|
Geschrieben von: Sebastian Rast
|
|
Dienstag, den 15. Mai 2012 um 06:42 Uhr |
|

Niemals wird die Frage neu gestellt, wie wir eigentlich leben wollen: „Wir leben doch schon in Freiheit.” Es verwundert kaum, wenn die besprochenen Themen bald vergessen sind. Denn die Wichtigkeit der Herleitung des Naturrechtes ist für den Einzelnen sehr gering, wenn dessen Leben bereits durch die Gesetze der Ökonomie allumfassend bestimmt wird und das System zu allem Überfluss auch noch die Ideen in seinem Sinne ausschlachtet. Schließlich hätten die Menschen immer nach „sozialer Gerechtigkeit” gesucht – und tun wir das nicht auch?
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Moritz Schellenberg
|
|
Dienstag, den 15. Mai 2012 um 07:13 Uhr |
|
„Hamburg ist ein schönes Städtchen […]. Drinnen gibt es viele Mädchen, ja zum Lieben aber Heiraten nicht, siehst du wohl.“ Jasmin Ramadan, Autorin von Soul Kitchen, hat ein Buch über eines dieser Mädchen geschrieben. Stine, eigentlich Celestine, ohne Accent. Würde das Stinknormale, der Durchschnitt par exellence in einer Person kristallisieren, so wäre es Celestine. Sie zählt 18 Lenze, raucht Menthol-Zigaretten und mag keinen Oralsex. Ihr Drogenkonsum hält sich in Grenzen, ein paarmal gekifft, nur ein einziges Mal Kokain. Als Resultat einer kurzen Liaison zwischen einem Hausmeistersohn und einem französischen Au-pair-Mädchen, wächst sie im Hamburger Arbeitermilieu auf. Nachdem sich ihr Vater Reiner einige Jahre mit Gelegenheitsarbeiten durchgeschlagen hat, gelingt es ihm durch eine Erbschaft einen kleinen Imbiss zu eröffnen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Martin Süß
|
|
Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 06:41 Uhr |
|
Im Geschichtsunterricht fand der Adel nur am Rande Erwähnung. Nicht einmal das Boulevard-Interesse an den familiären Beziehungen der europäischen Fürstenhäuser wurde befriedigt. Gerade noch erwähnt wurde, das „van“ bei Beethoven war nicht mit Reichtum verbunden, das „von“ bei Goethe nur dem Vater verliehen, von Johann Wolfgang lange abgelehnt. Über eine der einflußreichsten deutschen Adelsfamilien liegt nun ein Buch vor, das einige dieser Lücken schließen will. Es handelt sich um ein detailgetreues Portrait der Familie Moltke, einer großen Familie mit vielen europäischen Verflechtungen, deren besonders erfolgreiche Mitglieder wichtige Aufgaben sogar bis in den Orient und nach Asien trugen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Wolf-Dieter Lassotta
|
|
Montag, den 14. Mai 2012 um 07:15 Uhr |
|
„Performen“ – „challengen“ – „change“ – „im Flow sein“ – „taskorientiertes Handeln“: es ist schon eine sehr eigenartige (Sprach-)Welt, in die Carmen Losmann den Zuschauer entführt. Es ist die moderne Arbeitswelt, die alles daran setzt, die vollkommen entortete Ressource Mensch zu optimieren. Eine Welt, in der allein das richtige Beherrschen des Sprachcodes über die Zugehörigkeit entscheidet. Work hard – Play hard zeigt in zum Teil quälend langen eineinhalb Stunden, wie Angestellte sich freiwillig zu neuen Menschen erziehen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Jonas Ulbrich
|
|
Montag, den 14. Mai 2012 um 07:59 Uhr |
|
Guten Abend, meine Damen und Herren. Wir geben heute eine Schmierenkomödie der besonderen Art. Eigentlich müssten sie als Zuschauer Schmerzensgeld erhalten, doch wir sind leider ebenso klamm wie Hertha BSC. Auf dem Tiefpunkt sind unsere Berliner Anti-Helden bereits zu Beginn der Geschichte. Denn ganz gleich ob sie sich noch durch das Rückspiel am 15. Mai gegen Fortuna Düsseldorf vor der drohenden zweiten Liga retten können, sportlich ist das untere Ende der Fahnenstange bereits erreicht. Beim letzten Training der Saison am vergangenen Sonntag waren noch 100 Fans der „Alten Dame” anwesend.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Dirk Taphorn
