Gesichtet

JA-Konferenz über Europa der Völker und Regionen

Während die Mainstreampresse über die AfD am liebsten und beinahe ausschließlich berichtet, wenn jemand eine unglückliche oder möglichst fehldeutbare Aussage trifft, die man isoliert vom Kontext aufbauschen kann, gibt es in der Jungen Alternative (JA) und AfD tatsächlich viele interessante Vorgänge, die in das gezeichnete Schema F nicht passen und daher nicht berichtet werden.

Zu diesen gehört auch die Regionalismuskonferenz in Dinslaken vom vergangenen Wochenende. Bis auf das Spiegel TV Magazin hatte sich keine Redaktionsstube ergnadet, der Veranstaltung mit Gästen aus ganz Europa beizuwohnen.

Medien berichten nicht über Sacharbeit der AfD

Doch auch dieser Bericht strotzt vor undifferenziertem Hass auf die AfD und „alte weiße Männer“ wie Gauland oder Trump. Eigentlich ist es nichts weiter als die immer gleichen Versatzstücke der etablierten Medien. Die Veranstaltung selbst mit tollen, differenzierten Vorträgen über Regionalismus in Europa, die Geschichten ihrer Entstehung, wie etwa bei Belgien („Pretty much a non country.“ Nigel Farage), ist den Journaktivisten keine Zeile wert. Die Teilnehmer werden mit Fragen über Gauland und die beim JA-Bundeskongress gesungenen drei Strophen des Deutschlandlieds traktiert. Hierbei ist von Beginn an klar, welcher Bericht es am Ende sein soll.

Gaulands Politikstil als so kleinkariert wie seine Krawatte zu bezeichnen und das mit der Begründung, es sei immer das gleiche Manöver, zunächst zu provozieren und nachher zurückzurudern, ist seinerseits extrem kleinkariert. Halten wir nämlich einmal Folgendes fest:

  1. Weder Gauland noch sonst irgendein AfDler kann ahnen, welche seiner Aussagen der mediale Komplex als nächstes aus dem Zusammenhang reißt und entstellt zitiert.
  2. Was ist der Mehrwert für die AfD? Und weitergehend: Cui bono? Wem nützt es? Der AfD, die sich und ihre Mitglieder wieder einmal in der Rechtfertigungsecke wiederfindet? Kaum. Die linksliberale Presse, die seit 2013 konstant und mit beeindruckender, hasserfüllter Inbrunst versucht, die AfD und ihre Unterstützer zu diskreditieren? Irgendwie wahrscheinlicher.

Dabei hatte die Veranstaltung selbst einen viel höheren Neuigkeitswert. Das Thema zeigte nämlich auf, dass JA und AfD sehr wohl eine positive Vision von Europa jenseits des technokratischen Überbaus der EU haben und das sehr differenziert und mit Achtung vor den anderen Nationen und ihren Eigenheiten.

Nachbarschaftliches, vielfältiges Europa

Carlo Clemens, Landessprecher der JA NRW, betonte in seinem Vortrag diese gemeinsame Idee von einem nachbarschaftlichen Europa, das sich auf seine regionalen kulturellen Eigenheiten besinnt. Auch sein Vorgänger und mittlerweile NRW-Landtagsabgeordneter Sven Tritschler knüpfte daran an, als er aus seiner Arbeit im Europaausschuss berichtete.

Statt aber nur im eigenen Saft zu schmoren, lud die JA europäische Gäste aus Belgien, England, Italien und der Schweiz ein. Mit Davide Quadri war ein Wahlgewinner vor Ort, der nun mit seiner Partei in Italien mitregiert. Bart Claes erzählte in seinem Bericht, wieso Belgien eigentlich keine Nation ist und auch die Chefs von England und der Schweiz, echte Vorbilder, wenn es um ein Leben ohne EU geht, konnten mit ihren Vorträgen die rund 50 Zuhörer plus ein paar Dutzend im Livestream begeistern.

Auf Spiegel TV findet all das natürlich keine Erwähnung. Junge, weltgewandte Menschen mit frischen Ideen, Zuwanderer und Einheimische, Männer und Frauen, angenehme Atmosphäre und differenzierte Vorträge, all das gibt es bei AfD und Junger Alternative schließlich nicht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

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