Anstoß

»Höckejugend«: Ein grundsätzliches Problem

Die Austritte von Lars Herrmann und Verena Hartmann aus der AfD-Bundestagsfraktion haben erneut ein Thema in den Vordergrund geschoben, das der Partei massiv schadet. Die mal mehr, mal weniger virulente Debatte um den »Flügel« und Björn Höcke treibt einen Keil in die eigenen Reihen.

Schuld daran trug Höcke früher durch mißglückte Reden, die er selbst einräumte. Heute verhält es sich anders. Nicht Höcke befördert den Personenkult. Es ist sein engster Fanclub, der durch politische Dummheiten auffällt. Den »Wirbel« um die »Höckejugend« schlachten die Medien nur allzu gern genüßlich aus.

Merke: Mit der Überhöhung einzelner Politiker erweist man der patriotischen Opposition einen Bärendienst. Den Fanatismus sollten wir lieber der Klimajugend überlassen.

(Bild von Björn Höcke: Metropolico.org, flickr, CC BY-SA 2.0)


3 Kommentare zu “»Höckejugend«: Ein grundsätzliches Problem

  1. Es fehlt mir bei diesem Diskurs ein wesentlicher Aspekt:
    Bei den Austritten von V. Hartmann und L. Hermann kommen m.E. höchstwahrscheinlich für die Genannten auch die Umstände zum Tragen, daß eine drohende Überwachung der AfD durch den Verfassungsschutz deren Pensionsansprüche schaden könnten.
    Die Betroffenen, aber auch die Kommentatoren sollten mal nachdenken.
    Auch auf diese Weise können die Etablierten auf undemokratische Weise demokratische Parteien zerstören.

  2. Stimmt! Fanatismus ist mit liberalem und konservativem Denken unvereinbar! Und ein wenig mehr Reflexion, wenn man redet oder schreibt, täte schon gut, insbesondere, wenn man als Politiker in der Öffentlichkeit »überhöht« dasteht, was sich oft nicht ganz vermeiden läßt. Jeder sollte inzwischen gelernt haben, daß naturbelassene Rede jederzeit böswillig ausgelegt werden kann und daß gewisse »gute Menschen« auf solche Gelegenheiten nur warten.
    Was diese und andere Austritte angeht (Man weiß auch nicht, wer davon vielleicht ein U-Boot gewesen war.): Indem man auf seine ehemalischen Mitstreiter nachtretend mit Dreck wirft, glaubt man wohl das Schmuddelkind-Image los zu werden und hofft auf neue Karriere.

  3. Man braucht immer einen Prügelknaben um von seinen Sünden und Verpfehlungen abzulenken.

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