|
|
Dienstag, den 15. Mai 2012 um 07:30 Uhr |
|

Kaum hat man sein Studium abgeschlossen und die letzten Angelegenheiten mit der Universitätsverwaltung und dem BAföG-Amt geklärt, wartet der nächste Amtsschimmel. Man meldet sich also bei der Bundesagentur für Arbeit, um sich als „Kunde“ registrieren zu lassen. Schließlich soll die Agentur ja eine Dienstleistung erbringen, in diesem Fall eine Arbeitsstelle vermitteln. Da die BA jedoch ein ziemlicher Monopolist auf dem Markt der Arbeitsvermittlung und eigentlich eine alte Behörde ist (wie die Telekom, die mittlerweile aber ordentlich Konkurrenz bekommen hat), sollte man als Kunde von vornherein nicht an Begriffe wie „gutes Angebot“ oder „Kundenorientierung“ denken.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Carlo Clemens
|
|
Montag, den 14. Mai 2012 um 15:00 Uhr |
|
Im „Rausch der Balkendiagramme“ lecken Parteien nach der NRW-Landtagswahl jetzt Wunden oder lassen sich feiern, werden Strategien und Taktiken ob der nächsten Wahlen konsolidiert, Köpfe rollen, neue Karriereschritte ergeben sich für andere, feiern die Piraten und heulen die Nachfolger der SED, die im Westen offenbar bloß als Sektierergrüppchen wahrgenommen wird, während niemand im Blätterwald ein Wort über die Sonstigen verliert, geschweige denn über die eklatant geringe Wahlbeteiligung, die viel mehr über den politischen Zustand dieses Landes aussagt, als der bezeichnende Parlamentseinzug der Nerds, oder der unangefochtene Sieg von Rot-Grün.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: BN-Redaktion
|
|
Montag, den 14. Mai 2012 um 07:27 Uhr |
|
Occupy feiert den ersten Geburtstag. Entstanden in Spanien geht der „Bewegung“ in der letzten Zeit allerdings die Luft aus. Zur Belebung wollen verschiedene linke Gruppen vom 16. bis zum 19. Mai bei den Krisenaktionstagen in Frankfurt ihre „Internationale Solidarität gegen das Krisenkommando der Troika-Mächte“ zeigen. Aus Occupy wird Blockupy. In ganz Frankfurt sollen an den Tagen verschiedene Straßen und Plätze besetzt und das Bankenviertel und die Zentrale der Europäischen Zentralbank besetzt und lahmgelegt werden. Die Proteste sollen zeitgleich mit Aktionen gegen den G8- und NATO-Gipfel in Chicago stattfinden.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Sebastian Rast
|
|
Freitag, den 11. Mai 2012 um 07:45 Uhr |
|
Der Freiheitsbegriff ist ein zentraler Streitpunkt zwischen unterschiedlichen politischen Auffassungen. Dabei bleibt die Definition des Begriffes oft schwammig. Wo wird Freiheit zur Verantwortungslosigkeit und wo wird Ordnung zur Repression? In einer Gesellschaft, die für sich Grenzenlosigkeit beansprucht und doch überall Grenzen setzt, hat der bürgerliche Freiheitsbegriff ausgedient. Denn wer heute über Freiheit reden will, muss über Kapitalismus sprechen. Eine Provokation.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Nils Wegner
|
|
Freitag, den 11. Mai 2012 um 08:04 Uhr |
|
Das junge Münchner Projekt Spreu & Weizen hat es wahrlich nicht leicht. 2011 wurde der angestrebte, erste Liveauftritt in Salzburg von Seiten des Clubbetreibers abgesagt. Als nur kurze Zeit später der Gitarrist die Band verließ, schien das Erscheinen ihres zweiten Albums fraglich.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|