Rezension

Sieferle lesen und verstehen!

Den Universalgelehrten Rolf Peter Sieferle haben wir schon mehrfach zur Lektüre empfohlen: Er hat das Migrationsproblem durchdrungen wie kein Zweiter und mit dem Epochenwechsel ein Grundlagenbuch für jeden Konservativen verfaßt, das wir in einem Vierteiler vorgestellt haben.

Inzwischen sind gleich fünf weitere Bücher seiner Werkausgabe im Landtverlag erschienen.

Wer sich an diese dicken Wälzer nicht herantrauen sollte, findet hier zwei aktuelle Beiträge von Felix Menzel, die sich Sieferle annähern: Zum einen schreibt er über den Rückblick auf die Natur, zum anderen über die prinzipiellen Disharmonien der Moderne.


1 Kommentar zu “Sieferle lesen und verstehen!

  1. „Den Universalgelehrten Rolf Peter Sieferle haben wir schon mehrfach zur Lektüre empfohlen: Er hat das Migrationsproblem durchdrungen wie kein Zweiter…“ (BN-Redaktion am 7. Mai 2020)

    Der Untergang des Abendlandes als Warnung der Geschichte -
    zu Rolf Peter Sieferle „Das Migrationsproblem“, Manuscriptum 2017:

    Nun, wir finden sicher viel Wahres zum Thema in diesem Werk. Allerdings nicht immer voll durchreflektiert, wie schon der eine oder andere Rezensent vor uns bemerkte. Dazu kommen noch einige Fehlschlüsse und sogar grundlegende Erkenntnisfehler, die wohl der früheren linken Sozialisierung des Verfassers geschuldet sein dürften. Dasselbe Manko betrifft ja auch u. a. französische Autoren wie Alain de Benoist („Kulturrevolution von rechts“ Dresden 2017; hier ist es eine offensichtliche Sympathie für die radikale Linke) und Renaud Camus („Revolte gegen den Großen Austausch“ Schnellroda, 2016) in derselben Sache. Und wirklich Neues haben uns diese Autoren auch nicht zu sagen, was nicht unbedingt gegen deren Bücher sprechen muß, die ja nicht exklusiv für uns geschrieben wurden – so viel Ein- und Nachsicht muß sein.
    Dennoch lesenswert ist die hier besprochene Arbeit, die wohl letzte des Verfassers, vor dessen tragischen Tod, aber allemal. Mehr oder weniger deutliche Kritik an einem Text zu üben heißt nicht in jedem Fall, eine intellektuelle Leistung nicht anzuerkennen. Aber in den heutigen USA einen einschlägigen Hoffnungsschimmer und in China das politische Vorbild für das 21. Jahrhundert zu sehen…, da müssen wir uns am Ende dann doch noch ganz schön beherrschen, um an der Stelle nicht in einen bitterbösen Sarkasmus zu verfallen. Die vom hiesigem Establishment früh skandalisierten Kleinschrift „Finis Germania“ (EA. Antaios, Schnellroda 2017; beim Manuscriptum-Verlag vor kurzem in 2. Auflage erschienen!) sollte von interessierten Lesern vielleicht noch komplementär zu der hier nur kurz rezensierten umfangreicheren Arbeit von Rolf Peter Sieferle (1949-2016) zur weiteren Lektüre in dieser Sache herangezogen werden.

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