com/watch?v=fAn6oWTOqPs

    Von einem weiteren Video, dass seine Einschätzung Lügen strafen soll, habe ich noch nie gehört. Vielleicht hat der Autor ja weitere Informationen dazu, die er verlinken könnte, statt Dinge einfach nur zu behaupten…

    An anderer Stelle zeigt sich des Autors Meisterschaft in dialektischer Wahrheitsverdrehung besonders deutlich: Ausgerechnet die geistigen Erben jener amerikanischen Eugeniker und Südstaaten-Rassisten, die im 19. und 20. Jahrhundert massenweise Afroamerikaner und andere nicht-weiße Menschen diskriminierten und vielfach sogar brutal massakrierten, als Vertreter einer »weißen Bürgerrechtsbewegung« zu bezeichnen, ist nicht nur auf eine groteske Weise absurd, sondern auch unethisch und infam. Wenn man sich ansieht, was für gruselige rassistische Gestalten in Charlottesville auf Seiten der Alt-Right unterwegs waren – offen auftretende Neonazis, »Hexenmeister« und ähnliche Witzfiguren vom KuKluKlan und zahlreiche andere begeisterte Anhänger der fiktiven Idee eines rein »weißen« Amerikas, viele davon schwer bewaffnet, was einiges aussagt über deren Gewaltaffinität –, kann man sich als einigermaßen vernunftbegabter Mensch schon gut ausmalen, was der Autor und seine US-amerikanischen Gesinnungsfreunde sich unter »Rechten von europäischstämmigen Menschen« vorstellen – nämlich die mehr oder weniger weitgehende Entrechtung nicht-weißer Menschen. Sich dann zumindest sprachlich in die Tradition der Bürgerrechtsbewegung zu stellen, die bis heute gegen just die von diesen Kreisen ausgehende Diskriminierung und (verbale) Gewalt ankämpft, ist in meinen Augen anstößig und ekelhaft, um mit meinem Vokabular mal so deutlich zu werden wie manch ein anderer hier im Forum. Das nenne ich mal eine Dialektik der Wahrheitsverdrehung, die ja zum Rüstzeug der Neuen Rechten gehört. (Ein anderes Beispiel ist Martin Sellner, der die gewaltaffine Identitäre Bewegung allen Ernstes in die Tradition Mahatma Ghandis stellt, vgl. https://m.youtube.com/watch?t=1202s&v=3gjTgCAYwaA.)

    »Man muss sich die Frage stellen, warum eine solch spärlich besuchte Veranstaltung eine derartige Aufmerksamkeit bekommt, während über die meisten großen Demonstrationen in aller Welt üblicherweise mehr oder weniger nichts berichtet wird? Die Antwort ist schnell gefunden.«

    Die Antwort ist in der Tat schnell gefunden, aber nicht im Sinne des Verfassers. Es sind die gewalttätigen Ausschreitungen rund um die Demonstration des Vorjahres, bei denen sogar ein Mensch ums Leben kam, und ihr Symbolwert für die gesellschaftliche Spaltung der USA, die für die große Medienaufmerksamkeit sorgten; sicherlich nicht die Angst vor unerwünschten Tabubrüchen, denn was dort artikuliert wurde, ist in der Sache ja nichts, das zum ersten Mal öffentlich geäußert worden wäre. Manchen Leuten können es die Medien eben nie recht machen: Wenn sie nicht berichten, sind sie Beteiligte irgendwelcher Verschwörungen, die Unliebsames totschweigen wollen; und wenn sie berichten, tun sie das natürlich viel zu kritisch und sind genauso Teil des »deep state.« Absurd.

    Den propagandistischen Misserfolg der »Jubiläumsdemo« in Washington, die nur ein klägliches Grüppchen von Demokratiefeinden mobilisieren konnte, auf diese Weise zu relativieren, ist übrigens geschickt, aber dennoch sehr durchsichtig. Und wie kommt der Autor eigentlich zu der Behauptung, dass man »über die meisten großen Demonstrationen in aller Welt üblicherweise mehr oder weniger nichts berichten« würde? Da habe ich einen gänzlich anderen Eindruck.

    »Kessler forderte das Recht auf freie Rede und Versammlungsfreiheit auch für weiße Aktivisten ein.«

    Habe ich etwas nicht mitbekommen oder durften die Neonazis, KKK-Rassisten und Rassentrennungsschwärmer ihre menschenfeindliche Gesinnung nicht gerade deshalb öffentlich zur Schau stellen, weil die Amerikaner ein außerordentlich großzügiges Verständnis von Meinungs- und Versammlungsfreiheit haben? Inwiefern werden diesen Leuten, die in den USA tatsächlich alles öffentlich sagen dürfen, diese grundlegenden Rechte verwehrt?

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